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Die Zeit von Lorenzo il Magnifico


Auf Cosimo Medici den Alten (1464) folgte für nur fünf Jahre Sohn Piero, genannt der Gichtige, da er an der Gicht litt, der Krankheit, die fast alle Medici befiel. Auf ihn wiederum folgte im Jahre 1469 sein erst zwanzigjähriger Sohn Lorenzo, der sich mit seiner entschlossenen und aufgeschlossenen Regierung den Beinamen Il Magnifico, der Prächtige, verdiente. Im gleichen Jahr wurde in der Kirche San Lorenzo seine Hochzeit mit Clarice Orsini gehalten, einem jungen Mädchen aus dem römischen Adel. Das Ereignis wurde mit vielen prächtigen Feierlichkeiten begangen. Die Bevölkerung aus dem florentinischen Umland und die toskanischen Städte brachten zu diesem Anlass zahlreiche Geschenke. Diese Ereignisse werden mit vielen Details von Piero di Marco Parenti erzählt, einem der Eingeladenen, der sie dem nach Neapel verbannten Onkel mütterlicherseits, Filippo Strozzi, beschreibt.
Am Palazzo in der Via Larga (heute Via Cavour) kamen hundertfünfzig Kälber, viertausend Hühner und Enten, Fische, Wildbret und überaus viele Fässer mit «heimischen und fremden» Weinen an. Lorenzo verteilte diese Gaben großzügig an das Volk, bevor er die richtigen Bankette auftischte, die von Sonntag bis Dienstag stattfanden.
Die prunkvollen Feierlichkeiten werden von der Bedeutung des Geschlechtes der Orsini verlangt, dem die Braut Clarice angehört, die zu Pferde und begleitet von einem Ritterzug im Palast ankommt. Die Fenster von Lorenzos Zimmer sind geschmückt mit Olivenzweigen, dem Symbol des Friedens.
Es werden fünf Bankette im Laubengang, in der Loggia und im Hofe des Palastes aufgebaut; die Tische der Damen und die der Ritter sind – wie es die Regel der Zeit verlangt – rigoros getrennt. Der Tisch der Braut befindet sich in der Loggia und es sitzen fünfzig junge Edeldamen an ihm, während die älteren Damen im Inneren des Palastes sitzen unter dem Vorsitz von Lucrezia Tornabuoni, der Mutter des Bräutigams; im Eingang befinden sich die jungen Männer mit Lorenzo und Giuliano und an einem anderen Tisch die alten Herren der Stadt. Jedoch sind weitere mit Speisen gedeckte Tische sowohl im Inneren des Palazzo als auch auf der Straße aufgestellt, damit die ganze Stadt – auch die des Volkes – diese Feierlichkeiten genießen kann. Allen Gängen gehen Trompetenstöße voraus; die Träger halten unten an der Prunktreppe an und erst auf einen Wink des Haushofmeisters geht ein Teil ins Obergeschoss und ein Teil in die Loggien «damit man (die Speisen) an jedem Ort im selben Moment auf dem Tisch absetzte», schreibt Parenti, der weitere Einzelheiten des Festes präzisiert: «erano piattagli cinquanta grandi, che ciascuno faceva due taglieri, e ogni tagliere era fra due col suo tagliatore. Le vivande furono accomodate a nozze più tosto che a conviti splendidissimi; per questo credo che facessi de industria, per dare esempio agli altri e servare quella modestia e mediocrità che si richiede nelle nozze, però che non diè mai più che un arrosto. La mattina prima il morsaletto, poi un lesso, poi un arrosto, poi cialdoni e marzapane e mandorle e pinocchi confetti: poi le confettiere con pinocchiati e zuccata confetta. La sera gelatina, un arrosto, frittellette, cialdoni e mandorle e le confetterie. Il martedì mattina in scambio del lesso, erbolati col zucchero in su taglieri: vini; malvagie, trebbiano, e vermiglio ottimo».
Er fährt fort mit der Beschreibung der sorgfältig gedeckten Tische.
Den David, die berühmte Bronzestatue von Donatello, umgaben hohe, mit Tischdecken bedeckte Tische; an den Ecken befanden sich große Messingbecken mit den Gläsern; ebenso ist auch im Garten um den Brunnen herum gedeckt. Auf den Tischen war ein großes, bis zum Rande mit Wasser gefülltes Silberbecken, um Gläser und Getränke zu kühlen. Dann «gab es Salzstreuer aus Silber, Gabeln und Messer, Tassen und Morsaletti und Zuckermandeln: Konfekt für die Pinocchiata».
Jeder Tisch wurde außerdem von Tänzen, Musik und kleinen Aufführungen unterhalten. Der Überfluss und die Großzügigkeit der Feierlichkeiten für die Hochzeit von Lorenzo de’ Medici und Clarice Orsini bestätigten irgendwie die Politik der Beziehung zwischen der Stadt und der Signoria, die sie regierte. Sie basierte auf Pracht, verband sich jedoch auch mit einer gewissen Einschränkung, die den reichlichen Genuss der Ressourcen, über die die Familie de’ Medici dank ihrer Vorherrschaft in vielen Gebieten der Toskana verfügte, auch vielen fleißigen Menschen des Volkes ermöglichte.
Lorenzo umgab sich mit einem regelrechten Hof an Literaten, Dichtern, Malern und Künstlern, die es Florenz ermöglichten, das lebendigste Zentrum des Humanismus zu werden, der Zeit, in der der Mensch, die Probleme der irdischen Existenz und die menschlichen Werte die im ganzen Mittelalter vorherrschenden transzendentalen Werte überwogen.
“Wer froh sein mag, der sei es, das Morgen, das ist nicht sicher...” sang Lorenzo, der im Einklang mit dieser Philosophie ein großer Verehrer der guten Tafel war.
Er scheint sogar selbst ein guter Koch gewesen zu sein und lehrt in seinem “Canto de’ Cialdonai”, wie man Sahnewaffeln zubereitet.
“Man gebe Wasser und Mehl in den Topf, nach dem Vermengen gebe man dazu, was süß ist und weißen Zucker: den zubereiteten Teig probiere man mit dem Finger, und wenn er gelungen scheint, lege man die Formen auf das Feuer, man erhitze sie gut, und wenn man den Teig in die Formen gibt und braten hört, halte man die Eisen gut fest. Wenn man meint, dass sie genug gebraten sind, öffne man die Formen und hole die Cialdoni heraus und das Zusammenklappen gelingt einfach, wenn sie noch warm sind: und man lege sie in ein weißes Tuch”.


Auf seiner Tafel triumphierte gebratenes, aber auch gekochtes (“allesso”) Fleisch vom Kalb, vom Hammel, vom Schwein und vom Zicklein; außerdem gab es reichlich Wildbret, Ackerbohnen “mit Augen”, Gemüse und Süßspeisen (die auch noch heute typisch für Florenz und einen großen Teil der Toskana sind). Das ganze wurde begleitet von reichlich Wein, der auch von den vielen Gewürzen und pikanten Saucen, die man viel verwendete, verlangt wurde.
Man kannn sagen, dass das Ende des Humanismus zusammenfällt mit dem Tode von Lorenzo im Jahre 1492, der Zeit der Entdeckung Amerikas, einem grundlegenden Ereignis für unsere Küche: aus diesen fernen Landen kamen in der Tat viele Produkte, die unsere Gastronomie bereicherten.
Florenz, Zentrum der Kunst und des Handels, kostete als eine der ersten Städte Europas: Bohnen (bis damals waren nur die besonderen Ackerbohnen “mit Augen” bekannt), Kartoffeln, Tomaten, Mais, Schokolade, und die Truthähne, die sogenannten „Hühner Indiens“.


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