Storia della Cucina Italiana Ristoranti Kampanien Ischia

Kampanien Kampanien

Kampanien

Ischia


Ischia ist die größte der parthenopeischen Inseln und schließt im Westen den Golf von Neapel ab. Sie gehört zum phlegräischem Vulkangebiet, mit dem sie genetisch verbunden ist.
Die - aus einem großen mittleren Krater kommenden - Eruptionen waren einst unterseeisch; später erfuhr das eruptierte Material ein allgemeines Anheben, auf das verschiedene weitere Eruptionen aus peripheren Öffnungen folgten. Der letze Ausbruch fand im Jahr 1301 statt. Die Insel erlitt auch verschiedene Erdbeben; das schwerste, das im Jahr 1883 stattfand, zerstörte Casamicciola (davon leitet sich das Sprichwort "fare casamicciola" ab; es bedeutet "fare un disastro", also ein Desaster zu machen).
Von der Vulkantätigkeit sind noch heute sichtbare Spuren vorhanden: in den Fumarolen und in zahlreichen mineralhaltigen Quellen, die an vielen Orten sprudeln. Das am dichtesten besiedelte Zentrum ist Ischia; weitere bemerkenswerte Zentren sind Casamicciola, Lacco Ameno, Fori'o, Barano und Serrara Fontana. Die Bevölkerung meidet die zentrale Gegend, die aufgrund der unwegsamen Natur nicht sehr günstig für die Ansiedelung von Menschen ist, und den Küstenstreifen im Süden und im Südwesten und ballt sich auf dem restlichen Gebiet.
Die Insel ist ein Ort für Urlaubs- und Kuraufenthalte. Ihre vulkanische Natur macht aus Ischia eines der größten Thermal-Zentren Europas. Quellen, Fumarolen und Fangobäder/-packungen findet man fast auf der ganzen Insel, mit gut ausgerüsteten und hochqualifizierten Zentren. Die Thermal-Praxis geht zurück bis auf die Römerzeit: die heutige Quelle von NITRO ist keine andere als diejenige, die die Römer der Nymphe Nitro'di, der Beschützerin des Quellwassers, gewidmet hatten.
Der Boden ist ziemlich fruchtbar und erlaubt daher den Anbau abwechslungsreicher Kulturen: Weinstöcke (die Weine sind sehr berühmt), Olivenbäume und Zitrusfrüchte in der Küstenregion; dazu Getreide, Kastanienbäume, Obstbäume, Gemüse und Obst... Eine weitere wichtige Ressource ist der Fischfang.
Die Geschichte von Ischia beginnt mit der griechischen Besiedelung (8. Jh. v. Chr.), die sich in schwer datierbare Prä-Existenzen einfügte. Die griechische Kolonie (Pithecussai) entstand auf dem heutigen Monte Vico: ein wahres "emporio" (Handelszentrum), das besucht wurde von Phöniziern, Etruskern und denjenigen, die verarbeitete Metalle und Vasen/Gefäße zu verkaufen oder kaufen hatten.
Sie war Eigentum von Hieron von Syrakus ab 474 v. Chr. In diesem Jahr eilte dieser mit einer Flotte heran, um den Einwohnern von Cumä zu helfen, die von den Etruskern bedroht wurden, gegen die er in den Fluten von Cumä einen glänzenden, vom Dichter Pindaro gepriesenen Sieg errang. Später bemächtigten sich der Insel die Neapolitaner, die sie bis zum Jahr 82 v. Chr. behielten, als Ischia durch das Werk Sillas in den Besitz der Römer, um im Jahre 29 v. Chr. definitiv an Neapel zurückzugehen, als Augustus sie im Tausch gegen Capri, in das er sich verliebt hatte, abtrat.
Von diesem Moment an fällt die Geschichte der Insel zusammen mit der Neapels, mit dem sie Schicksal und Glanz teilte.
Die neapolitanischen Einflüsse sind auch in der Kochkunst offensichtlich, da die Ischia-Küche ähnliche Merkmale hat, obwohl sie auch einige typische Gerichte aufweist. Wir erinnern unter den Fleischgerichten an das Rezept für die Zubereitung der «fucetetele a' ischitani» genannten Grasmücken, das vorsieht: Speck, Kapern, entkernte Oliven, Bauchfleisch, Schmalz und Petersilie. Man gart diese Vögel im Ofen in einem Tiegel. Ebenso wollen wir das «coniglio all'ischitana» (Kaninchen aus Ischia) erwähnen, das angemacht wird mit Öl und Schmalz, ein wenig Tomatensoße und ein Paar geschälten Tomaten, ein paar Knoblauchzehen (ganze Zehen, die vor dem Servieren herausgenommen werden), Weißwein und einer gehackten Mischung aus Petersilie, Chili und gehackten Zwiebelchen. Was den Fisch anbelangt, der auch in der Küche Ischias die Grundlage bildet, kann man die angebotenen Gerichte gleich stellen mit den neapolitanischen, wogegen wir einige interessantere Varianten im Bereich der Gemüse finden können: Da wären die «mulignane a' ischitano», ein charakteristisches Gericht dieser Insel, das aus folgenden Zutaten besteht: ein Kilogramm Auberginen, drei Knoblauchzehen, Basilikum, Petersilie, siebzig Gramm Kapern, hundert Gramm Bauchfleisch, siebzig Gramm gekochter Schinken, siebzig Gramm roher Schinken, vier geschälte Tomaten. Die Zubereitung ist sehr arbeitsaufwändig; ein altes Rezept empfiehlt folgende: "Man wasche und trockne die Auberginen sorgfältig. Mit einem Messer mache man tiefe Kerben in ihre Haut und gebe ein wenig Salz hinein. Man lasse sie ein paar Stunden ruhen, danach wasche und trockne man sie erneut. Man bereite eine Mischung zu aus dem gehacktem Knoblauch, der Petersilie, den Kapern, dem Basilikum, dem Bauchspeck, dem gewürfelten gekochten und rohen Schinken. Mit dieser Soße fülle man die Aushöhlungen der Auberginen. Man gare sie in den Tomaten auf kleiner Flamme".
Dann gibt es da noch die Rübensprosse, mit denen man besonders schmackhafte Orecchiette-Nudeln zubereitet, da sie mit Anschovis, Knoblauch, Chili, Parmesan- und Pecorinokäse verfeinert werden.
Die Küche dieser Insel basiert im Wesentlichen auf den Produkten einer sehr fruchtbaren Erde und eines fischreichen Meers, und dazu auf überaus geschmackreichen Ausarbeitungen, die eher das Ergebnis geduldiger Arbeit sind als luxuriöser Gewürze von jenseits des Meeres.
Köstlich sind die sehr alten Weine. Einigen historischen Quellen zufolge wurde der Weinstock hier von den ersten griechischen Siedlern eingeführt, die von der Insel Euböa stammten.
Die Präsenz des Weinstocks auf Ischia seit ältesten Zeiten wird bestätigt von historischen römischen Urkunden und von einer breiten mittelalterlichen Literatur, die seinen Anbau erwähnen und den Export des Weins auf das Festland dokumentieren.
Die Weine der Insel waren bereits seit dem 16. Jh. bekannt und beliebt; heute führt der Weinanbau der Insel mit sieben ausgezeichneten Produkten.
Der weiße Ischia hat eine strohgelbe oder ins Goldgelbe neigende Farbe, einen weinigen Geruch, einen milden und angenehmen trockenen Geschmack, einen richtigen, harmonischen Körper und einen Alkoholgehalt von mindestens 10,5°. Es wird auch die Sorte «superiore» produziert.
Der weiße Schaumwein hat einen feinen, anhaltenden Schaum, eine strohgelbe oder leicht goldgelbe Farbe, einen milden, angenehmen Geruch, einen frischen, trockenen und charakteristischen Geschmack, und einen Alkoholgehalt von mindestens 11,5°.
Der Biancolella präsentiert sich mit strohgelber Farbe und grünlichen Reflexen, mit weinigem und angenehmem Duft, trockenem und harmonischem Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 10,5°.
Der Forastera, mit gleichem Mindest-Alkoholgehalt, hat eine mehr oder weniger intensive strohgelbe Farbe, einen milden Geruch und einen trockenen Geschmack.
Die rote Sorte hat eine mehr oder weniger intensive rubinrote Farbe und ist weinig im Geruch, trocken im Geschmack, mit mittleren Körper, im richtigen Maße tannisch, bei einem Alkoholgehalt von mindestens 11°.
Den gleichen Alkoholgehalt weist der rubinrote Piedirosso oder auch Per'e palumno auf, dessen Geruch weinig und charakteristisch ist, bei trockenem Geschmack und mittlerem Körper, im richtigen Maße tannisch. Der Alkoholgehalt von 11°, steigt auf 14,5° an in der Sorte «passito» (Likörwein). Letzterer ist rubinrot, mit einer Tendenz ins Backsteinrote, bei charakteristischem Duft und trockenem und frischem Geschmack.


Hotel Rimini
Podere Il Gioiello
Club Hotel Costa Verde
Hotel Livigno
Hotel Sittnerhof Merano

 

Montegrotto Terme Hotel
Hotel Calabria