Storia della Cucina Italiana Ristoranti Florenz Die Zeit der Renaissance

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Die Zeit der Renaissance


In den ersten Jahrzehnten des 16. Jh. wurde Florenz von politischen Ereignissen überrollt, die im Jahre 1529 mit der einzigen wahren Belagerung in seiner Geschichte durch den Kaiser Karl V. endeten.
Papst Clemens VII. (Medici) gelang es, die Signoria von Florenz für den Sohn Alessandro zu erringen, der im Jahre 1531 mit dem offiziellen Titel “Herzog von Florenz” in die Stadt kam.
Dieser war gewalttätig und ausschweifend und führte in den Palazzo in der Via Larga die affektierte und gekünstelte Küche der anderen italienischen Höfe ein: seine Essen sind berühmt geblieben für den Luxus, den Überfluss, die Verschwendung und ihre übertriebenen Choreographien.
Es triumphierten Fleisch, Wildbret, Fisch, Aufschnitt und es gab Saucen in großem Überfluss: Salsa Verde, Dolceforte, Agrest, Saucen mit viel Pfeffer, mit Pinienkernen, mit Trüffel.
Im Hinblick auf die Choreographien bedenke man nur, dass – wie Vasari erzählt – die “Compagnia del Paiolo” (die Kessel-Truppe) gegründet wurde, der zwölf Künstler beitraten (darunter Andrea del Sarto). Ihr Zweck war, die Tafel mit Tellern so besonders zu decken, dass die Tischgäste beeindruckt waren. Auch an Dichtern (Benedetto Varchi, Firenzuola und Lasca) fehlte es nicht, die den Frittate, den Würsten, den Melonen, den Suppen und den anderen Speisen gereimte Lobreden widmeten.
Von der Compagnia del Paiuolo erzählt uns der Historiker Giuseppe Conti, der im Jahre 1902 für den Verlag Bemporad das Werk Fatti e aneddoti di storia fiorentina (Fakten und Anekdoten der florentinischen Geschichte) veröffentlichte.
“Die von Rustici gegründete Truppe war die des Kessels. Die Compagnia del Paiuolo bestand aus einer Gesellschaft an Ehrenmännern, die sich in den Räumen der Sapienza versammelten. Zu den Abendessen und den Zeitvertreiben konnte jedes der zwölf Mitglieder bis zu vier Personen mitbringen; und jeder hatte die Pflicht, ein selbst erfundenes Abendessen mitzubringen; und wenn es vorkam, dass zwei die gleiche Idee gehabt hatten, wurden sie zu einer dem Signore, der der Chef war, beliebenden Strafe verurteilt. Dieser sammelte alle mitgebrachten Abendessen ein und verteilte sie nach seinem Talent.
Als die Compagnia del Paiuolo gerade gegründet worden war, gab Giovan Francesco Rustici ein Abendessen für seine Gefährten; und um seinen Titel einmal mehr zu rechtfertigen, ließ er einen Bottich in den Raum bringen, den er mit Hilfe von Werkzeug und Bügeln mit einem großen Henkel an der Decke befestigte; und von außen richtete er ihn her mit Tüchern und Malereien, die genau die Vorstellung eines riesigen Kessels bewirkten.
Die gerade angekommenen Gefährten blieben überrascht auf der Schwelle stehen und applaudierten dem bizarren Einfall; wie verrückt lachend traten sie in den Bottich, in dem sich rundherum Stühle und in der Mitte der Tisch befanden. Eine schöne Lampe hing wie am Henkel befestigt von der Decke herab und erleuchtete das Innere des Kessels. Als alle auf ihrem Platz saßen, öffnete sich der Tisch und es erschien ein Baum mit vielen Ästen, an denen einfallsreich zwei Teller mit den Speisen für jeden Gast aufgehängt waren. Der Baum verschwand, als die ersten Speisen zu Ende waren, und er erschien nach und nach wieder mit neuen Speisen. Um den Kessel herum befanden sich die Diener, die die wertvollen Weine eingossen…”


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