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Wein


Ein ausschlaggebender Impuls für den Weinanbau in dieser Region ging von den Ansiedlungen der ersten griechischen Kolonien aus.
Danach gewann der Anbau von Wein immer größere Bedeutung und der Wein wurde zu einem Handelsobjekt zwischen den verschiedenen Bevölkerungen. Man weiß jedoch leider nichts über die Qualität und die Weinsorten, die die Menschen hier damals herstellten und auf die Schiffe der Routen verluden, die von Metapontino abhingen. Etwas mehr weiß man über die Römische Zeitepoche: Der Dichter Horaz, gebürtig aus Venosa (Potenza) stammend, spielt in seinen Oden häufig auf die Weinstöcke und den Wein seines Heimatlandes an; und Plinius der Ältere erinnert an den Ruhm der Weine aus Tempsa, der alten, heute verschwundenen lukanischen Stadt, und aus anderen Weinbauzentren wie Buxentum, dem heutigen Policastro Bussentino.
Im 16. Jh. zitiert Sante Lancerio den "Aglianico" (roter Wein aus Süditalien) in seinem berühmten Brief an Kardinal Guido Ascanio Sforza, der von der Art und der Qualität der Weine handelt und mit Recht als Wiegendruck der italienischen Weinliteratur angesehen werden kann. In Bezug auf den Aglianico schreibt Sante Lancerio nun: «Dieser Wein ist rot, und er ist nicht mal so groß und so trübe wie der Greco, höchstens wenn man eine trockene Lese macht (so bezeichnet man die Weinlese, die erst durchgeführt wird, wenn die Trauben an den Weinstöcken getrocknet sind). Solche Weine sind auch kräftig in der Farbe, aber es gibt auch weniger kräftige davon, die viel besser und vollmundiger sind. Um sie in ihrer Vollkommenheit kennen zu lernen, sollten sie duftend sein, schwach in der Farbe und vollmundig».
1629 zitiert dann Prospero Rendella (bei seiner Beschreibung der Weine der beiden Sizilien) den Melfiaco (aus Melfi) als wohlriechenden, goldgelben und sehr süßen Wein, der denen aus Zypern und Kreta in Nichts nachsteht.
1870 hält Ottavio Ottavi bei seiner Präsentation der Weine, die im Verwaltungsbezirk der Basilikata hergestellt werden, den in Melfi produzierten für den Besten; dieser wird aber nicht als solcher in den Handel gebracht, sondern als Verschnittwein verwendet und vor allem von den «Kellermeistern von Neapel gefragt, um ihre äußerst schwachen Weine aufzuwerten».
Giovanni Bianchi, Experte in Önologie, veröffentlicht 1893 eine Monographie über die Weinstöcke und die Weine der Basilikata. Bei der Veranschaulichung der Vulture-Weine beurteilt er das Gebiet als das Beste für die Produktion von Qualitätsweinen. Es führen zwei Weine: der Aglianico aus dem Vulture-Gebiet und der Aleatico di Rionero, der den ersten überwiegt und später zum Symbol der Basilikata geworden ist. Auch heute noch ist der letztgenannte berühmt und einer besonderen Erwähnung würdig.
Der 1.300 Meter hohe Vulture ist ein erloschener Vulkan, der dem Vesuv in der Form gleicht. Er erhebt sich isoliert an der adriatischen Seite des Apennin, nicht weit entfernt von der Grenze zu Kampanien und Apulien. In seinem Inneren finden sich zwei herrliche Seen und rundherum wachsen die blühendsten Weinstöcke der Region.
Durch die verschiedenen Geschichtsepochen, vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit, hindurch hatten aufgrund der sich abwechselnden Fremdherrschaften verschiedene Herrscher und Feldherren die Gelegenheit die erlesenen und köstlichen Weine des Vulture zu schätzen und ihren Ruhm zu verbreiten. Der Bourbone Ferdinand, vorletzter König des Königreichs beider Sizilien, der bei seinem offiziellen Besuch in der Basilikata bezaubert war von der zauberhaften Landschaft und den köstlichen charakteristischen Gerichten des Gebiets und trunken vom herrlichen Wein Aglianico, der an den Hängen des Vulture hergestellt wurde, blieb lange dort.
Paul III. definierte den Aglianico als «Getränk der Alten für die Völle» (also als Magenbitter); Karl von Anjou bestellte «für die eigene Mensa und für die der Würdenträger des Hofs 400 "some" (altes Hohlmaß, entsprach circa 145-171 Liter) des guten Weins des Vulture».
Andrea Bacci (16. Jh.), Autor der berühmten Abhandlung "De naturalis vinorum historia", schreibt über diesen Wein: «Er hat eine beträchtliche Kraft, besonders derjenige, den man aus den trockenen Weinlesen, und nicht aus den feuchten, gewinnt, und den man in den besten Gefäßen aufbewahrt. Er wird nämlich duftend und gehaltvoll, angenehm im Geschmack, sehr süß und beständig; und daher ist er sehr nahrhaft, geeignet dazu, den Magen – und die anderen Glieder – zu kräftigen, anstatt ihn zu öffnen».
Diesen Wein schätzen Kenner noch heute als herrlichen Tafelwein, der vieles mit dem Barbera gemein hat.
Seine Farbe ist mehr oder weniger intensiv rubinrot oder kräftig granatrot, mit orangen Reflexen nach der Alterung; der weinige Geruch mit seinem charakteristischen zarten Duft wird mit der Lagerung besser; und sein trockener, wohlschmeckender, frischer, harmonischer und leicht tannischer Geschmack tendiert mit der Alterung ins Samtige. Er kann auch etwas lieblich sein. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 11,5°. Es gibt zwei Sorten, mit der Bezeichnung «riserva» (Auslese) und «vecchio» (alt).

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