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Bergamotte


Die Bergamotte ist nicht nur eine Zitrusfrucht, sondern auch eine literarische Erinnerung. Sie wird in Proust‘s "Recherche", im "Gattopardo" von Tomasi di Lampedusa und in "Marianna Ucria" von Dacia Maraini erwähnt. Der eher breite und niedrige Bergamottbaum mit den dunklen Blättern ist seit dem 15. Jh. berühmt. Einst wurde sein Duft von Hand aus den Schalen gepresst, indem man diese gegen große Schwämme drückte, die wiederum danach ausgedrückt wurden. Heute sind die Erntevorgänge mechanisiert und man gewinnt die Essenz auch aus den Blüten und den Ästen.
In Bezug auf den Namen gibt es verschiedene Annahmen. Manch einer verbindet ihn mit der spanischen Stadt Berga, andere leiten ihn von Pergamo in der Türkei ab. Die Wahrheit wird man wohl nie erfahren, ebenso wie man nie wissen wird, wieviel dran ist an der Geschichte vom Mohren aus Spanien, der in Reggio di Calabria einen Zweig für achtzehn Scudos verkauft haben soll, oder an dem angenommenen amerikanischen Ursprung der Pflanze, die von Kolumbus persönlich nach Europa gebracht worden sein soll. Verifiziert dagegen ist die Möglichkeit der Verwendung der Bergamottessenz, um Nahrungsmittel und Kosmetikprodukte zu aromatisieren. In der internationalen Parfümindustrie wird die Bergamotte seit mindestens drei Jahrhunderten verwendet, seit in Köln das nach der Stadt benannte Kölnisch Wasser patentiert wurde. Entdecker der Tugenden der Bergamotte war ein italienischer Händler, Giampaolo Feminis, der sie bei seiner Reise durch Reggio di Calabria in einem Garten gefunden hatte. Seine Erben, die Familie Farini aus Deutschland, ließen einen Industriellen an der außergewöhnlichen Entdeckung teilhaben: das war der Beginn einer Ära. Im 18. Jh. verbreitete sich der Anbau der Bergamotte im ganzen Gebiet um Reggio di Calabria. Im Augenblick macht die mit Bergamotten angebaute Fläche zirka eintausendfünfhundert Hektar aus, die sich entlang der Küstenstraße, die von Villa San Giovanni nach Roccella Jonica führt, erstrecken. Eine wertvolle Bergamottensorte wächst in der Nähe der Ortschaft Pentadattilo: sie zeichnet sich durch fleischigere und an essenziellen Ölen reichere Früchte aus. Die Herstellung der Essenz beträgt um die sechzig Tonnen jährlich und entspricht zirka hundertzwanzigtausend Doppelzentnern geernteten Früchten; eine im Vergleich zur Nachfrage der Industrie ungenügende Menge. Vorkehrungen für die Neubelebung des Sektors werden von verschiedenen Seiten gefordert, ebenso wie die Anerkennung der DOP-Bezeichnung (geschützte Herkunftsbezeichnung).
Die diesbezüglichen Ordnungsvorschriften, die bereits von der Gazzetta Ufficiale (Amtsblatt, entspricht dem Gesetzesblatt) veröffentlicht worden sind, beschränken das Herstellungsgebiet, geben die Modalitäten für den Anbau, die Ernte und die Gewinnung des "essenziellen" Öls an und definieren auch dessen Merkmale: es ist klar, seine Farbe liegt zwischen Grün und Grünlich-Gelb, sein Geruch ist "charakteristisch, frisch, und erinnert an das Perikarp der Bergamotte". Das Logo stellt die Frucht auf einem Umriss Kalabriens dar.
Die Verwendung wird beschränkt vom säuerlichen Geschmack der Frucht (die man dagegen für die Aromatisierung von Likören und Tees schätzt). In der Vergangenheit versuchte man in Frankreich, bestimmte Kekse mit ihr herzustellen, die, wie man erfuhr, dem König von Polen, Stanislao Leszczynsky, während eines von Ludwig XV. ausgerichteten Essens serviert wurden. Heute gibt es nur eine Bonbonsorte und den Keks "biscotto pazientino", der in einigen Orten im Piemont hergestellt wird.

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