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Curiosità e prodotti tipici Curiosità e prodotti tipici

Liköre und Destillate


Die Liköre der Marken gehören einer alten Tradition an, die an die Gegenwart zahlreicher Klöster gebunden ist. Diese widmeten sich seit dem 15. Jh. der Zubereitung von Getränken, die noch heute von vielen Brennereien nach alten Rezepten hergestellt werden. Aufgrund seines Ruhms sticht besonders einer heraus: der Anislikör, dessen Rohstoff vor allem im Gebiet um Ascoli Piceno in großen Mengen produziert wurde. Anfang des 19. Jh. ging die Destillation von den Klöstern auf private Unternehmer über.


ANISETTA

Silvio Meletti, Inhaber des historischen Cafés an der Piazza del Popolo, lancierte den süßen und milden "Anisetta Meletti", den man morgens trinken kann und der ausgezeichnet zum Dessert schmeckt. Mit Wasser verlängert ist er dagegen durstlöschend und verdauungsfördernd. Manch einer trinkt ihn mit der «mosca», d.h. mit ein Paar in den Likör gelegten Kaffeebohnen, wie man es in Rom mit dem Sambuca macht.
Das alte Café Meletti hat, nachdem es ein paar Jahre geschlossen war, auf Initiative der Cassa di Risparmio von Ascoli Piceno Anfang 1999 wunderbar renoviert wieder geöffnet und die den Einwohnern von Ascoli so teure Tradition, den Anisetta zu schlürfen, wieder aufleben lassen.


BALSAMO CAGLIOSTRO

In San Leo stellt man den alten "Balsamo Cagliostro" her. Man erzählt sich, dass dieses Getränk von Cagliostro selbst erfunden worden sei, doch diese Annahme ist äußerst unwahrscheinlich. Der Ärmste wurde vom Papst, der dessen Freimaurertätigkeit überhaupt nicht schätzte, hinter Gitter gebracht. Jahrelang verbrachte er in einer Zelle eingesperrt, in der er durch ein offenes Loch in der Decke ernährt wurde. Er wurde verrückt und kam erst nach seinem Tode wieder aus der Zelle heraus. Da ist es schon sehr zweifelhaft, dass er unter diesen Bedingungen Lust gehabt haben könnte, Balsame und Liköre auszuprobieren. Doch wie auch immer, der «balsamo Cagliostro» ist ein ausgezeichneter Magenbitter aus Lakritzwurzeln, ohne Zugabe von Farbstoffen oder anderen künstlichen Substanzen.


CAFFE' SPORT

Ein weiterer Likör aus den Marken, ebenfalls sehr bekannt, ist der Caffe' Sport Borghetti. Dieses "Bombenkonzentrat" aus Kaffee und Likör hat der Eigentümer des im 19. Jh. für das Einweihungsfest der Eisenbahnlinie Bologna-Pescara-Ancona bekannt gewordenen Cafés von Ancona erfunden.


MISTRÀ

Im Jahre 1868 begann der Drogist Giacomo Varnelli mit der Produktion des «amaro Sibilla», der aus Kräutern und Wurzeln der Monti Sibillini unter Zugabe von Honig gewonnen wird. Er hatte sofort großen Erfolg. Das Unternehmen existiert heute noch und die der vierten Generation angehörenden Erben stellen einen ausgezeichneten "mistra'" her: man erhält ihn durch Aufguss von grünem Anis auf hochprozentiger Basis unter Zugabe (in einigen Fällen) von Stellato Cinese. Der Mistra' und der Anisetta entstanden aus dem Brauch, aus Traubenresten extrahierten Alkohol zu aromatisieren. Der Alkoholgehalt ist mittelstark, reich an Aromen und wohltuenden Eigenschaften. Der Mistra' (von Misithra oder auch Misistra, einer byzantinischen Stadt, aus der die Venezianer den Anislikör importierten) ist heute der bekannteste und auch bezeichnendste unter den Likören der Marken; im Ascolano und im Maceratese ist er sehr verbreitet.
Das Unternehmen stellt außerdem den «persico», den «caffe' moka» und den «mandarino» her. Der «persico», der mehr als zwanzig Jahre gereift ist, hat einen intensiven, doch milden Pfirsichgeschmack und wird als Zutat für Cocktails und Longdrinks oder zum Aromatisieren von Sekt oder Champagner verwendet. Der «caffe' moka», mit mäßigem Alkoholgehalt, ist reiner Kaffee, ohne Zusatz von Duft- oder Farbstoffen; man serviert ihn "liscio" (pur) zum Dessert oder über Speiseeis gegossen. Der «mandarino» hingegen ist ein süßer Likör, der aus der gleichnamigen Frucht gewonnen wird; man kann ihn "liscio", gemischt oder als Punsch kosten.
Der Mistra' wird aufgrund seines intensiven Aromas pur oder als Beimischung zum Kaffee serviert. Ebenso ausgezeichnet schmeckt er als Magenbitter, und, verdünnt mit frischem Mineralwasser ohne Kohlensäure, als Durstlöscher; oder man gibt ein paar Tropfen über das Zitronensorbet oder frischt Konditorcremes geschmacklich mit ihm auf.
In der Küche verwendet man ihn, um das bereits gare Kaninchen "in porchetta" zu flambieren und um das Carpaccio zu marinieren.


MORETTA DI FANO

Das Getränk "moretta fanese" ist aus einer merkwürdigen Geschichte entstanden: man sagt, dass es ursprünglich eine empirische Formel war, erfunden in einem Lokal aus Fano, um sie dem Kaffee vor und nach dem Fischfang auf dem Meer hinzuzufügen. Es handelt sich um eine Mischung aus Rum, Anis und Brandy, die man zwar auch so trinken kann, jedoch vor allem als Zugabe zu einer kochendheißen Tasse Kaffee gedacht ist.


SAPA (gekochter Most)

Auch diese alte Zubereitung ist eine Art, den Most zu verwenden. Die Zubereitung erfolgt durch das Kochen des Mosts von weißen und schwarzen Trauben, bis sie zu zwei Dritteln eingekocht ist. Nach dem Abkühlen wird dieser dickflüssige und süße Sirup in Glasflaschen geschüttet, in denen er lange Zeit aufbewahrt wird. Man verwendet ihn zum Anmachen von Polenta oder für die Zubereitung von Süßspeisen.


VINO COTTO (gekochter Wein)

Diese hausgemachte Zubereitung hat ihre Wurzeln in der Bauernkultur und ist vor allem im Maceratese und im Fermano gebräuchlich.
Einst war der "vino cotto" großen Gelegenheiten vorbehalten wie der Getreideernte; wenn ein Junge auf die Welt kam, legte man ein Fass beiseite, um es am Tag seiner Hochzeit zu trinken; außerdem befeuchtete man mit dem "vino cotto" die Beine und die Arme der Neugeborenen, um sie zu kräftigen.
Man gewinnt ihn aus gemischten Trauben verschiedener Sorten, die zunächst in der mechanischen und danach in der hydraulischen Presse gepresst werden. Der Most wird in Kupferkesseln auf Holzfeuer auf zwanzig Prozent oder weniger der Anfangsmenge eingekocht. Während des Kochens schöpft man ihn ab, um Unreinheiten zu entfernen; danach füllt man ihn, noch kochend heiß, in kleine Fässer um, in denen man ihn viele Jahre lang aufbewahrt. Sein Verkauf ist nicht gestattet.


VISCIOLATO

Diesen Wein hat man praktisch aus der Vergangenheit wiedergeholt, war doch seine Zubereitung schon fast in Vergessenheit geraten. Heute wird er zu Hause in einigen Teilen des Anconetano, des Pesarese und des Maceratese hergestellt. Manch einer bereitet ihn mit dem Neuen Wein zu, andere wiederum mit gereiftem Wein, doch in jedem Fall ist die Hauptzutat die "visciola", eine Wildkirsche der Sorte Prunus cerasus, der Sauerkirsche ähnlich. Einige gewinnen ihn durch das Trocknen dieser Art Sauerkirschen an der Sonne, ihrem anschließenden Mahlen und Vermischen mit dem Wein vom Vorjahr. Man lässt die Mischung erneut gären, bis der gewünschte Geschmack erreicht ist, und blockiert sie durch die Zugabe von Alkohol, der auch zum Ausgleich des starken Zuckergehaltes dient.
Andere geben den Kirschsirup zu Rotweinmost und schmecken ihn nach einer nicht vollständigen Gärung mit Alkohol ab, um den Geschmack auszugleichen und sein Altern zu gewährleisten.
Es handelt sich um einen klassischen Dessertwein, der sich gut mit den rustikalen Geschmacksnuancen der Tradition vermählt und ein klassisches Geschenk zum Zeichen der Gastfreundschaft ist.

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