Storia della Cucina Italiana Ristoranti Umbrien Die Herrschaft der Päpste

Umbrien Umbrien

Umbrien

Die Herrschaft der Päpste


Der Glanz der Höfe verlor – wie aufgrund verschiedener Prozesse in der ganzen Halbinsel – seinen Elan im 17. Jh., als sich die Herrschaft der Päpste in Umbrien erneut durchsetzte. Ausgenommen die Jahre der französischen Erfahrung dauerte sie, wenn auch nicht immer friedlich, bis zum Jahre 1860 an, als die Region an den savoyischen Staat angeschlossen wurde. In diesen finsteren Jahren schienen die prächtigen spielerischen und kulinarischen Angewohnheiten der herrschaftlichen Paläste vergessen.
Doch die Traditionen dieses Landes auf vielen Gebieten und sicherlich auf kulinarischem Gebiet wurden von diesen Geschicken nicht aus den Angeln gehoben und die reiche, fantasiereiche umbrische Küche bleibt auch heute noch gebunden an die ältesten Regeln und an die Suche nach jenen Geschmacken, die man von Generation zu Generation weitergibt und dabei Naturreinheit, Vielfältigkeit und Echtheit verteidigt. Trotz mangelnder Texte und Dokumente ist es einfach, einen Faden zu finden, der durch die Jahrhunderte hindurch die besten Traditionen verbunden hat, denn weit entfernt von Modeerscheinungen und Marktinterferenzen bietet das umbrische Land heute soviel an wie es in der Vergangenheit anbieten konnte. Auch wenn wir dabei unvermeidliche, durch die moderneren Verarbeitungsmethoden der Lebensmittel bedingte Veränderungen berücksichtigen müssen.
Viele Gerichte dieses Landes sind an alte Feste gebunden, die vor allem religiösen Ursprungs sind. Am 9. Dezember z. Bsp. bereitet man in vielen Teilen Umbriens die Pizza della venuta zu, um das nächtliche Verlegen des Hauses der Jungfrau Maria nach Loreto (Marken) zu feiern, das die volkstümliche Legende einem Flug der Engel zuschrieb. Das Ereignis der “venuta” feierte man - und in einigen Ortschaften feiert man es noch -, indem man draußen große Feuer anzündete, um den Flug der Engel zu erleuchten. Die Pizza dieses Festes zeichnet sich dadurch aus, dass geriebener Pecorino in einer sehr angenehm schmeckenden Verbindung von Rosinen begleitet wird.
Doch Umbriens zahlreiche Fladen, die “focacce” und “schiacciate” (oder auch “stiacciate”), sind auch für ihre große Vielfalt und ihren Geschmack berühmt, nicht nur für ihr “hohes Alter”. Wahrscheinlich gehen sie – mit angemessenen Änderungen – auf die Römerzeit zurück. Der Fladen, der für die Osterfeiertage zubereitet wird, wird Torta di Pasqua genannt und die Umbrer könnten niemals auf diese “Ostertorte” verzichten, da sie zu dem in größter Treue meistbefolgten Ritual gehört. Am Ostersonntag ist das Frühstück nach der Rückkehr aus der Kirche sehr reichhaltig: man bietet die Torta di Pasqua (Brotteig, der mit Pecorino, Eiern, Butter, Schmalz, Salz, Pfeffer und Olivenöl angereichert wird) an mit gesegneten hartgekochten Eiern und Wurstwaren, die nach einer angemessenen Zeit der Ablagerung zu dieser Gelegenheit häufig angebrochen werden. An vielen religiösen Festen ist das Essen ein Teil des Rituals und es zeigt eine jahrhundertelange Aufmerksamkeit für die Kirche, die man in vielen Aspekten des Lebens in diesem Land bemerken kann.


Fonte de Medici Montefiridolfi San Casciano Chianti
Albergo Ristorante Chalet Lago Antorno Lago di Misurina Cadore Dolomiti
Hotel Kronplatz Valdaora Dolomiti Plan de Corones
Hotel Tirreno Roma
Pensione Tranchina - Scopello

 

Valtellina Hotel Residence
Livigno Hotel Residence