Storia della Cucina Italiana Ristoranti Latium Ein kurzer Blick in die Geschichte

Latium Latium

Latium

Ein kurzer Blick in die Geschichte


Die Geschichte Latiums und Roms ist von 1500 bis 1870 (die Bresche an der Porta Pia) stark geprägt vom Leben des Kirchenstaates. Die Kirche besaß bereits Ende des 6. Jh. einige Güter, auch wenn die Souveränitätsrechte im Dukat von Rom vom Oströmischen Reich ausgeübt wurden. Doch bereits im Jahre 727 rebellierte das Heer gegen den Kaiser und sofort danach erhielt der Papst das Schloss Castello di Sutri, das zum Zentrum der weltlichen Macht der Kirche wurde. Nach und nach entwickelte sich die Kirche im Widerstreit mit einigen Familien und mit Hilfe von anderen Familien des Stadtstaates Rom und anderen, externen Kräften.
Unter den Päpsten setzte sich vor allem Bonifaz VIII. zwischen dem ausgehenden 13. Jh. und dem beginnenden 14. Jh. für die Erschaffung des Staates ein, wobei er nichts unversucht ließ, um die stärksten Widersacher, das Adelsgeschlecht der Colonna, auszuschalten. Und auch die Wirren der Jahre, die mit dem Aufenthalt der Päpste in Avignon (1305-1377) zusammenfallen, schadeten der päpstlichen Monarchie nicht.
Die Päpste bewiesen, dass sie die Stärkeren waren, und es gelang ihnen, Familien und Zünfte zu unterwerfen, indem sie die besten Söldnertruppen anwarben. Ende des 15. Jh. schließlich wurde die Kirche Herrscherin über die gesamte Region, die mit anderen Gebieten den Kirchenstaat bildete. Der päpstliche Hof lebte die ganze Renaissance hindurch und auch die darauffolgenden zwei Jahrhunderte ohne den geringsten moralischen Skrupel in großem Luxus. Seine Macht demonstrierte er über die Künste und die Erbauung von Denkmälern. Die Stadt übernahm jedoch nicht die gewiss komplexe und raffinierte päpstliche Küche, trotz des enormen Einflusses, der auch über die Ufer des Tibers hinausgegangen ist, ohne aber die päpstlichen Palazzi und Kardinalsresidenzen zu verlassen.
Die französische Revolution und die napoleonischen Begebenheiten haben dann auch den päpstlichen Staat erfasst und Rom aus seinem schläfrigen Leben gerissen.
Im Jahre 1797 rückte Giuseppe Bonaparte (nach der Ermordung des Generals Duphot durch die päpstliche Gendarmerie) von der Cisalpinischen Republik aus in Richtung Rom vor: unter dem Schutz der französischen Bajonette rief die kärgliche Patrouille der lokalen Jakobiner im Campidoglio die Römische Republik aus.
Während der alte Papst Pius VI. Schutz in Florenz suchte, waren die Kardinäle dazu gezwungen, das Te Deum für das Ende der weltlichen Macht der Kirche zu singen. Doch die von den Patrioten und vom Befreiungsheer begangenen Diebereien und Übergriffe führten zu Widerstandsversuchen in der Stadt und auf dem Land, die schließlich zum Fall der “Eintagsfliege” der Römischen Republik führten. Der neue Papst Pius VII. sicherte eine gewisse Ordnung in der von der jakobinischen Welle verwüsteten Stadt, vor allem durch das Verdienst des energischen und geschickten Kardinals Consalvi.
Doch im Jahre 1809 waren die Franzosen erneut die Herren über Rom und der Papst begann sein fünfjähriges Exil in Frankreich.
So viel Mühe sich die Franzosen auch auf allen Gebieten (Verwaltung, Wirtschaft, Gesundheitswesen) gaben, um die traurige Lage der Stadt zu verbessern, die Römer zeigten trotzdem nie übermäßige Zuneigung zu den neuen Machthabern: im Gegenteil – es mangelte nicht an offenem Widerstand und an Revolten, besonders auf dem Land.
Nach dem Fall Napoleons und dem gescheiterten Versuch von Murat, sich der Stadt zu bemächtigen, kehrte Papst Pius VII. zurück und es begann die Restauration. Diese wurde immer strenger, als 1823 der enthaltsame und strenge Leo XII. (1823) Nachfolger auf dem päpstlichen Thron wurde.
Doch unter der oberflächlichen Strenge der von dem neuen Papst eingeführten Sitten lief das römische Leben weiterhin ab wie seit jeher – zwischen Festen und Abenteuern der Prinzen und Künstlern. Dagegen drangen im Volk die ersten Ideen von Freiheit durch und die Carboneria (Geheimbund der Karbonari) begann ihre Tätigkeit.
Im Jahre 1825, ausgerechnet während der Feierlichkeiten des Jubiläums, forderte das Schafott seine ersten Opfer. Der Sturm brach los in den ersten Jahren der Amtszeit des Papstes Gregor XVI. (1831-46). Dieser musste in den nördlichen Provinzen der ausgebrochenen Revolution entgegentreten und sechs Jahre lang die Besetzung derselben Provinzen seitens der französischen und österreichischen Streitkräfte erdulden.
Die Ideen der Karbonari und der Anhänger Mazzinis, die zunächst in einigen Schichten der Bourgeoisie um sich gegriffen hatten, durchdrangen längst das niedere Volk. Und das Werk von Gioberti, Primato morale e civile degli Italiani, das die patriotischen Freiheitsbestrebungen mit den katholischen Gefühlen versöhnte, löste unterschiedliche Gärungen der Erneuerung aus, mit denen Papst Pius IX. die Rechnung machen musste.
Das Klima in Rom wurde von Leidenschaften zum Glühen gebracht, die vom Streben nach Freiheit und nach der Verweltlichung des Staates bis hin zu diffusen Sehnsüchten nach sozialen Umformungen reichten. Die Gestalt von Ciceruacchio, Verkörperung der Volksseele, beherrschte die Szene; Rossi, der letzte Minister von Pius IX., fiel durch die Hand des Volkes.
Der Papst floh nach Gaeta; die Römische Republik wurde ausgerufen (1848) und von Mazzini geleitet. Sie hatte jedoch ein sehr kurzes Leben, denn die Streitkräfte des katholischen Europas folgtem dem Appell des Papstes im Exil, der schließlich nach dem Sieg der französischen Truppen wieder in Rom einziehen konnte.
Doch auch das Schicksal des päpstlichen Staates war gezeichnet. Das Volk von Rom orientierte sich nach und nach in Richtung der Lösung der nationalen Einheit unter savoyischer Ägide. Die vom Papst erst spät eingeführten Reformen, die angebotenen Schauspiele, der Bau der ersten Eisenbahnlinie, all das reichte nicht aus, um den Prozess des Italianismus zu stoppen. Dieser drückte sich aus in der Verhöhnung sowohl der päpstlichen als auch der französischen Truppen und in den Abkommen mit dem piemontesischen Heer, das in der Krim bzw. in der Lombardei beschäftigt war.
In diesen letzten turbulenten Jahren setzte sich ein lebhaftes intellektuelles und mondänes Leben fort, ganz eingeschlossen in die prunkvollen Salone der großen Patrizierfamilien, wie den Doria, den Borghese, den Torlonia, den Caetani.
Die Einnahme von Rom öffnet ein neues Kapitel im Leben der Stadt, die längst die Hauptstadt eines modernen Staates geworden war. In den Folgejahren nach der Befreiung von Rom nahm die städtische Entwicklung jenen Charakter progressiver Mischung aus den verschiedensten regionalen Beiträgen an, den sie dann stets beibehalten hat, Folge u.a. der starken Lockung, die die neue Hauptstadt als Zentrum der Arbeit und der Macht ausübte.
In der Zeit von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg blieben in Rom die politischen Traditionen von '49, die der Lehre Mazzinis entsprangen, stark. Neben diesem Rom überlebte das päpstliche Rom, das sich nach dem Protest von Pius IX. zunächst in Zirkel eingeschlossen hatte. Nun öffnete es sich, mit zunehmender Beteiligung der Katholiken, dem Leben des neuen Staatsgebildes, das sich in moderner Form als wichtiger Teil der städtischen Führungsschicht anbot. Dieser Prozess fand im Konkordat (1929), das der Dichotomie Staat/Kirche ein Ende setzte, die Bedingungen für seine Erfüllung mit der Zuerkennung des traditionellen Ansehens an den Vatikan.
Nach dem Fall des Faschismus und dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte sich mit der Rückkehr zur Freiheit die wahre Natur Roms zeigen: einerseits katholisch und gemäßigt, andererseits mit kommunistischen und sozialistischen Elementen, Erben der alten republikanischen Tradition und genährt vom sozialen Extremismus der immer größer werdenden Bevölkerung in den Vororten.
Und Rom wurde eine große Metropole, mit all ihren Widersprüchen, mit einem von dem Rest der Region losgelösten Leben, ausgestreckt in Richtung des gesamten Italiens und der Welt, und trotzdem mit starken, aus dem Umland kommenden Traditionen, mit einer auch in der Hauptstadt verwurzelten, volkstümlichen Kultur (man denke nur an die Gedichte von Belli und Trilussa, an die Stornellos, an gewisse Theaterstücke), die immer noch lebendig und gegenwärtig ist, auf allen Gebieten, auch in der Kochkunst.
Die volkstümliche Abstammung der römischen Küche ist in Anbetracht ihrer Rezepte für “arme Speisen”, mit den Ratschlägen zur Wiederverwendung, mit der Einfachheit der Gerichte und Menüs, unleugbar. Eine separate Betrachtung verdient die jüdische Küche, die in Rom sehr gegenwärtig ist, nicht nur im Kreis der Familien, sondern auch in den Restaurants und Trattorien und in besonderen, sehr alten Geschäften. Diese massive Präsenz ist bedingt durch die Tatsache, dass die ersten Juden in Italien in Rom wohnten und die Hauptstadt noch heute die zahlenmäßig größte jüdische Gemeinde beherbergt.


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