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Weine


Der Weinstock wird auf dieser Insel seit undenklichen Zeiten angebaut; manch einer behauptet, dass er von den Phöniziern eingeführt wurde, andere meinen, er sei eine einheimische Pflanze. Als sicher gilt, dass die erste massive Einwanderung auf die Insel die phönizische war, gefolgt von den griechischen Siedlern, die vor dem 7. Jh. v. Chr. kamen: die beiden Völker begannen alsbald mit der Vermarktung des Weins entlang der Mittelmeerküsten.
Als die Karthager auf der Insel einfielen, beschädigten sie – sowohl als Repressalie als auch zum Schutz der Weine ihrer Heimat – eine Vielzahl der mit Weinstöcken angebauten Felder und sie legten eine rigorose Beschränkung auf. Mit der Zeit jedoch förderten dieselben Eindringlinge für den eigenen Bedarf den Anbau der Trauben.
Während des Römischen Reiches bestand seitens der Besetzer ein gewisses Interesse am lokalen Wein; trotzdem privilegierten sie den Anbau von Weizen - zum Nachteil des Weinstocks, der nichtsdestotrotz weiterhin präsent war, dank der Qualität seiner Erzeugnisse sogar mehr als in anderen Provinzen und Regionen.
Mit den Einfällen der Barbaren erlitt er einen Zusammenbruch, um in den begrenzten "Inseln" der Klöster wieder zu erscheinen und später dann von den Seerepubliken Genua und Pisa bis zum 14. Jh. erneut lanciert zu werden. So stellte man im Hinterland von Cagliari und Alghero und im Tirso-Tal bis zum 16. Jh. ausgezeichnete Weine her, die nicht nur vor Ort, sondern auch in anderen Gebieten der Insel und auf dem Festland getrunken wurden.
In Andrea Baccis (Arzt und Naturforscher, lebte im 16. Jh.) Werk "Trattato De naturalis vinorum historia" ist den Weinen Sardiniens ein interessantes Kapitel gewidmet, das diesem Landstrich eine lange Tradition der Qualität bei Weinbau und Weinerzeugung attestiert. Bacci schreibt: «Strabo erwähnt Sardinien als ein glückliches Land in allen Dingen, besonders aufgrund der Fruchtbarkeit von Weizen und Getreide jeder Art; und die Schriftsteller unserer Zeit sagen, dass seine Felder sehr üppig sind, so dass es fast ein zweites Sizilien ist, und dass es wegen der Beschaffenheit seines Bodens überfließt an ausgezeichneten Weinen, besonders an Weißweinen und an nicht abgelagerten Weinen. Zwei Dinge jedoch stehen dort im Wege: erstens, dass die Insel, was das außerordentlich fruchtbare Land anbelangt, seuchengefährdet ist (wie auch Strabo sich erinnert), besonders während der Sommerhitze; zweitens (die guten Bewohner Sardiniens mögen mir vergeben), dass jene Völker von einer allgemeinen Trägheit befallen sind, denn sie lassen zu, dass die besäten Felder gemeinsam mit ihnen Muße tun, und vernachlässigen sie zum großen Teil, ohne sie zu bestellen, bis zum Sommer. Da sie sich meistens der Jagd widmen, besuchen sie die Wälder, die fruchtbar an herrlichen Bäumen sind, und pflanzen sie an, um aus ihnen Holz für den Schiffsbau und für das Gebälk ihrer Gebäude zu gewinnen, und sie senden große Schiffsladungen davon bis nach Rom und anderen Orten. Da sie keinen großen Gebrauch vom Wein machen, weil ihr Geschmackssinn spärlich entwickelt ist (obgleich sie dabei sind, zivile Sitten zu assimilieren), und sich damit zufrieden geben, Wasser zu trinken, ist es nicht verwunderlich, dass sie keine Weinberge anlegen und auch keine Weinstöcke kultivieren, und dass sie, mit Ausnahme der Baum-Weinstöcke, die sich an bestimmten Orten finden, meistens daran gewöhnt sind, einen bäuerlichen Wein aus Lambrusco-Trauben zu pressen [...] Dieses Land verfügt über eine überdurchschnittliche Fruchtbarkeit, sowohl für Getreide als auch für Öl, und eine reichliche Produktion an Weinen. Oft ist es für den Anbau von weißen Trauben bestimmt, da diese natürlich gedeihen; aber es gibt dort ebenfalls viele Rotweine und nicht abgelagerte Weine, welche mit einem einfachen Kochen in den Weinpressen eine mittlere und sehr leichte Substanz erlangen. Diese Weine überlässt man eher den Inselbewohnern, und soweit ich weiß und gehört habe, sind sie nie nach Italien gebracht worden.
Dann fiel mit der spanischen Invasion wieder Dunkelheit über den Weinbau der Insel; erst mit der piemontesischen Herrschaft blühte er wieder auf, um später, gegen Ende des 19. Jh., wieder vollkommenen aufgegeben zu werden, und zwar aufgrund der Reblaus-Invasion. Ganz allmählich entstand er wieder neu: die Einführung von amerikanischen Wildlingen erlaubte das Überleben der Weinstöcke und hochgradige, duftende, herrliche, starke und unverfälschte Produktionen. Die mit diesen Eigenschaften ausgestatteten Weine waren sehr gefragt, auf der Halbinsel und auch in anderen Nationen, um den Gehalt der eigenen zu erhöhen.
Daher hat der Weinbau- und Weinerzeugungssektor der Insel noch immer ein ziemliches Gewicht im Bereich der regionalen Landwirtschaft.
Wir zählen im Folgenden die renommiertesten sardischen Weine auf.
CAMPIDANO DI TERRALBA, rubinrot, weiniger Geruch, trockener Geschmack. Er hat einen Alkoholgehalt von 11,5° und wird mit einer Temperatur um die 18 Grad zu allen Gängen oder zu Schaffleisch oder gebratenem Schweinefleisch serviert. DOC seit dem 6. März 1975.
CANNONAU DI SARDEGNA, rubinrot, angenehmer Geruch, im Geschmack trocken/süß. Sein Alkoholgehalt beträgt 13,5-14°; nach drei Jahren wird er zur Riserva (Auslese); mit einem Alkoholgehalt von 15° ist er "Superiore". Man serviert ihn mit einer Temperatur um die 15 Grad zu rotem Fleisch. DOC seit dem 21. September 1972.
CARIGNANO DEL SULCIS ROSATO, kräftig in der Farbe, weinig im Geruch, trocken im Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 11,5° und man serviert ihn mit einer Temperatur um die 12 Grad zu allen Gängen oder zu Fischsuppen und weißem Fleisch. DOC seit dem 14. Oktober 1977.
CARIGNANO DEL SULCIS ROSSO, rubinrot, angenehmer Geruch, trockener Geschmack. Er hat einen Alkoholgehalt von 11,5° und wird mit einer Temperatur um die 18 Grad zu allen Gängen oder zu rotem Fleisch oder zu Wild serviert. DOC seit dem 14. Oktober 1977.
GIRÒ DI CAGLIARI, intensiv rubinrot, mild im Geruch, im Geschmack trocken. Er hat einen Alkoholgehalt von 14,5° und wird mit einer Temperatur um die 15 Grad zum Abschluss des Mahls oder zu edlen Braten gereicht. Es gibt auch die Variante "Liquoroso" (Likörwein). DOC seit dem 22. September 1972.
MALVASIA DI BOSA, strohgelb/goldgelb, intensiver Geruch, trockener/süßer Geschmack, Alkoholgehalt 15-16°. Man serviert ihn mit einer Temperatur um die 10 Grad zu Fisch oder zum Dessert. Bei einem Alkoholgehalt von 19° wird er "Liquoroso" (Likörwein). DOC seit dem 28. September 1972.
MALVASIA DI CAGLIARI, intensiv strohgelb, milder Geruch, süßer/trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 13-14°; er wird mit einer Temperatur um die 10 Grad zu Fisch oder zum Dessert gereicht. Er ist auch als "Liquoroso" (Likörwein) und als "Riserva" (Auslese) erhältlich. DOC seit dem 1. September 1972.
MANDROLISAI ROSATO, hell-kirschrot, im Geruch weinig, im Geschmack trocken. Man serviert ihn mit einer Temperatur um die 18 Grad zu allen Gängen. Nach zwei Jahren Lagerung und mit einem Alkoholgehalt von 12,5° ist er "Superiore". DOC seit dem 15. Februar 1982.
MONICA DI CAGLIARI, zart rubinrot, im Geruch ätherisch, im Geschmack süß/trocken. Sein Alkoholgehalt reicht von 15 bis 15,5°. Serviert wird er mit einer Temperatur um die 12 Grad zum Dessert oder zu Braten. Auch in den Varianten "Liquoroso" (Likörwein) und "Riserva" (Auslese) erhältlich. DOC seit dem 22. November 1972.
MONICA DI SARDEGNA, hell-rubinrot, intensiver Geruch, trockener Geschmack. Sein Alkoholgehalt beträgt 12°. Man serviert ihn mit einer Temperatur um die 18 Grad zu allen Gängen. Nach einem Jahr Lagerung und mit einem Alkoholgehalt von 12,5° ist er "Superiore". DOC seit dem 28. November 1972.
MOSCATO DI CAGLIARI, goldgelb, im Geruch intensiv, im Geschmack süß. Er hat einen Alkoholgehalt von 15° und wird mit einer Temperatur um die 10 Grad zum Dessert serviert. Er kann "Liquoroso Naturale" (Natürlicher Likörwein) und "Liquoroso Riserva" (Auslese-Likörwein) sein. DOC seit dem 25. September 1972.
MOSCATO DI SARDEGNA, leuchtend strohgelb, milder Geruch, süßer Geschmack. Er hat einen Alkoholgehalt von 11,5° und wird mit einer Temperatur von 6 Grad zum Abschluss des Mahls serviert. Er kann aus GALLURA oder aus TEMPIO PAUSANIA kommen. DOC seit dem 2. Juni 1980.
MOSCATO DI SORSO SENNORI, kräftig goldgelb, im Geruch intensiv, im Geschmack süß. Sein Alkoholgehalt beträgt 15° und er wird mit einer Serviertemperatur um die 8 Grad zum Abschluss des Mahls zu Süßspeisen oder Eis gereicht. Die Variante "Liquoroso" (Likörwein) ist erhältlich. DOC seit dem 26. Juli 1972.
NASCO DI CAGLIARI, gelb/goldgelb, milder Geruch, trockener/süßer Geschmack. Sein Alkoholgehalt reicht von 15/15,5°; man serviert ihn mit einer Temperatur von 10 Grad zum Abschluss des Mahls oder zu Krustentieren. Er kann auch "Liquoroso" (Likörwein) und "Riserva" (Auslese) sein. DOC seit dem 24. August 1972.
NURAGUS DI CAGLIARI, hell-strohgelb, angenehm im Geruch, im Geschmack trocken. Sein Alkoholgehalt beträgt 11°. Mit einer Serviertemperatur um die 8 Grad reicht man ihn zu allen Gängen oder zu Fisch, Krustentieren, Eiern und Käse. DOC seit dem 10. März 1975.
VERMENTINO DI GALLURA, leuchtend strohgelb, im Geruch intensiv, im Geschmack trocken. Er hat einen Alkoholgehalt von 12° und wird mit einer Temperatur um die 8 Grad als Aperitiv oder zu Fisch serviert. Mit einem Alkoholgehalt von 13,5° ist er "Superiore". DOC seit dem 2. Juli 1975.
VERNACCIA DI ORISTANO, goldgelb, milder Geruch, trockener/süßer Geschmack. Sein Alkoholgehalt reicht von 15 bis 18°; er wird mit einer Temperatur um die 10 Grad als Aperitiv oder zu Fisch gereicht. Bei einem Alkoholgehalt von 18° wird er "Liquoroso" (Likörwein). DOC seit dem 30. September 1971.

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