Terre Verdiane

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Die Kirche San Michele Arcangelo - In dieser Kirche wurde Giuseppe Verdi getauft und hier übte er bereits im frühen Kindesalter unter Anleitung seines ersten Lehrers, Pietro Baistrocchi, an der Orgel, die der aus Bergamo stammende Francesco Bossi im Jahre 1797 gebaut hatte.


Madonna dei Prati - Santuario della Beata Vergine - Giuseppe Verdi besuchte diese Kirche, da er sich häufig in das Dorf begab, um seine Verwandten väterlicherseits zu besuchen. Das Gotteshaus ist auch in Erinnerung an ein tragisches Ereignis an den Namen Verdi gebunden: am 14. September 1828 tötete ein in die Kirche eingeschlagener Blitz sechs Personen, unter denen sich ein Cousin von Verdi und der Priester Don Jacopo Masini befanden. Letzterer hatte wenig Zeit davor in Roncole mit einem Fußtritt den Messknaben Verdi vor den Altar rollen lassen, da dieser anstatt seinen Messdienst auszuüben verzaubert der Orgelmelodie lauschte. Es heißt, der Junge habe gekränkt in Dialekt gemurmelt: "Dass dich doch der Blitz treffen möge!". Das Unglück verursachte Verdi, der sich rettete, da er in einem nahen Haus blockiert wurde und die Wallfahrtskirche nicht erreichte, um die Abendandacht mit dem Harmonium zu begleiten, tiefe Schuldgefühle und eine große Angst vor Verwünschungen, die sich in zahlreichen seiner Werke findet.


Busseto - Casa Barezzi - Antonio Barezzi, ein wohlhabender Drogist und leidenschaftlicher Musikfreund, erahnte früh das Genie von Giuseppe Verdi und rief ihn als Lehrer für seine Tochter Margherita in sein Haus. Die Bühne des ersten öffentlichen Auftritts des jungen Talents, im Februar 1830, war übrigens der Salon (heute "Salone Barezzi"), vormals Sitz der von Barezzi selbst und von Maestro Ferdinando Provesi im 1816 gegründeten Philharmonie von Busseto. In den Monaten, bevor Verdi nach Mailand ging (1832), um sein Musikstudium privat mit dem Maestro Lavigna zu vollenden (nach der Enttäuschung wegen der Nichtaufnahme am Konservatorium) wohnte Verdi im Haus der Familie Barezzi und hier entstand nach und nach die Liebe zwischen ihm und Margherita. Die Kosten des Studiums in Mailand wurden außer von Vater Carlo und von der Pfandleihanstalt von Busseto auch von Barezzi getragen und Giuseppe Verdi hegte ihm gegenüber stets unendliche Dankbarkeit, die sich in vielen seiner Schriften ausdrückt.