Storia della Cucina Italiana Ristoranti Sizilien Ein kurzer Blick in die Geschichte

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Sizilien

Ein kurzer Blick in die Geschichte


Um die Traditionen – auch die kulinarischen – dieses Landes eingehend zu verstehen, ist es mehr als bei jeder anderen italienischen Region notwendig, seine komplexe Geschichte kennenzulernen, die es zum Schauplatz einiger und vielerlei Beherrschungen gemacht hat.
In der griechischen Antike hatte Sizilien trotz der dort bis zum 3. Jh. v. Chr. von Syrakus ausgeübten Vorherrschaft keine einheitliche Geschichte. Im 3. Jh. n. Chr. war es Schauplatz von Einfällen und Fremdherrschaften, es wurde von einer Horde Franken überrannt und im 5. Jh. siedelten sich Vandalen an der Westküste an. Im Jahre 535 eroberten die Byzantiner die Insel endlich zurück, und zwar mit einer von Justinian gesandten und von Belisarius geführten Spedition: so wurde Sizilien byzantinische Provinz mit der Hauptstadt Syrakus, regiert von einem Strategen. Der Einfluss von Byzanz war stark, doch nicht wohltuend für die sizilianische Wirtschaft, obwohl im Jahre 663 n. Chr. die Hauptstadt des byzantinischen Reichs nach Syrakus verlegt wurde: Kaiser Konstantin IV. träumte davon, die Hauptstadt des Reichs wiederzubringen, doch es blieb nur ein Traum. Dagegen wurde Sizilien nach verschiedenen Geschicken gegen Ende des 9. Jh. vollständig von den Arabern unterworfen und von der Dynastie der Emire Kalbiti regiert.
Es handelte sich um die Zeit des größten Glanzes für das arabische Sizilien. Der Fall der Kalbiti zerbrach die Einheit der Insel, die nun zwischen verschiedenen örtlichen Gutsherren aufgeteilt wurde. Der Emir von Catania, der einen Krieg mit dem Emir von Girgenti begonnen hatte, rief im Jahre 1061 die Normannen zu Hilfe, die sich damals gerade in Messina niedergelassen hatten; und diese vollbrachten in einem Zeitraum von dreißig Jahren die christliche Eroberung der Insel, wobei sie den damals sehr zähen – wie in Syrakus z. Bsp. – Widerstand der Muslime zähmten. In den zweieinhalb Jahrhunderten der direkten arabischen Herrschaft erfreute sich Sizilien aufgrund des intensivierten und erneuerten Anbaus und der Neuverteilung des Bodenbesitzes großer wirtschaftlicher Blüte; auf zivilem und kulturellem Gebiet gehörte es dabei der mittelalterlichen arabisch-muslimischen Kultur an, der sie Dichter, Philologen und Rechtsgelehrten schenkte, ein beträchtlicher Beitrag.
Die Eroberung der Insel seitens der Normannen kann im Jahre 1091 als abgeschlossen betrachtet werden; Roger nimmt den Titel «Gran Conte di Sicilia e di Calabria» (Großgraf von Sizilien und Kalabrien) an und verfolgt eine intelligente Politik der Toleranz gegenüber den Besiegten, der erneuten Latinisierung des ethnischen Elements und der Verstärkung der eigenen Autorität auf den zum ersten Mal auf der Insel eingeführten Feudalismus. Diese Politik setzt sich unter seinem Sohn Roger II. (1113-1154) fort, der nach der Vereinigung der normannischen Festlandbesitze mit Sizilien und der Annahme des Titels König von Sizilien und Apulien (1130) das Reich zu großem Glanz führt. Die sizilianische Macht, während der kritischen Periode unter Wilhelm I. (1154-66) von den barbarischen Verschwörungen und den unbarmherzigen Unterdrückungen verdunkelt, wird von Wilhelm II. (1172-89) wiederhergestellt und dauert auch nach dem Übergang der Krone Siziliens an Heinrich (der spätere Heinrich VI.) aus dem Hause Hohenstaufen – durch seine Hochzeit mit Konstanze, der letzten normannischen Erbin – an.
Große Bedeutung für die sizilianische Kultur (und nicht nur auf diese) hat Sohn Friedrich II. von Hohenstaufen, der eine Politik mit europäischer und kaiserlicher Reichweite verfolgte und dabei die Künste und die Wissenschaften (man denke nur an die «Sizilianische Schule») schützte und auch nicht das mediterrane Programm der Normannen vergaß.
Doch nach dem Tod von Friedrich II. (1250) begann eine große Krise für Sizilien mit einer daraus folgenden Verschiebung der politischen Achse auf den Kontinent (Verlegung der Hauptstadt nach Neapel). Verschiedene Geschicke führten Sizilien zum Verlust jeglicher Autonomie und außerdem dazu, dass die Insel zunächst (im Jahre 1412) eng mit der Krone von Aragonien und später mit der Krone Spaniens verbunden wurde.
Unter Alfons I., genannt der Großherzige, der im Jahre 1434 die Universität von Catania gründet und 1442, nach seinem Eintreffen in Neapel, das Königreich von Sizilien citra et ultra Pharum (das sich jedoch bei seinem Tode auflöste) zum Leben erweckt, bewahrt die Insel zwar ihren ererbten Glanz, doch unter der spanischen Herrschaft erlebt sie die Einführung des Inquisitionsgerichtes, die Vertreibung der Juden, die Herabwürdigung der Privilegien des sizilianischen Parlaments, eine starke Steuerverschärfung und eine starke Zersetzung der Inselkonstitution (Hispanismus). Es muss jedoch angemerkt werden, dass unter Philipp II. das Brigantentum und die Widerspenstigkeit der Barone unterdrückt wurde. Weniger positiv fällt das für das 17. Jh. zu fällende Urteil aus: häufige Aufstände aus Hunger (bemerkenswert ist der von Alessi im Jahre 1647 in Palermo angeführte), unaufhörliche antispanische und zuweilen auch republikanische Verschwörungen und der unter dem Schutz des französischen Königs Ludwig XIV. erfolgte Aufstand von Messina (1674) lassen viel Blut fließen. In den Wirbeln der Erbfolgekriege in der ersten Hälfte des 18. Jh. wurde Sizilien erst savoyischer Besitz unter Viktor Amadeus II. (1712-18) und danach österreichischer Besitz (1718-34), bis es schließlich – nach der Eroberung durch Karl von Bourbon – bis zum Jahre 1860 gemeinsam mit Neapel ein Reich unter den Bourbonen bildete, welche einen Vizekönig in Palermo hielten. Überaus bemerkenswert ist das Vizekönigreich von Caracciolo (1781-86), und zwar aufgrund der Abschaffung der Inquisition und aufgrund der Reformen, die sich gegen die Barone richteten, von seinem Nachfolger jedoch nicht fortgesetzt wurden. Als Sitz des Hofes der Bourbonen während der stürmischen französischen und napoleonischen Zeit (1799-1802; 1806-15) ließ sich Sizilien - das zwar der napoleonischen Vorherrschaft feindlich gesinnt war, nicht aber der Dynastie - mit der Unterstützung von Lord Bentick die Verfassung (1812) zugestehen. Diese war nach englischem Vorbild gestaltet und ein Ausdruck der Feudalaristokratie. Doch die Abschaffung dieser Verfassung bei der Restauration und die vollständige Eingliederung Siziliens in das sogenannte “Königreich der Zwei Sizilien” (Dekret vom 8. Dezember 1816) verwandelten den Wunsch nach Privilegien in einen hartnäckigen Separatismus, der das beherrschende Merkmal der sizilianischen Geschichte ab den Unruhen des Jahres 1820 bis zum Aufstand des Jahres 1837 und bis zur Revolte des Jahres 1848 sind. Im Januar 1848 loderte von Palermo ausgehend in ganz Sizilien der Aufstand wieder auf und zwang die bourbonischen Truppen in kurzer Zeit zum Verlassen der Insel. Am 25. März erklärte das Parlament den Fall der bourbonischen Dynastie und es übertrug die Herrschaft Roger dem Siebten. In der Folgezeit beschloss es die Vereinigung des Königreiches mit dem Italienischen Bund und es bot dem Herzog von Genua, Sohn von Karl Albert, die Krone an. Erst mit dem Scheitern von 1849 und dem Zerstreuen der politischen Elite der Insel in den italienischen Staaten fällt diese Autonomievorbedingung. Und durch den “Zug der Tausend” wird Sizilien zu einem integrierenden Bestandteil des Königreichs Italien (1860), dessem jungen Leben es die Zusteuerung bedeutender politischer Männer schenkt, aber dazu auch eine Belastung durch große politische und soziale Probleme.
Zu diesen Schwierigkeiten haben die rückständischen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Insel nicht wenig beigetragen.
Die sizilianischen separatistischen Bestrebungen – stets verschärft durch die historischen Geschicke zu allen Zeiten – sind nach den traurigen Ereignissen, die Sizilien am Ende des Zweiten Weltkriegs betroffen haben, mit der Bildung der autonomen Region Sizilien befriedigt worden.
In keiner anderen italienischen Region sind die Wirklichkeit, die Traditionen und die Kultur derart ein Ergebnis von Erinnerungen und von Stolz, die der langen Geschichte dieser ewig überfallenen Insel entsprungen sind; einer Insel, die dazu gezwungen war, sich mit der Kultur, der Sprache und den Bräuchen der Eroberer auseinanderzusetzen und die es stets verstand, die von außen eingedrungenen Einflüsse zu assimilieren, neu auszuarbeiten und an das eigene Maß anzupassen. Das Leben der Sizilianer, ihr Dialekt, ihre Sitten und ihre Ernährung sind das Ergebnis tausendjähriger Begegnungen.


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