Ligurien

Ein kurzer blick in die Geschichte


Die einstige römische Region wurde zu Beginn des 4. Jh. mit der Region Emilia und zum Ende des Jahrhunderts mit dem von Rom aus gesehen jenseits des Pos gelegenen Gebiet der Transpadana vereint und hatte Mailand zur Hauptstadt.
Nach der Zeit des frühen Mittelalters erscheint es um die Mitte des 10. Jh. aufgeteilt in Marken und zwar in die marca arduinica (im Westen), die marca aleramica (in der Mitte) und die marca obertenga (im Osten). Aus diesen Marken stammen die bedeutendsten Lehnsfamilien der Region.
In dieser Region ist der Kampf zwischen den verschiedenen Lehnsherren und den Bischöfen sehr lebhaft und er gibt den Anstoß zu den Stadtstaaten, die sich an der Verteidigung der Region gegen die Sarazenen, an den Kreuzzügen und an dem Handel mit Übersee beteiligen. Jedoch wird ihre Geschichte völlig beherrscht von den Beziehungen zu Genua, das sich politisch und kirchlich gegen die Stadtstaaten der Riviera, gegen die Lehnsherren, gegen Pisa, im Apennin und in der Riviera di Levante ausbreitet, wo die Grafenfamilie der Fieschi bis zum 16. Jh. widerstand. Vor allem jedoch widerstand die Riviera di Ponente aufgrund der Gegenwart von zahlreicheren und stärkeren Stadtstaaten (Ventimiglia, Albenga, Savona) und von mächtigen Lehnsfamilien wie den Grafen von Ventimiglia und den Marchesen von Finale. Diese Kämpfe dauerten mit unterschiedlichen Geschicken das ganze 18. Jh. an. Im Jahre 1805 verlor Ligurien seine Unabhängigkeit und seinen Namen, da es von Frankreich in Departements aufgeteilt wurde. Ab dem Jahre 1815 - nach dem Fall Napoleons und dem Wiener Kongress - gehörte es unter dem Namen Herzogtum von Genua zum Königreich Sardinien-Piemont der Savoyen und seit dem Jahr 1861 ist es unter der Bezeichnung Ligurien in den neuen italienischen Staat einverleibt.
Die Einfälle der Sarazenen, die Kreuzzüge und der Seehandel kennzeichneten durch die Einfuhr neuer Produkte und der Gewürze die örtliche Küche.