Ravenna und Umgebung

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Das erbe dieser geschichtlich wichtigen Ära besteht aus einem grandiosen Kunstschatz, vorwiegend an Mosaiken.
Diese Dekorationen aus Marmor und Emaille, die ravennatischen Künstler übrigens heute noch nach derselben Technik anfertigen, werden mit kleinen Steinen ausgeführt, die von Hand einzeln so passend zugeschnitten werden, daß sie genau die darunter liegende Zeichnung ausfüllen. Die Mosaike haben für uns den außerordentlichen Reichtum der vergangenen Jahrhunderte bewahrt; sei es, daß sie den Ruhm der Kaiserzeit verewigen, wie auf den Seitenwänden der Apsis von S. Vitale (6.Jhd.), sei es, daß sie den Triumph des aufstrebenden Christentums verherrlichen, wie im Mausoleum der Gallia Placidia (5. Jhd.). Das einfallende Licht spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle, das sich in der Goldoberfläche bricht, dabei einen orientalischen Geschmack vermittelnd, und das gleichzeitig die Schönheit der unvergänglichen Farben hervorhebt, und damit die elegante Darstellung der Personen und der Details. Die klassische griechische und römische Kunst verbindet sich hier mit dem christlichen Inhalt: angefangen bei der Kirche S. Giovanni Evangelista (5. Jhd.), von Galla Placidia in Erfüllung eines Gelübdes erbaut, bis zum Baptisterium des Neon (5. Jhd), vom Mausoleum derselben Galla Placidia (5. Jhd.) bis zu den Denkmälern aus der Epoche Theoderichs, sowohl dem orthodoxen als auch dem arianischen Kult zugehörig. Ravenna besitzt in der Tat mit dem Baptisterium der Arianer (5.-6. Jhd.) und der Heiliggeistkirche (Chiesa dello Spirito Santo), die aus derselben Epoche stammt, später aber umgebaut wurde, einige der wenigen Sakralbauten, die dem arianischen Kult geweiht waren.
Die Basilika S. Apollinare Nuovo (6. Jhd.), der sogenannte Palast des Theoderich und sein Mausoleum (6. Jhd.) vervollständigen die Zahl der Kunstdenkmäler aus römischbarbarischer Epoche und kennzeichnen schon den Übergang zum byzantinischen Zeitalter. Dazu gehören die imposanten Basiliken S. Vitale (6. Jhd.) uns S. Apollinare in Classe (6. Jhd.), deren einzigartige Mosaikdekorationen allein schon eine Besichtigung rechtfertigen.
Aber weitere Zeugnisse aus großen Zeit werden in den beiden großen Museen der Stadt aufbewahrt, in dem Nationalmuseum gleich neben der Basilika S. Vitale und im Erzibischöflichen Museum, am Dom gelegen. In letzterem befindet sich u.a. der Elfenbeinthron des Bischofs Maximian (6. Jhd.), angeblich ein Geschenk des Kaisers Justinian und berühmt für seine unvergleichlichen Intarsienarbeiten.

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