Ravenna und Umgebung

Pilgerstätte

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Sie trugen ein langes Gewand, mit einer um die Hüften gebundenen Kordel. Darüber einen Umhang der während der kalten Nächte als Decke diente. Meistens trugen sie auch einen Hut mit breiten Rand, der vor Sonne und Regen schützen sollte. Im Umhängesack waren Brot und Käse als Nahrungsmittel vorhanden, ein Geleitsbrief (Paß oder Personalausweis), Feuersteine, eine Feldflasche um den Durst zu stillen. Zur Stütze diente ein Stock mit dem sie sich auch gegen Tiere wehrten und der von großer Hilfe war, Flüße oder andere Waßerstellen durchzuwaten.
Oft hatte der Stock die Form eines Kreuzes (taumata). Die Pilger die nach Rom oder an eine andere heilige Stätte reisten waren davon überzeugt ihre Seele gereingt zu haben und fingen oft ein neues Leben an. Bevor sie ihre Reise antraten, liessen sie ihre Kleidung segnen.
Die Pilger, die ins Heilige Land reisten trugen als diesbezügliches Zeichen einen Palmzweig; sie wurden "i Palmieri" genannt. Als "Giacobei" wurden die Pilger bezeichnet, die nach "San Giacomo (San Jakob) di Compostela" reisten; hingegen die, die nach Rom pilgerten wurden "Romei" genannt. Rom war das meistbesuchteste und beliebteste Pilgerziel, denn man war davon überzeugt, daß der Papst selbst jeden Einzelnen von Sünden od. Schulden befreien würde. Die Pilger folgten ganz bestimmten Anhaltspunkten z.B. Klöster, Abteien, Hospitzen; sie reisten anhand von Pergamentkarten oder Schaftspapierkarten auf denen die genauen Reiserouten eingezeichnet waren.
In Nord-Europa legten die aus Bergen kommenden Schiffe in Hamburg an. Von Hamburg aus reisten sie über die große Lüneburger Heide nach Osnabrück u. Solingen (schon damals war diese Stadt wegen ihrem guten Stahl bzw. Schwertern, Degen etc. bekannt), bis nach Köln. Diese Stadt war zu dieser Zeit die meistbesiedelste in Deutschland und in ihrem Binnenhafen lagen 2 bedeutende Flotten.
Köln war seit 1200 eine freie Stadt. Dort sammelten sich die "Romei" im Gebet um die Reliquien der Heiligen Drei Koenige, die vom Bischof "Reinhard von Dassel" von Mailand nach Köln gebracht wurden, in dem Dom, der 1248 erbaut wurde, zu preisen.
Diese Reliquien waren in einem goldenen Sarg aufgebart, der im XII Jahrh. vom Künstler "Nicola di Verdun" und seinen Schülern angefertgt wurde.

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