Rom

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Die Piazza Venezia ist das Zentrum des heutigen Rom. Fast hat es den Anschein, als riskiere man sein Leben, wenn man den tobenden Verkehr durchquert: Fußgänger sind in Italien jedoch "geschützt". Eine Seite des Platzes begrenzt der Palazzo Venezia, Roms erster Renaissancepalast (erbaut um 1455) und ab 1929 Hauptquartier Mussolinis. Vom Balkon des Gebäudes aus hielt er seine Brandreden und das nie verlöschende Licht in seinem Schlafzimmer suggerierte der Nation, daß der "Schlaflose" allzeit zum Wohle des Volkes wachte und wirkte. (Allerdings berichtet Luigi Barzini, daß das Licht auch dann brannte, wenn er nicht anwesend war.) Heute befindet sich darin das Museo del Palazzo Venezia. "In zehn Jahren wird man Italien nicht wiedererkennen, Kameraden", tönte der "duce" 1926. Folglich ließ er die mittelalterlichen Quartiere "aus einer dunklen Epoche" in der Nachbarschaft abreißen und sein Hauptquartier durch die Via degli Fori Imperiali mit dem Kolosseum verbinden. Zusammen mit den ausgegrabenen Foren war damit die symbolische Verbindung zur ruhmreichen Vergangenheit wiederhergestellt. Auf dem Weg dorthin stößt man als erstes auf die Trajanssäule (zur Linken), die den dahinterliegenden Trajansmarkt (Foro di Traiano) überragt. Heute ein bevorzugter Aufenthaltsort der allgegenwärtigen römischen Katzen, war der "Mercato" in antiken Zeiten ein fünfstöckiger Gebäudekomplex, in dem Waren aus aller Welt feilgeboten wurden. Im obersten Stockwerk befanden sich zwei Fischteiche, deren einer mit Süßwasser aus einem Aquädukt gespeist wurde, während der andere mit Salzwasser gefüllt war, das man aus Ostia herangeschafft hatte. Einfallsreiche Verkäufer hielten sich Affen, die mit ihren Possen Kundschaft anlocken sollten. Als nächstes kommen dann die Foren von Augustus und von Nerva (zur Rechten), beides Wohngebäude für die wachsende römische Bevölkerung. Am Ende der Straße erhebt sich das Kolosseum, inzwischen ohne malerische Blumen und Unkraut, dafür von Bussen, Imbißbuden und brandendem Verkehr umgeben. Dieses Symbol der Ewigen Stadt sieht heute weniger prächtig aus als in seiner Marmorpracht zu kaiserlicher Tage und weniger pittoresk als in seiner Verwahrlosung romantischer Tage. Es ist zur Sicherheit der Besucher - und des Gebäudes - nur teilweise zugänglich und von Touristen aus aller Welt überlaufen: somit auch ein Symbol des 20. Jahrhunderts. Erbaut wurde das Kolosseum im Jahr 79 n. Chr. von Kaiser Vespasian, der den See den "Goldenen Hauses" (Domus Aurea) hatte trocken legen lassen: Ein demonstrativer Akt, der zeigen sollte, daß er - anders als der verschwenderische Nero - nicht nur sein persönliches Vergnügen im Sinn habe, sondern auch das der Öffentlichkeit.

Die Stadt Rom zeichnet sich durch eine Vielzahl an verschiedenen Strukturen für die Unterbringung.