Storia della Cucina Italiana Ristoranti Kampanien Ein kurzer Blick in die Geschichte

Kampanien Kampanien

Kampanien

Ein kurzer Blick in die Geschichte


In der Antike wurde die Region von einem Volk samnitischen Ursprungs bewohnt. Im 8. Jh. v. Chr. jedoch, mit der Gründung von Cumä, begann die griechische Besiedelung des Küstengebietes; mit der Gründung von Capua (6. Jh. v. Chr.) und der zeitgleichen etruskischen Herrschaft bezog man den Namen Kampanien auf die Bewohner von Capua; in der zweiten Hälfte des 5. Jh. begann die Invasion der Samniter; um sich zu verteidigen, vereinte sich das Volk von Capua mit Rom (338), das einen Prozess der Romanisierung dieses Volkes in die Tat umsetzte, mit der Gründung von Kolonien und dem Zugeständnis (180), Latein als offizielle Sprache zu benutzen. Nur Neapel bewahrte noch lange hellenische Buchstaben.
Bei der augusteischen Teilung Italiens bildete Kampanien, vereint mit Latium, die erste Region. Nach Diokletian wurde es eine Provinz in Abhängigkeit des Corrector Campaniae. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches (476 n. Chr.) bewahrte Kampanien seine Einheit unter den Ostgoten und den Byzantinern, bis die Langobarden Capua und einen großen Teil des kampanischen Landesinneren dem Herzogtum Benevento (570 n. Chr.) anschlossen. Später erlitt auch Salerno das gleiche Los: doch im Jahre 846 löste es sich von Benevento und erschuf ein neues langobardisches Prinzipat, während ein anderes in Capua entstand, das sich im 10. Jh. auch dessen von Benevento bemächtigte.
Ständige interne Auseinandersetzungen kennzeichnen die Geschichte des langobardischen Kampaniens, wogegen im byzantinischen das Herzogtum von Neapel, von welchem sich später das andere von Gaeta (899-933) ablöste, sich immer mehr von der effektiven Unterwerfung des Reiches befreite.
Ein der ganzen Region gemeinsamer Prozess, insbesondere der zunächst den Langobarden unterworfenen Stadt Amalfi, die sich später befreit hat, um zum Ende des 10. Jh. ein autonomes Fürstentum zu bilden, während sie jede andere kampanische Stadt durch ihre blühende Wirtschaft übertraf.
Ein so geteiltes Kampanien war leichte Beute für die Normannen, die ihre Herrschaft mit Roger II. fest errichteten, als sich auch Neapel ergab (1139). Seitdem vermischt sich die Geschichte Kampaniens mit der Siziliens, von dem es zur Zeit der Normannen und der Hohenstaufen ein integrierender Bestandteil wird. Doch unter Karl I. von Anjou (1266-85) entwickelt sich das Gebiet von Neapel, das Napoletano, zum beherrschenden Element des gesamten staatlichen Komplexes, was eine heftige Reaktion auf Sizilien auslöste, das bis zur Teilung und zum Wechsel unter die Dynastie der Aragonier gelangt war (Sizilianische Vesper 1282; Vesperkrieg 1282-1302). Von diesem Moment an kann man vom Königreich von Neapel sprechen.
Unter den Anjou erlebte das Königreich von Neapel die Betonung des feudalen Vasallentums gegenüber dem Heiligen Stuhl und die Einführung des französischen Baronats. Der Augenblick größten Glanzes wird vom Reich Roberts (1309-43) gezeichnet, doch bei seinem Tod begannen die internen Konflikte. Sie endeten im Jahre 1443 mit dem Einrücken in Neapel von Alfons von Aragonien, der diesem Landstrich ein wenig Frieden sicherte, auch wenn das Reich von der Übermacht der Barone bedroht wurde, zu der bald auch die expansive Bedrohung des Königs von Frankreich, Karl VIII., kam. Das zwischen Frankreich und Spanien (welches sich am Ende den Besitz sichert) heiß umkämpfte Napoletano ist dann von 1504 bis 1707 ein spanisches Vizekönigreich, das mit der politischen Autonomie auch jede wirtschaftliche Blüte verloren hat; den Untertanen bleibt nur das nutzlose Ventil der Verschwörungen; häufig sind in der Tat Intrigen zwischen der Opposition der Barone und Frankreich oder den Savoyen oder Volksaufstände aus Hunger, von denen wir an jenen erinnern wollen: er wurde angeführt von Masaniello (1620-1647), eine Gestalt, die für ihre Heldenhaftigkeit und ihre Tragik als Held in die Kulturgeschichte unseres Landes eingegangen ist.
Masaniello war Analphabet, Laufbursche eines Fischverkäufers, aufgeweckt und scharfsinnig, und zuweilen gewalttätig, so dass er mehrere Male in den Kerker des Ammiragliato eingesperrt wurde, wo er Dr. Marco Vitale kennen lernte. Dieser verschaffte ihm den Kontakt mit den «bürgerlichen» Anhängern der Revolte, die anlässlich der Wiederherstellung des verhassten Zolls auf das Obst ausgebrochen war: zwischen Juni und Juli 1647 gab es einige Zwischenfälle, an denen Masaniello teilnahm. Am 7. Juli stiftete er befreundete und verwandte Krämer dazu an, die Bezahlung des Zolls auf dem Markt zu verweigern: es kam zu einem Handgemenge, das alle Volksviertel um den Markt aufwiegelte.
Die von Masaniello angeführten Aufständler stürmten den Palast, brachen die Kerker auf und zerstörten die Zollbüros.
Masaniello organisierte die Revolutionsarmee, die gegen die Soldaten von Philipp IV. verlor. Dieser organisierte die Stadtverwaltung auf Volksbasis neu, auch wenn diese Eingriffe in Wirklichkeit Vitale und anderen hinter den Kulissen agierenden Personen zu verdanken sind. Ein fehlgeschlagenes Attentat am 10. Juli auf Masaniello erhöhte sein Ansehen, so dass am darauffolgenden Tag der Vizekönig, nachdem er vergebens versucht hatte ihn zu bestechen, Masaniello den Titel «capitan generale del fedelissimo popolo napoletano» zuerkennen musste.
Doch diese plötzliche Wandlung zum Glück und sein im Vergleich zum errungenen Titel zu großes Minderwertigkeitsgefühl verwirrten seinen Geist und trieben ihn, in nur wenigen Tagen, in den Wahnsinn. Seine Freunde töteten ihn damals am 16. Juni.
Die Tragödie Masaniellos ist bezeichnend für die tiefe Dekadenz und die Wucherei der spanischen Herrschaft. Nach verschiedenen Geschicken wurde das Napoletano im Jahr 1734 als autonomes Reich anerkannt, das Karl von Bourbon, Sohn Philipps V. von Spanien, anvertraut wurde, auf den Ferdinand IV. (1759-1825) folgte. Ein intelligenter und aufgeklärter Reformismus, der im Wesentlichen vom Minister Tanucci durchgeführt wurde und sich an den politischen Ideen von Giannone und den ökonomisch-sozialen Ideen von Genovesi inspirierte, machte die beginnende bourbonische Periode für dieses Land besonders glücklich, die sich übrigens durch eine enge Zusammenarbeit zwischen der Monarchie und dem aufgeklärten Bürgertum auszeichnete. Der Einklang zerbricht erst, als sich die durch die Französische Revolution ausgelöste Krise nähert, und die "Scheidung" zwischen König und Nation endet mit der Flucht des Ersteren nach Italien (1798), der französischen Invasion und der Ausrufung der Napoleonischen Republik (Januar 1799). Für circa 15 Jahre ist das Los des Reichs an die militärischen Geschicke Frankreichs gebunden: die Siege der europäischen Koalition gegen Frankreich führen schließlich zum Fall der Napoleonischen Republik (Juni 1799) und der blutigen Wiedereinführung der bourbonischen Herrschaft; durch den Sieg Napoleons in Marengo (1800) gerät das Reich, das Ende 1806 die zweite Flucht der Bourbonen nach Sizilien und die Bildung eines unabhängigen Reichs unter Giuseppe Bonaparte (1806-08) und später unter Joachim Murat (1808-1815) erlebt, in eine Lage des Vasallentums. Das französische Jahrzehnt hatte tiefe Auswirkungen auf die Struktur selbst des Reichs: Der Reformismus der ersten bourbonischen Zeitepoche, den man kurz zusammenfassen kann mit dem Umsturz des Lehnswesens, der neuen Regelung des Grundbesitzes und der Umwandlung kirchlicher Güter in private Güter, wurde fortgesetzt und vervollständigt.
Mit dem Untergang des napoleonischen Sterns beginnen sich Keime der Unabhängigkeit immer mehr zu öffnen und erhalten beste Hilfe von demselben Joachim Murat.
Am 17. Juni 1815 kehrt Ferdinand IV. nach Neapel zurück, während Sizilien seine Unabhängigkeit verliert und Teil des Königreichs beider Sizilien wird. Die Aufhebung vieler französischer Reformen und die Zulassung der Fürsten der Heiligen Allianz treffen auf eine deutliche Feindlichkeit im gebildetsten und großzügigsten Teil der Bevölkerung und begünstigen den Eintritt und die Arbeit politischer Geheimbünde.
Am 1. Juli 1820 eröffnet ein Militäraufstand jene kurze Zeit verfassungsmäßigen Lebens (7. Juli 1820-21. März 1821), die durch das Einschreiten der Österreicher beendet wird und die definitive Scheidung zwischen der bourbonischen Dynastie und der Bevölkerung des Reichs bekräftigt. Die Herrschaft von Franz I. (1825-30) wird von einer erbarmungslosen Niederschlagung des Aufstandes im Cilento gekennzeichnet.
Ferdinand II. (1830-1859) beginnt seine Herrschaft mit einer liberalisierenden Politik gegen jede österreichische Vormundschaft und mit dem Zugeständnis einer breiten Amnestie. Doch je mehr die Ansprüche der Liberalen reifen und sich festigen, desto mehr offenbart sich Ferdinand II. in Wirklichkeit als ein absoluter Herrscher und Gegner jeder politischen Neuheit. So kehrt man zurück zu den Konspirationen (Guipero 1844: Unternehmen der Brüder Bandiera).
Die Krise von 1848, die in revolutionärem und separatistischen Sinne von Sizilien eröffnet wurde und sich in Neapel in reformistischem und konstitutionellem Sinne entwickelt hat, ändert die Situation nicht und endet mit der plötzlichen und blutigen Reaktion vom 15. Mai 1848 und der Unterwerfung Siziliens im Mai 1849.
Unter dem neuen König Franz II. (1859-1860) hörte das Reich durch das Werk der Eroberung seitens der Garibaldiner und des piemontesischen Eingreifens auf, ein autonomer Staat zu sein, um ins Königreich Italien einzutreten. Dabei packte es eine beträchtliche Krise der Eingewöhnung ins politische, wirtschaftliche, finanzielle und kulturelle Bild des Königreichs an, die es in den Mittelpunkt der «questione meridionale» (süditalienische Frage) stellte.
Obwohl in einem Italien mit deutlich regionaler Prägung, zeichnen diese Geschichte und Kultur eine Trennung von Sitten und Gebräuchen und Mentalitäten, die nur ein langsamer und langer kultureller Prozess lösen kann.
In diesem Rahmen ist die Geschichte der Küche dieser Region sehr bezeichnend für die deutliche Spaltung zwischen Volks- und Hofküche, die erstere durch Armut geprägt, und die zweite durch Verschwendung, die auf die prunkvollen Bräuche der spanischen Höfe zurückzuführen ist.


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