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Hier, in natürlicher Weise geschützt durch Steilhänge, befand sich in alter Zeit
Falerii, die antike Hauptstadt der Falisker: ein italischer Volksstamm, der sehr
stark von der etruskischen Kultur beeinflusst was und dessen Geschichte aufs
Engste mit Veio und dem Kampf gegen Rom verbunden ist. Nach einigen
militärischen Auseinandersetzungen, Niederlagen, Waffenstillständen und
Bündnisverträgen im Laufe des 4. Jhdt., eroberten die Römer im Jahre 241 v.Chr.
nach einem erneuten Aufstand die Stadt, plünderten und zerstörten sie. Sie
zwangen die Bewohner eine neue Siedlung in der Ebene zu gründen. So entstand
Falerii Novi.
Der langgestreckte Tuffrücken grenzt im Norden an den Rio
Maggiore-Purgatorio, im Süden an den Rio Filetto, im Westen an den Treia. Im
Osten bewehrte ihn ein grosser Wall, wo sich heute majestätisch die Festung
Sangallo erhebt, eines der renommiertesten Beispiele militärischer Architektur
der Renaissance, die sich aber auch die Verteidigungskünste der Falisker zu
Nutze machte. Die Siedlung spielte nicht nur eine dominante politische Rolle in
der Region, sondern auch im religiösen leben, worauf die Überreste diverser
Tempel hinweisen, die sich teils in der Stadt befinden, teils in den tiefen
gelegenen Tälern. Dort fand man u.a. die ersten Exemplare von Votivgegenständen
der etruskischen-faliskischen Religion und Reste von baulichen Verzierungen, wie
Tuffplatten und vielfarbige Hochreliefs.
Innerhalb der Stadt trifft man auf die
Ruinen des Tempels von Scasato (Ende 4.-3. Jhdt.v,Chr.), auch von Apollo
genannt, da eine Halbbüste aus Ton des griechischen Gottes gleich neben einer
heroischen Darstellung Alexander des Grossen (von Lysipp) und ferner ein
eindrucksvoller Kopf von Zeus gefunden wurden. Auf dem angrenzenden Plateau von
Vignale sind zwei weitere Kultstätten, bekannt als Tempel Maggiore und Minore
(Ende 6.-3. Jhdt.v.Chr.), wo Antefixe von Köpfen Silenos, Minadis, Giunone
Sospita und das Haupt einer Statue von Mercurio gefunden wurden. Im Tal, längs
des Flusslaufes des Rio Purgatorio, liegen die Pilgerstätten von Sassi Caduti
(5.-1. Jhdt.) dem Mercurio geweiht, mit einem polychromen Akrotèr, auf dem zwei
kämpfende Krieger dargestellt sind, sowie von Cappuccini und von Celle (6.
Jhdt.v.Chr. - 2. Jhdt.n.Chr.), eine Kultstätte von Giunone Curite, die
Schutzgöttin von Falerii, deren religiöse Wurzeln bis in die Frühgeschichte
zurückreichen.
Auf dem nahegelegenen Tuffrücken befinden sich Nekropolen (8.-3.
Jhdt.) mit eher bescheidenen Kammergräbern, wo die Grabbeigaben auf einfache
Tuffsockel oder in die Wand gehauene Nischen gelegt wurden (Penna, Valsiarosa,
Terrano, Colonette, Cappuccini, Montarano und Celle). Im Grabinnern fand man
zahlreiche Grabbeigaben, wobei die umfangreiche Produktion faliskischer Keramik
aus dem 4.-3. Jhdt. hervorzuheben ist, die sich in gewissem Sinne mit den vielen
modernen Fabriken fortsetzt, ein Hauptzweig Wirtschaft von Civita Catellana. In
den Räumen o.g. Festung Sangallo befindet sich das "Museo dell'Agro falisco" mit
zahlreichen Zeugnissen der Geschichte und der Kultur dieses Volkes, die vom 10.-
1. Jhdt.v.Chr. reichen. Weitere archäologische Funde, wie die prunkvollen
Tempelverzierungen, sind im Museum der Villa Giulia in Roma aufbewahrt.
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Hier, in natürlicher Weise geschützt durch Steilhänge, befand sich in alter Zeit
Falerii, die antike Hauptstadt der Falisker: ein italischer Volksstamm, der sehr
stark von der etruskischen Kultur beeinflusst was und dessen Geschichte aufs
Engste mit Veio und dem Kampf gegen Rom verbunden ist. Nach einigen
militärischen Auseinandersetzungen, Niederlagen, Waffenstillständen und
Bündnisverträgen im Laufe des 4. Jhdt., eroberten die Römer im Jahre 241 v.Chr.
nach einem erneuten Aufstand die Stadt, plünderten und zerstörten sie. Sie
zwangen die Bewohner eine neue Siedlung in der Ebene zu gründen. So entstand
Falerii Novi.Der langgestreckte Tuffrücken grenzt im Norden an den Rio Maggiore-Purgatorio, im Süden an den Rio Filetto, im Westen an den Treia. Im Osten bewehrte ihn ein grosser Wall, wo sich heute majestätisch die Festung Sangallo erhebt, eines der renommiertesten Beispiele militärischer Architektur der Renaissance, die sich aber auch die Verteidigungskünste der Falisker zu Nutze machte. Die Siedlung spielte nicht nur eine dominante politische Rolle in der Region, sondern auch im religiösen leben, worauf die Überreste diverser Tempel hinweisen, die sich teils in der Stadt befinden, teils in den tiefen gelegenen Tälern. Dort fand man u.a. die ersten Exemplare von Votivgegenständen der etruskischen-faliskischen Religion und Reste von baulichen Verzierungen, wie Tuffplatten und vielfarbige Hochreliefs.
Innerhalb der Stadt trifft man auf die Ruinen des Tempels von Scasato (Ende 4.-3. Jhdt.v,Chr.), auch von Apollo genannt, da eine Halbbüste aus Ton des griechischen Gottes gleich neben einer heroischen Darstellung Alexander des Grossen (von Lysipp) und ferner ein eindrucksvoller Kopf von Zeus gefunden wurden. Auf dem angrenzenden Plateau von Vignale sind zwei weitere Kultstätten, bekannt als Tempel Maggiore und Minore (Ende 6.-3. Jhdt.v.Chr.), wo Antefixe von Köpfen Silenos, Minadis, Giunone Sospita und das Haupt einer Statue von Mercurio gefunden wurden. Im Tal, längs des Flusslaufes des Rio Purgatorio, liegen die Pilgerstätten von Sassi Caduti (5.-1. Jhdt.) dem Mercurio geweiht, mit einem polychromen Akrotèr, auf dem zwei kämpfende Krieger dargestellt sind, sowie von Cappuccini und von Celle (6. Jhdt.v.Chr. - 2. Jhdt.n.Chr.), eine Kultstätte von Giunone Curite, die Schutzgöttin von Falerii, deren religiöse Wurzeln bis in die Frühgeschichte zurückreichen.
Auf dem nahegelegenen Tuffrücken befinden sich Nekropolen (8.-3. Jhdt.) mit eher bescheidenen Kammergräbern, wo die Grabbeigaben auf einfache Tuffsockel oder in die Wand gehauene Nischen gelegt wurden (Penna, Valsiarosa, Terrano, Colonette, Cappuccini, Montarano und Celle). Im Grabinnern fand man zahlreiche Grabbeigaben, wobei die umfangreiche Produktion faliskischer Keramik aus dem 4.-3. Jhdt. hervorzuheben ist, die sich in gewissem Sinne mit den vielen modernen Fabriken fortsetzt, ein Hauptzweig Wirtschaft von Civita Catellana. In den Räumen o.g. Festung Sangallo befindet sich das "Museo dell'Agro falisco" mit zahlreichen Zeugnissen der Geschichte und der Kultur dieses Volkes, die vom 10.- 1. Jhdt.v.Chr. reichen. Weitere archäologische Funde, wie die prunkvollen Tempelverzierungen, sind im Museum der Villa Giulia in Roma aufbewahrt.
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