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In dem bereits seit dem Altertum bewohnten westlichen Friaul wurden vielerorts
Siedlungsreste aus der Altsteinzeit (Sequals, Piancavallo, Grotte di Pradis
usw.), der Jungsteinzeit (die Pfahlbausiedlung Palu di Livenza) und der
Eisenzeit (S. Vito, Montereale Valcellina, Palse usw.) gefunden. Noch heute gibt
es wichtige Zeugnisse aus der Römerzeit, insbesondere in Torre di Pordenone. Die
Abtei von Sesto al Reghena wurde im 8. Jahrhundert, also zur Zeit der
Langobarden erbaut. Von 1077 bis 1420 blieb das Gebiet, wie das übrige Friaul,
nahezu vollständig unter der einstweiligen Rechtssprechung der Patriarchen von
Aquileia. Zusammen mit einigen kleineren Landstrichen bildete Pordenone eine
Ausnahme: es war bereits seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Besitz
verschiedener deutscher Herrscher und seit 1278 gehörte es den Habsburgern.
Um sich die Gunst ihrer fernen Untertanen zu erwerben, räumten diese der Stadt
zahlreiche Privilegien und Freiheiten ein, die in speziellen Statuten
festgeschrieben wurden (der erste stammt aus dem Jahr 1291 und wurde 1438
erweitert). Pordenone, das schon vor dem Jahr 1000 bewohnt war, wie die
kürzlich unter dem Palazzo Ricchieri entdeckte Nekropolis beweist, entwickelte
ab dem 12. Jahrhundert einen regen Handelsverkehr im Hafen am Noncello-Fluß;
dieser gab der Stadt ihren Namen (Portus Naonis) und verband diese über die
Flüsse Meduna und Livenza mit der Adria und Venedig. Ein großes Wachstum
erlebten in diesen Jahren auch die umliegenden Orte: Prata, Porcia, Spilimbergo,
Maniago, Sacile, S. Vito al Tagliamento, Polcenigo, Aviano, Valvasone.
Im Jahr 1420 blieben allein das habsburgische Pordenone und die Stadt Castelnovo
(die im Besitz des Grafen von Görz war) von der venezianischen Eroberung
verschont; diese fielen erst 1508 an die Markusrepublik. Später wurde der
Feldherr Bartolomeo d'Alviano mit der Stadt am Noncello belehnt, aber nach dem
Aussterben der Familie wurde sie ab 1539 von Venedig verwaltet. Im Jahr 1797,
als die übrige Region bereits der Republik Venedig angeherte, trat Napoleon das
Gebiet rechts des Tagliamento an Österreich ab, das es (mit einer Unterbrechung
während der italienischen Herrschaft 1806-1813) bis 1866 in seinem Besitz hielt,
als es schließlich dem Königreich Italien einverleibt wurde. Schon zu Beginn des
19. Jahrhunderts, als der Hafenverkehr eingestellt wurde, begann in Pordenone
das Handwerk zu blühen, das fortan die Geschichte der Stadt tief prägte, wie das
Töpferhandwerk der Familie Galvani, deren prestigereiches Markenzeichen noch bis
vor wenigen Jahren existierte, und die Baumwollspinnereien, die mehrere tausend
Arbeiter beschäftigten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Textilgewerbe zunehmend in eine
wirtschaftliche Krise geriet, wurde Pordenone zu einem wichtigen Zentrum für die
Herstellung von Haushaltsgeräten und ist in diesem Bereich bis heute führend in
Europa. In dem Gebiet um Pordenone haben sich zudem viele kleine und mittlere
Betriebe angesiedelt: von Bedeutung sind vor allem die Messerfabriken in Maniago
und die Möbelfabriken in Brugnera, Prata, Pasiano, sowie die überall
anzutreffenden Handwerksbetriebe.
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In dem bereits seit dem Altertum bewohnten westlichen Friaul wurden vielerorts Siedlungsreste aus der Altsteinzeit (Sequals, Piancavallo, Grotte di Pradis usw.), der Jungsteinzeit (die Pfahlbausiedlung Palu di Livenza) und der Eisenzeit (S. Vito, Montereale Valcellina, Palse usw.) gefunden. Noch heute gibt es wichtige Zeugnisse aus der Römerzeit, insbesondere in Torre di Pordenone. Die Abtei von Sesto al Reghena wurde im 8. Jahrhundert, also zur Zeit der Langobarden erbaut. Von 1077 bis 1420 blieb das Gebiet, wie das übrige Friaul, nahezu vollständig unter der einstweiligen Rechtssprechung der Patriarchen von Aquileia. Zusammen mit einigen kleineren Landstrichen bildete Pordenone eine Ausnahme: es war bereits seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Besitz verschiedener deutscher Herrscher und seit 1278 gehörte es den Habsburgern.
Um sich die Gunst ihrer fernen Untertanen zu erwerben, räumten diese der Stadt zahlreiche Privilegien und Freiheiten ein, die in speziellen Statuten festgeschrieben wurden (der erste stammt aus dem Jahr 1291 und wurde 1438 erweitert). Pordenone, das schon vor dem Jahr 1000 bewohnt war, wie die kürzlich unter dem Palazzo Ricchieri entdeckte Nekropolis beweist, entwickelte ab dem 12. Jahrhundert einen regen Handelsverkehr im Hafen am Noncello-Fluß; dieser gab der Stadt ihren Namen (Portus Naonis) und verband diese über die Flüsse Meduna und Livenza mit der Adria und Venedig. Ein großes Wachstum erlebten in diesen Jahren auch die umliegenden Orte: Prata, Porcia, Spilimbergo, Maniago, Sacile, S. Vito al Tagliamento, Polcenigo, Aviano, Valvasone.
Im Jahr 1420 blieben allein das habsburgische Pordenone und die Stadt Castelnovo (die im Besitz des Grafen von Görz war) von der venezianischen Eroberung verschont; diese fielen erst 1508 an die Markusrepublik. Später wurde der Feldherr Bartolomeo d'Alviano mit der Stadt am Noncello belehnt, aber nach dem Aussterben der Familie wurde sie ab 1539 von Venedig verwaltet. Im Jahr 1797, als die übrige Region bereits der Republik Venedig angeherte, trat Napoleon das Gebiet rechts des Tagliamento an Österreich ab, das es (mit einer Unterbrechung während der italienischen Herrschaft 1806-1813) bis 1866 in seinem Besitz hielt, als es schließlich dem Königreich Italien einverleibt wurde. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als der Hafenverkehr eingestellt wurde, begann in Pordenone das Handwerk zu blühen, das fortan die Geschichte der Stadt tief prägte, wie das Töpferhandwerk der Familie Galvani, deren prestigereiches Markenzeichen noch bis vor wenigen Jahren existierte, und die Baumwollspinnereien, die mehrere tausend Arbeiter beschäftigten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Textilgewerbe zunehmend in eine wirtschaftliche Krise geriet, wurde Pordenone zu einem wichtigen Zentrum für die Herstellung von Haushaltsgeräten und ist in diesem Bereich bis heute führend in Europa. In dem Gebiet um Pordenone haben sich zudem viele kleine und mittlere Betriebe angesiedelt: von Bedeutung sind vor allem die Messerfabriken in Maniago und die Möbelfabriken in Brugnera, Prata, Pasiano, sowie die überall anzutreffenden Handwerksbetriebe.
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