Penne

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STORIA: Es handelt sich um das antike Pinna, dessen Ortsname eine felsige Anhöhe angibt. In seiner Umgebung sind die Reste einer kleinen, aus Hüten bestehenden Ansiedelung gefunden worden: das in die späte Jungsteinzeit datierbare "Villaggio Leopardi" (sechstes Jahrtausend v. Chr.). Der Ort war Hauptstadt der Vestiner, erwähnt von Plinius und Valerius Maximus. Verbündet mit Rom erhielt der Ort als Prämie für die Treue zur Zeit des "bellum sociale" (Bundesgenossenkrieg) den Status als "municipium" (Landstadt mit röm. Bürgerrecht). Vitruvius zitiert die Stadt als zur römischen Zeit gut besuchten Badeort, dank des berühmten "Acqua Ventina", welches auch den Reichtum der Stadt nährte. Im Mittelalter erlangte die Stadt große Bedeutung und wurde zur Grafschaft (10. Jh.). Unter den Hohenstaufen und unter den Anjou genoss sie zahlreiche Privilegien; jedoch erlitt sie wegen ihrer Treue gegenüber der Anjou 1436 eine von den Einwohnern der Stadt Aquileja verrichtete Plünderung. Später wurde sie königliche Stadt und Herrin zahlreicher Lehen. 1522 ging sie an Alessandro De' Medici und später (1539) hinterließ Karl V. sie seiner Tochter Margarete von Österreich, Braut eines Mitglied des Adelsgeschlechts Farnese, in dessen Besitz sie bis zum Aussterben der Dynastie in der ersten Hälfte des 18. Jh. blieb. Nach den berühmten Umtrieben der Karbonari von Penne des Jahres 1837 wurde der Stadt der Titel als "Kreishauptstadt" (der Città Sant'Angelo zugestanden wurde) aberkannt, sie erlangte ihn jedoch 1848 wieder. Penne ist die Geburtsstadt des Juristen Luca da Penne (1310-1390), Autor der "Commentarii" (Kommentare) zu den drei letzten Büchern des Codex Justinianus.