Storia della Cucina Italiana Ristoranti Lombardei Ein kurzer blick in die Geschichte

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Lombardei

Ein kurzer blick in die Geschichte


Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der lombardischen Völker hatte sicherlich die große keltische Völkerwanderung in Richtung Poebene zwischen dem 6. und dem 5. Jh. v. Chr.: die Insubrer gründeten Mailand, den Orobern verdanken wir die Gründung Bergamos und auf die Zenòmanen geht die von der Stadt Brescia, die das mächtigste Zentrum des Gebietes wurde, erlangte Bedeutung zurück.
Zwei Jahrhunderte später dehnten die Heere Roms ihre Herrschaft auf die gesamte Poebene aus, die später mit der Via Aemilia verbunden wird.
Am Ende des 5. Jh. n. Chr. fällt die Poebene nach der Niederlage des Barbarenkönigs Odoaker unter die Kontrolle von Theoderich, bis mit dem Vorrücken der Langobarden (568-72) Pavia zum Hauptsitz des neuen Reichs wird. Die langobardische Herrschaft dauert zwei Jahrhunderte an, die entscheidend sind für die Entwicklung einer Kultur, in der neue Elemente in den verschiedenen menschlichen und religiösen Tätigkeiten sich in die weströmische Welt einfügten, die wieder nach oben kommen musste von der völligen Dekadenz, in die sie mit ihrem letzten Kaiser Romulus Augustulus (476) gefallen war.
Auf die Langobarden folgten die Franken, die – wie es Manzoni in der Tragödie Adelchi besingt – mit der Gefangennahme von Desiderio in Pavia seitens Karl des Großen das Regnum Italicum mit Hauptsitz in Pavia gründeten. Mit dem Kaiser Otto I. gehörte die Lombardei dem Hl. Römischen Reich an und im Jahre 1155 wurde Friedrich Barbarossa zum König Italiens. Gegen jenen Kaiser Rotbart, der von Carducci in der Ode ”Il giuramento di Pontida” besungen wird, bildete sich in antikaiserlicher Funktion die erste Lega Lombarda (Lombardischer Bund) zwischen den Städten Mailand, Bergamo, Lecco, Cremona, Mantua und Brescia und nach der Niederlage von Barbarossa in Legnano erhielten die Städte der Lega kommunale Rechte und Autonomien, die eine beträchtliche wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des ganzen Gebietes erlaubten. Man denke nur an das Ereignis von epochaler Bedeutung für die Bildung einer neuen Welt, das die Eröffnung der Straße des St. Gotthard von Mailand ins Rheinland über Luzern und Basel darstellte.
Doch im Jahr 1278 verfallen die Autonomien, da Ottone Visconti, Erzbischof von Mailand und Anführer der Adelspartei zum Herr über Mailand ausgerufen wird: damit beginnt die Signoria Viscontea, die mit wechselnden Geschicken bis zum Jahr 1450 andauert, als Francesco Sforza, Schwiegersohn von Filippo Maria Visconti (der ohne Erben verstarb), Herzog von Mailand wird.
Die Signoria der Visconti zeichnete eine Zeit großer kultureller Entwicklung: in den letzten Jahrzehnten des 14. Jh. ließ Galeazzo Visconti das herrliche Schloss von Pavia erbauen, in dem er sich gerne mit Literaten und Künstlern umgab, darunter Petrarca, der lang bei der Signoria Viscontea lebte.
Galeazzo Visconti verdanken wir die Gründung der Bibliothek des Schlosses, die reichhaltig und berühmt wurde und nun der Universität Pavia gehört. Auf Galeazzo folgte dessen Sohn Giangaleazzo, großer Prinz und Mäzen, an dessen Hof die größten Köche der damaligen Zeit arbeiteten und prunkvolle Bankette zubereiteten, auf denen es reichlich Fleisch vom Rind und Wild gab.
Die ganze Region erlebt eine Zeit großer kultureller Entwicklung, die von den in den verschiedenen Städten von den größten Künstlern der Zeit verwirklichten Kunstwerken bezeugt werden. Darunter auch Leonardo da Vinci, der im Jahre 1483 nach Mailand kam, um die Vergine delle Rocce im Auftrag der Confraternita dell’Immacolata Concezione zu verwirklichen, und lange Jahre in der gesamten Region arbeitete.
Es sind auch Jahre großer Handelsaktivitäten, die der Novellendichter Matteo Bandello folgendermaßen bezeugt: «In Bergamo und in seinem Umland haben die Menschen die Gewohnheit viel zu handeln, fast wie die Genuesen».
Doch der wirtschaftliche Reichtum, der so viel kulturelle Entwicklung und ein prachtvolles Hofleben ermöglichte, wurde von den Kämpfen zwischen Frankreich und Spanien getrübt, die um das Herzogtum stritten, bis es der von Frankreich unterstützte Anwärter, Carlo di Gonzaga-Nevers, erhielt. Die in Mailand genau im Jahr 1628 ausgebrochene Pest (beschrieben von Manzoni in Die Verlobten) stürzt die gesamte Lombardei in die Armut, die das ganze Jahrhundert anhält.
Mit wechselnden und komplexen Geschicken und sich daraus ergebenden zahlreichen sowohl spanischen als auch französischen Einflüssen auf die Städte der Lombardei wurde die Region Mitte des 18. Jh. zwischen Maria Theresia von Österreich, der der Besitz der westlichen (die Provinzen Bergamo und Brescia) und der südlichen Lombardei zufiel, und Karl Emanuel III. von Savoyen, der das pavesische Gebiet jenseits des Po, die Lomellina und das Alto Novarese erhielt, aufgeteilt.
Mailand wird ein bedeutendes Zentrum auf europäischer Ebene aufgrund der Beziehungen, die es mit Österreich, der Schweiz und Frankreich unterhält, und die gesamte Lombardei entwickelt sich auch demographisch so sehr, dass sie zum Ende des Jahrhunderts gute 2.150.000 Einwohner zählt.
Das Erscheinen Napoleons auf der italienischen politischen Szene bringt das geopolitische Bild Norditaliens durcheinander. Im Jahre 1797 wird die Cisalpinische Republik mit der Hauptstadt Mailand gebildet, die die Lombardei, Bologna, Ferrara, Modena, Reggio und das Polesine umfasst und im Jahre 1801 in die Italienische Republik umgeformt wird. Doch der Stern Napoleons leuchtet nicht lange: nach seinem Fall werden die Lombardei und Venetien an das habsburgische Reich angegliedert und noch einmal erfreut sich die Region eines wirtschaftlichen-kulturellen Aufschwungs, von dem Stendhal während einer Reise von Mailand nach Pavia schreibt: «Das Land ist das reichste Europas. In jedem Moment entdeckt man Bewässerungskanäle, die es so fruchtbar machen; man fährt an einem schiffbaren Kanal vorbei, auf dem man von Mailand bis Venedig, vielleicht sogar nach Amerika fahren kann».
Doch die Lombarden akzeptieren das österreichische Joch nicht, das, wenn es auch eine gute Leitung der Region in Bezug auf Verwaltung und Wirtschaft versichert, strengstens jede Bewegung der Unabhängigkeit oder der italienischen Art unterdrückt. Z. Bsp. wurde zwar bereits ab dem Jahr 1818 in der Lombardei-Venetien die Pflicht der Grundschulbildung eingeführt, doch es ist außerdem wahr, dass die wissenschaftliche-literarische Zeitschrift «Il Conciliatore», Organ der Schlacht der romantischen Bewegung, deren erste Ausgabe im gleichen Jahr herauskommt, im Folgejahr von der österreichischen Zensur abgeschafft wurde.
Die Rebellion gegen die fehlende Freiheit der Meinungsäußerung ist der Ausgangspunkt erster antiösterreichischer Unruhen, deren Hauptpersonen Adelige und Bürgerliche sind; ein langer Weg führt auch die Arbeiterklassen zu der Notwendigkeit der Befreiung und zur endgültigen Befreiung vom österreichischen Joch durch das Einschreiten der Savoyen: im Jahr 1859 wird die Lombardei abgetreten an Viktor Emanuel II. von Savoyen, der 1861 zum König von Italien ausgerufen wird.
Die Lombardei gehört mit 3.104.838 Bewohnern zu den fortschrittlichsten und aktivsten Regionen des neuen Staates; in der Landwirtschaft sind 1.086.028 Personen beschäftigt, in der Industrie und im Handwerk 459.044.
Ein großer kultureller Eifer belebt die gesamte Region: im Jahre 1876 erscheint die erste Ausgabe des «Corriere della Sera», den Eugenio Torelli Viollier zur Unterstützung der politischen Tradition der cavourtreuen Rechtsliberalen gründete.
Die Eröffnung (1882) des Eisenbahntunnels des St. Gotthard begünstigt das Einreihen Mailands und der Lombardei in den Handelskreislauf Nordeuropas, den stets andauernden Prozess der Industrialisierung des Landes und außerdem die Vorrangstellung Mailands und der gesamten Region auf dem Gebiet der italienischen Produktion.
Doch die Lombardei ist auch eine landwirtschaftliche Region (sie steht in Italien an zweiter Stelle hinter der Emilia Romagna) mit ihrer Reisproduktion in der Lomellina, mit dem Futterpflanzenanbau in den Ebenen für die Ernährung Tausender Rinder und Schweine und mit einer Landwirtschaft, die im Valtellina als heldenhaft bezeichnet wurde: dort wechseln sich die Obstgärten an den Füßen der Berge, die mit Weinstöcken übersät sind, mit den hochwertigen Bewirtschaftungen des jenseits des Pos liegenden Pavese, des Bergamasca und des Bresciano ab.
Die Fruchtbarkeit des Bodens und die menschliche Arbeit erlauben eine blühende Landwirtschaft, die ein großes Netz an handwerklicher und industrieller Verarbeitung von Nahrungsmitteln ermöglicht. Einige davon werden lokal verzehrt (wie der Käse “bagoss”) oder sind an besondere Traditionen gebunden (wie z. Bsp. das Hirsebrot “pan de mei”, das man am Tag des Hl. Georg in der Hoffnung auf eine gute Saison isst), andere haben sich auf nationaler Ebene durchgesetzt wie der Käse Bel Paese. Letzterer geht auf das Jahr 1906 zurück, als Egidio Galbani, inspiriert von den französischen Käsen einen Käse mit leichterem Geschmack und weniger intensivem Duft erschaffen und den Italienern anbieten wollte und ihn Bel Paese nannte in Anlehnung an den Titel des Buches von Abt Antonio Stoppani. Dieses 1875 herausgegebene Buch hatte bei dem italienischen Bürgertum großen Erfolg, da der Autor sehr geschickt darin war, der politischen Notwendigkeit einer Stimulierung des Einheitsbewusstseins die Beschreibung der italienischen Schönheiten aufzudrängen.


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