Florenz

Caterina de' Medici


Caterina de’ Medici , die Enkelin von Lorenzo il Magnifico, heiratete Heinrich von Orléans, den späteren Heinrich II. (1533).
Ihr ist der Einfluss der florentinischen Küche auf die französische zu verdanken, denn die Köche und Konditoren, die ihr folgten, machten Schule; nach diesem Zugeständnis seitens derselben Franzosen schrieb Flammarion: “Wir müssen anerkennen, dass die italienischen Köche, die Caterina de’ Medici in der Zeit ihrer Hochzeit mit Heinrich II. nach Frankreich folgten, am Anfang der französischen Küche standen, aufgrund der mitgebrachten, für uns neuen Zutaten und Zubereitungen, an denen sich die Köche (La Varenne, De Masseliet, Valet, De La Chapelle, Carême, Escoffier) so gut inspirieren werden, dass sie ihren Initiatoren bald weit überlegen sein werden ”.
Caterina hatte den Ruf, eine gute Esserin und Trinkerin zu sein, und sie war es auch; getrieben von der Freude an der guten Küche brachte sie nach Frankreich mit: Saucen – die Verwendung des Kleins - Olivenöl - Crespelle - Spinat - Bohnen - Erbsen - Artischocken – die Angewohnheit, Geflügel à l‘orange zu kochen, und viele andere Gerichte, die sich später in der internationalen Küche als französische Speisen durchsetzten.
Dies geben die bedeutendsten Köche zu, wie Antoine Carême, der im Jahre 1822 schrieb:
“Die Köche in der zweiten Hälfte des 18. Jh. hatten den Geschmack der italienischen Küche, die Caterina de’ Medici am Hofe von Frankreich eingeführt hatte, kennengelernt”.
Und Jean Orieux, der in seinem Caterina gewidmeten Buch bestätigt:
“Ausgerechnet die Florentiner haben die alte französische Küche der mittelalterlichen Tradition reformiert; auf sie geht die moderne französische Küche zurück”.
Man muss jedoch präzisieren, dass den französischen Köchen der Verdienst zugestanden werden muss, viele Rezepte in Gebrauch gehalten zu haben, die in unserem Lande seit langem nicht mehr gebräuchlich sind, und sie in vielen Fällen in die internationale Küche eingefügt zu haben.