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Der Chianti

Der Chianti, Sein Wein und grosse Persönlichkeiten


Zahlreich sind die Gerichte, die vom Aroma des Chiantiweins charakterisiert werden. Er ist das beherrschende Element dieses Landes und wurde mit Gewissheit seit den Etruskern und den Römern (auch wenn uns die damaligen Eigenschaften des Weins nicht überliefert wurden) zu allen Zeiten geschätzt. Als später die Einfälle der Barbaren unser Land verwüsteten, widmeten sich die Benediktinermönche und die Mönche aus dem Vallombrosa der Niederschrift von Urkunden, die die Agronomie und den Weinanbau betrafen, und der Umsetzung der Regeln in die Praxis. So verbreiteten sie diese wertvolle Kultur, die in Abteien wie Coltibuono, Passignano und Poggialvento aufbewahrt wird.
Im Laufe der Jahre und besonders nach dem 11. Jh. steigerte sich im gesamten Gebiet der “spezialisierte” Anbau des Weinstocks, der niedrig und in Zeilen angebaut wurde und oft sogar von den Stadtmauern vor Viehschäden und vor Diebstahl geschützt wurde. Dies beweist die Toponomastik einiger Straßen in Florenz. Via della Vigna Vecchia, Via della Vigna Nuova, Via Vinegia, Santa Maria in Vigna (später Santa Maria Novella) bezeugen das Vorhandensein der Weinstöcke nicht nur am Stadtrand, sondern auch im Inneren der Stadt selbst. Und sie wurden sehr geschützt: Unbefugte konnten nicht eintreten, von Mensch oder Tier zugefügte Schäden wurden hart bestraft und die Zerstörung konnte sogar die Folter zur Folge haben. Andererseits war der Wein einem harten Steuerwesen unterworfen und die Qualität wurde bezahlt auf der Grundlage der Bewertung durch das Kataster.
Der Chiantiwein ist Gast vieler Seiten in Büchern herausragender Persönlichkeiten, die Beziehungen zu dem Land des Chianti hatten.
Michelangelo Buonarroti (1475-1564), der Besitzungen im Chianti besaß, lässt in seiner Briefsammlung Lobreden auf den Chiantiwein nicht aus. Er stellte ihn her, er trank ihn, er bot ihn mit großer Begeisterung seinen Freunden an und er machte sogar dem Papst ein Fässchen zum Geschenk. Machiavelli (1469-1527) suchte, als er einer gegen die Medici gerichteten Verschwörung verdächtigt wurde, in seinen “armen” Landgütern im Chianti Zuflucht. Von seinem Haus, dem Albergaccio in Sant’Andrea in Percussina, wo er gerade Il Principe schrieb, begab er sich gerne in die Osteria, um (wie er selber schreibt) “ingagglioffirsi”, um zu trinken und zu spielen, bevor er sich wieder “panni curiali” (erhabene Kleider) anzog, um scharfsinnig die Themen der Politik, deren großer Erneuerer er war, darzulegen.
Und von Galilei (1564-1642) erzählt uns sein Schüler Vincenzo Viviani, dass der große Wissenschaftler in seiner Villa bei Grignano die Anschuldigungen der Ketzerei vergass, wenn er sich ergötzte “nella delicatezza de’ vini e delle uve e del modo di custodire le viti, ch’egli stesso di propria mano le potava e legava nelli orti” (an der Feinheit der Weine und der Trauben und der Art und Weise der Pflege der Weinstöcke, die er selbst mit eigener Hand in den Gärten beschnitt und band).
Wir dürfen aber auch nicht Francesco Redi (1626-1698) vergessen. Obwohl er den Wein von Montepulciano, der für ihn “d’ogni vino è re” (der König aller Weine ist), an die erste Stelle setzte, sang er unseres Chianti Lob mit folgenden Versen: «Lingua mia già fatta scaltra / gusta un po’, gusta quest’altro / vin robusto che si vanta / d’esser nato in mezzo al chianti…». Ein Wein, der definiert wurde als “majestätisch, gebieterisch”, der aus dem Herzen «ohne Gepolter jedweden Kummer und Schmerz vertreibt».
Ein Wein also, der irgendwie mit dem Leben, der Geschichte, den Traditionen seines Landes übereinstimmt. Ein Land, das sich der Wertschätzung großer Persönlichkeiten des Gestern und des Heute rühmen darf, die allen Künsten und auch der Musik angehören. Eine schöne Erinnerung ist, dass das Land des Chianti die berühmte Accademia Chigiana ins Leben gerufen hat. Die bekannte Akademie entstand im Jahre 1923 nach einem Treffen des Grafen Chigi Saracini mit Arrigo Boito in der Villa aus dem 17. Jh. in der Nähe von Castelnuovo Berardenga. Sie wurde nach dem Hausherrn benannt und nur neunzehn Jahre später nach Siena verlegt, von wo ihr Ruhm in alle Welt gelangte.


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