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Curiosità e prodotti tipici Curiosità e prodotti tipici

Süßspeisen


Die sardische Kunstfertigkeit auf dem Gebiet der Süßspeisen ist einer der anziehendsten Aspekte der Inselgastronomie; und nicht nur was die Qualität der Produkte anbelangt, sondern auch aufgrund der besonderen und anmutigen Geschicklichkeit der Frauen bei der Herstellung dieser Süßspeisen. Sie haben es nämlich verstanden, Formen und Geschmacksnuancen von seltenem Reiz durch das Verwandeln jahrhundertealter Traditionen zu kreieren. Das Dessert hat in Sardinien stets eine Bedeutung, einen eigenen Charakter und einen besonderen Anlass, inspiriert durch einen Jahrestag, eine besondere festliche Gelegenheit, und den Wunsch, den Gast zu ehren. Einfach und zugleich außergewöhnlich sind die Zutaten: Honig, Safran, Mandeln, Schalen von Zitrusfrüchten, Orangenblütenwasser, in manchen Fällen frischer Käse.
Wir wollen an die typischsten Süßspeisen Sardiniens erinnern, die an die wichtigsten Feste gebunden sind.


ARANZADA

Diese kandierte Süßigkeit aus dem Gebiet um Nuoro besteht aus Orangenschalen, die in Honig gekocht werden zusammen mit in Stifte geschnittenen Mandeln. Die Mischung wird nach dem Abkühlen in Rechtecke oder Rauten geschnitten und danach in typische Papiermanschetten für Gebäck gelegt. In der Tradition des Gebietes von Nuoro war dieses Gebäck eine klassische Gabe an die Taufpaten und -patinnen als "torradura", d.h. als "Dankeschön".
Am Feiertag des San Giovanni (24. Juni, Hl. Johannes) setzt sich die Tradition der Johannisfeuer in vielen Dörfern Sardiniens fort.
Besonders ist das Fest von Lula, in der Provinz von Nuoro, wo Holzstöße vorbereitet und danach angezündet werden. Zum Schluss wird auf der Asche ein "albero della cuccagna" ("Baum des Schlaraffenlandes", ein mit Preisen behängter glitschiger Klettermast) aufgestellt, der die jungen Leute des Dorfs mit lukullischen Genüssen zum Wagnis verlockt. Allen Anwesenden wird dabei die typische "aranzada" angeboten.


AMARETTI

Es sind die traditionellsten und meistverbreiteten Kekse und als Klassiker auf Hochzeiten und Taufen zu finden. Sie sind hier weicher als woanders und locker, und erwecken fast den Eindruck, als ob sie aufgegangen seien. Doch sie beinhalten als Zutaten nur süße und bittere Mandeln, Zucker und geriebene Zitronenschale, die mit zu Schnee geschlagenen Eiweiß vermengt wurden. In der Form sind sie rundlich und oval und häufig ziemlich groß.
Besonders berühmt sind die Amaretti aus Carloforte.


CANDELAUS

Es handelt sich um kleine kandierte Süßigkeiten aus dem Gebiet von Campidano: ein hauchdünner Teig umhüllt eine Mandelmasse. In einigen Fällen haben sie auch die Form von kleinen Körbchen und werden gefüllt mit einer Masse aus mit Orangenblütenwasser aromatisierten Mandelhobeln. Dabei wird besonders die Formvielfalt (als Kegel, kleiner Stumpf oder kleines Tier) und die Dekoration mit bunten Zuckermandeln gepflegt.

Zu Ostern werden im zentralen und nördlichen Sardinien die "casadinas" und die "pardulas" zubereitet.


CASADINAS E PARDULAS

Bei den "casadinas" handelt es sich um kleines Gebäck, das mit frischem geriebenem Pecorinokäse gefüllt und mit Zucker, Safran, Vanille, Zitronen- oder Orangenschale gesüßt und duftend gemacht wird.
Die für den südlichen Teil der Insel typischen "pardulas" verwenden anstelle des Pecorino den Ricotta.


Der Hochzeitskuchen ("il dolce della sposa", also eigentlich der Kuchen der Braut) hat sehr alte Ursprünge, wird er doch bereits in verschiedenen Dokumenten aus dem 17. Jh. zitiert. Der Grundteig besteht aus Mehl, Wasser, Salz und Schmalz und die Füllung aus Äpfeln, Haselnüssen, Zimt und Orangenschale. Die schwierige Zubereitung dauert lange. Das Endergebnis ist eine weiße Rose, die auch nach dem Backen völlig unversehrt ist.


GATTÒ

Die traditionellen, bereits von Grazia Deledda genannten "gatto'" sind den "aranzada" von Nuoro ähnlich. Zu dem Teig aus Honig und Zucker werden außerdem Mandeln und Orangenschale gegeben. Heutzutage ist die häufigste Form die Raute, doch einst hatte dieses Gebäck unterschiedliche Formen, je nach Fantasie des Kochs.


GUEFFUS

Diese einfachen Kekse werden mit Mandeln und außerdem Zucker, Zitronensaft und Orangenblütenwasser zubereitet und in pastellfarbenes Seidenpapier eingepackt.


MUSTAZZOLU

Es handelt sich um einen typischen Keks aus dem Gebiet um Oristano, der aus konzentriertem Most, Mehl, Zucker und Hefe hergestellt wird. Die bei wiederkehrenden Festen und lokalen Riten angebotenen "mustazzolu"-Kekse gelten als eine der ältesten Süßigkeiten Sardiniens.


PANE 'E SAPA

Die "sapa" ist ein konzentrierter gekochter Traubenmost und Hauptzutat dieser Süßigkeiten, die an Allerheiligen und Allerseelen angeboten werden.
Zu dem Most gibt man Wasser, Grieß, Mandeln und Rosinen.
Nachdem er eine Nacht geruht hat, wird der fest gewordene Most in kleine Rauten geschnitten und mit kleinen bunten Kugeln verziert.


PAPASSINUS

Es handelt sich um das klassische Gebäck aus Oristano: unter einen Teig aus Mehl, Zucker, Eiern und Schmalz oder Butter werden Rosinen, gehackte Mandeln und Walnusskerne, Anissamen, gemahlene Gewürznelken und Zimt gemengt. Nach dem Schneiden in Rauten und dem Backen im Ofen werden die Papassinus in buntes Papier eingewickelt oder dem Gast auf einem Tablett angeboten.
Einst traditionelle Leckerei an Weihnachten und Allerheiligen, sind sie heute ein "alltägliches" Erzeugnis der Konditoren von Oristano. In anderen Dörfern Sardiniens werden ähnliche Süßwaren mit dem Namen "pabassinas" angefertigt, deren Teig jedoch keine Gewürze vorsieht.


SEBADAS

Eine überraschende Leckerei: zwei Platten von nicht aufgegangenem Teig, eine Füllung aus säuerlichem frischem Käse, Grieß, Orangen- oder Zitronenschale. Man isst sie in Olivenöl goldbraun ausgebacken, noch warm, bestrichen mit dem leicht bitteren Erdbeerbaumblütenhonig.
Die Sebadas sind eng mit der Schafzuchtkultur verbunden: sie waren der Willkommensgruß der Frauen für die Schäfer, die von der Transhumanz heimkehrten


SOSPIRI

Diese rundlich geformten Süßigkeiten werden aus gehackten Mandeln, Zucker, Zitrone und Saft oder geriebener Schale von der Orange hergestellt und in buntem Papier verpackt. Sie sind ein Begrüßungsgeschenk für den Gast.


TORRONE

Der sardische Torrone wird vor allem in den Gebieten von Tonara, Desulo, Pattada und Ales hergestellt und unterscheidet sich von den anderen Torronesorten durch seine Weichheit und den intensiven Honigduft. Das traditionelle Rezept sieht für die Zubereitung Gebirgsblütenhonig, Eiweiß und Mandeln oder Nüsse vor. Charakteristisch ist die Verpackung in kleinen Rechtecken, die mit ausgefranstem Seidenpapier in leuchtenden Farben eingewickelt werden.

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