Triest

Schloss

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Duino - Auf dem letzten Felssporn im Karst liegt steil über der Bucht von Triest, wenige Schritte vom berühmten, nach Rainer Maria Rilke benannten Spazierweg entfernt, das Schloss Duino, das sich dem Pulikum nicht wie eines der üblichen strengen Burgmuseen darbietet. Es ist hingegen ein für Italien seltenes, sehr interessantes Beispiel eines Herrschaftsansitzes, der so etwas wie Frohsinn ausstrahlt und von den heutigen Fürsten von Thurn und Taxis mit Leben erfüllt wird. Das Gebäude erscheint als massiver Kompositbau, den ein Turm aus dem 16.Jh. überragt, dessen intakt erhaltene Grundmauern bereits zweitausend Jahre alt sind. Um diesen Turm herum entstand im 14.Jh. auf den Resten eines römischen Vorpostens das heutige Schloss: unweit von jener antiken Anlage, die der Überlieferung nach dem Sonnengott geweiht war und sehr romantisch "La Dama Bianca" (Die weiße Dame) genannt wird. Ab dem 17.Jh. nahm das Schloss unter den Grafen Thurn-Hofer Vasassina allmählich die Merkmale eines humanistischen Kulturzentrums an, die es bis heute beibehalten hat. Ende des 19. Jh. eröffneten zwei Damen von hoher Bildung und Sensibilität, Teresa Thurn-Hofer Valsassina und ihre Tochter Maria von Thurn und Taxis, ihre Salons den angesehensten Namen der internationalen Kunst, Literatur und kultur. Unter den Gästen: Johann Strauss, Franz Liszt, Mark Twain, Paul Valéry, Gabriele D'Annunzio und dichter wie Hugo von Hofmannsthal und Rainer Maria Rilke (eben hier in Duino schuf der Dichter seine berühmten Elegien). Die zum Meer blickende Anlage überragt ein kleines Foscherdorf, das heute in erster Linie touristische Einrichtungen und Villen umfasst, und ist von einem weiten Park umgeben. Die im Inneren seit Jahrhunderten verwahrten Möbel, Bilder, wertvollen Gegenstände, Bücher und Erinnerungsstücke verleihen dem Schloss eine stilvolle, ansprechende Atmosphäre, während sein Garten zur Erholung und zu entspannenden Spaziergängen einlädt. Ein kleiner Weg führt durch den Park direkt zum darunter liegenden Privatstrand.
Miramare - In bevorzugter, weil in den Golf von Triest hineinragender Lage, erhebt sich das Schloss Miramare. Es wurde nach Wunsch von Erzherzog Maximilian von Habsburg nach einem adligen Wohnsitz hingebaut. Das Schloss wurde zwischen 1856 und 1860 (als Triest unter Östereich War) nach dem Entwurf des Ingenieurs Karl Junker erbaut, der sich für das Äußere von architektonischen Baustilen vergangener Epochen inspirieren ließ; das Ergebnis ist eine Verschmelzung von neugotischen, mittelalterlichen und schottischen Einflüssen. Seinen besonderen Zauber verdankt das Schloss dem blendend weißen Gestein aus Istrien, aus dem es erbaut ist. 1955 zum staatlichen Museum erklärt, kann man darin sowohl Räume besichtigen, in denen Maximilian gelebt hat, als auch Zimmer, die er nie benutzt hat, da sie erst fertiggestellt wurden, als er bereits in Mexiko lebte. In seiner Gesamtheit verleitet dieses Schloss zum Nachdenken über diesen Mann, seine kulturellen Interessen - er besaß eine ausgesprochen reiche Bibliothek - und über den Verlauf seines tragischen Schicksals. Die Wohnräume wurden auf Maximilians persönliche und detaillierte Anweisungen hin von Franz und Julius Hoffmann dekoriert und sind sehr reich an Kunstwerken. Maximilian suchte die Symbole für das Wappen von Miramar, das in allen Räumen zu finden st, selbst aus: die Ananas als Zeichen seiner Leidenschaft für alles Exotische, der Anker als Symbol für das Meer und das kaiserliche Symbol (der mexikanische Adler, der eine Schlange ergreift), das nach der Einwilligung des Mexikanischen Königreichs eingefügt wurde. Jeder Raum trägt einen Namen, wie z.B. die Kabine, (sein Schlafzimmer); der Novara-Saal, der das Spiegelheck des Schiffes genau wiedergibt, das er als junger Admiral leitete; die Bibliothek mit den kostbaren Büchern und seltenen Herbarien. Am eindrucksvollsten ist wohl der imposante Thronsaal mit den Porträts - Verherrlichungen der Habsburgischen Dynastie. Im ersten Stock kann der vom Herzog von Aosta, der hier mit seiner Familie von 1931 bis 1937 lebte, neu ausgestattete Flügel des Schlosses besichtigt werden. Der Park zählt mehr als zweitausend Pflanzenarten, Blumen und Sträucher, einige von besonderer Seltenheit; außerdem verschiedene künstlich angelegte Teiche, Lauben, Blumenbeete und Wäldchen, die gemeinsam diese typische romantische Atmosphäre hervorrufen, welche die Parkanlagen seit Anfang des 19.Jh. kennzeichnet. Auch Denkmäler sind vorhanden, darunter eine Büste Maximilians, die von ihrem ursprünglichen Platz (Piazza Venezia) in den Park verlegt wurde, und eine weitere Büste zu Ehren des Herzogs von Aosta, die an der Zugangsallee zu finden ist.