Storia della Cucina Italiana Ristoranti Kalabrien Ein kurzer Blick in die Geschichte

Kalabrien Kalabrien

Kalabrien

Ein kurzer Blick in die Geschichte


In der Vorgeschichte war Kalabrien ein Zentrum blühender Kulturen. Als Einwanderungsland für Griechen trug es sogar den Namen Magna Graecia (Großgriechenland).
Dieser Landstrich verteidigte die eigene Unabhängigkeit und widersetzte sich der römischen Vorherrschaft: man denke nur daran, dass Kalabrien zu Hannibal hielt, der sich übrigens lange dort aufhielt.
Nachdem die Region im letzten Zeitabschnitt des Römischen Reiches in eine tiefe Krise gefallen war, erholte sie sich erst mit Theoderich dem Großen (494-526) und seinem Minister Cassiodorus, der dort das große Kloster und Kulturzentrum Vivarium (Squillace) gründete. Später ging die Region an die Byzantiner. Die Invasion der Langobarden zerbrach ihre Einheit, da es ihr das Cosentino entriss, das zunächst an das Herzogtum Benevento und später an das Prinzipat Salerno (847) angeschlossen wurde. Mit der Wiedervereinigung unter den Byzantinern (Anfang des 10. Jh.) begann eine Phase der radikalen Hellenisierung Kalabriens, die durch die Verbreitung des basilianischen Mönchstums unterstützt wurde.
Kalabrien, das ununterbrochen von den Sarazenen angegriffen wurde und im Jahre 982 Ziel einer unglücklichen Expedition von Otto II. war, fiel schließlich unter die normannische Herrschaft (1059-1198). Unter dieser erlebte es eine etwas gefestigtere Regierung, eine neue und stabilere Gesellschaftsordnung (Feudalismus), und eine Rückkehr zur römischen Tradition des religiösen Lebens, das damals in Kalabrien Gioacchino da Fiore pries. Eine ähnliche Politik verfolgten die Hohenstaufer (1214-1266), woraus sich die Treue der Kalabresen ergab, die sich während ihrer Kämpfe gegen die Anjou auf ihre Seite stellten. Der Zeitraum zwischen dem Frieden von Caltabellotta (1320) und dem Fall des Königreichs von Neapel (1502) ist gleichzusetzen mit Dekadenz; die Anjou und die Aragonier unterdrückten dieses Land mit übertriebenen Steuern; der Feudaladel erpresste seine Untergebenen; und lediglich Cosenza erlebte im 14. Jh. eine gewisse Entwicklung des Gemeindelebens. Nach dem äußerst gewaltsamen, jedoch vergeblichen Bauernaufstand (1458-59), der von dem rebellischen Feudalherren Certelles angeführt wurde, nahm Kalabrien träge an den französisch-spanischen Kriegen, dem Aufstandsversuch von Campanella (1600), und der Revolution von Masaniello (1647-48) teil; zur gleichen Zeit war das kulturelle Leben mit der Accademia Cosentina, mit Telesio, Campanella und Serra usw. sehr stark. Gegen die freiherrliche Unterdrückung gerichtet erkannten die Kalabresen im König ihren Schutz: das erklärt ihre Loyalität gegenüber den Franzosen (Unterstützung des Kardinals Ruffo, 1799; kein Glück für Gioacchino Murat, der 1815 in Pizzo an Land ging).
In der Epoche des Risorgimento war Kalabrien sehr offen für eine ausgedehnte Verbreitung der "Carboneria" (Geheimbund der Karbonari) und des, jedoch in geringerem Maße, "mazzinianesimo" (Bewegung um Giuseppe Mazzini, ein "Carbonaro", der den Geheimbund "Junges Italien" gründete). Im Jahre 1848 loderte erneut der Bauernaufstand auf; er vermochte jedoch die bourbonische Herrschaft nicht zu erschüttern, die 1860 von Garibaldi gestürzt wurde. Doch bald entstand das Brigantentum, gegen das ein furchtbarer Krieg geführt wurde (1861-66 zirka); den Verteidigern (in gutem Glauben) der alten Dynastie und denjenigen, die die verbreitete und legitime soziale Enttäuschung – besonders der ländlichen Schichten – ausdrückten, schlossen sich zahlreiche skrupellose Kriminelle an. Die wirtschaftlichen und moralischen Lebensbedingungen, in denen die Bourbonen das Land gelassen hatten, waren wirklich äußerst erbärmlich.
Lang dauerte der Aufschwung ab dem Zeitpunkt, als diese Region endlich zum italienischen Staat gehörte; und er basierte dort, wo die geografischen Bedingungen es ermöglichten, mehr auf dem Tourismus als auf der Industrialisierung.
Seit ein paar Jahrzehnten ist Kalabrien also vom Tourismus entdeckt worden, so sehr, dass es jeden Sommer an seinen siebenhundert Kilometern Küste hunderttausende von Personen aufnimmt. Diese genießen hier ein noch immer ziemlich sauberes Meer, lange und wunderschöne Strände, ein Klima «ohne Risiken», und Exkursionen ins Innere der Region, die zu herrlichen Landschaften führen: überraschend alpin in der Sila, majestätisch und streng im Massiv des Pollino, stolz und wild im Aspromonte, etwas lieblicher in den Serre.
Die komplexen historischen Geschicke dieses Landstrichs, die einen großen Teil der Bevölkerung jahrhundertelang in die Armut gezwungen und ihr das opulente Hofleben vorenthalten haben, beeinflussten in großem Maße die Küche. Sie ist stets "arm" gewesen, gebunden an die Produkte der Erde, und hat sich in der wirtschaftlichen Entwicklung der herrschenden Klassen darauf beschränkt, die bestehende Gastronomie zu bereichern, ohne sich den französischen Raffinessen zu öffnen, die im Laufe des 18./19. Jh. in andere italienischen Regionen eingedrungen sind.


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