Naturpark des Monte San Bartolo

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Der Naturpark Monte San Bartolo wurde von der Region Marken im Jahre 1994 eingerichtet und ist im Mai des Jahres 1997 voll funktionsfähig geworden. Der Hügel San Bartolo, eine Berghöhe, die Pesaro mit Gabicce verbindet, stellt zusammen mit dem Conero auf einer Länge von ungefähr 10 Km und mit einer maximalen Gipfelhöhe um die 200 m den einzigen Abschnitt einer "hohen Küste" von Triest bis Gargano dar. Die geschütze Oberfläche hat eine Ausdehnung von circa 1600 Hektar und umfaßt ein Gebiet, das sowohl unter naturalistichem als auch historisch-kulturellem Gesichtspunkt höchstinteressant ist: durch seine Präexistenzen in der Tat weiß San Bartolo seine antike Geschichte zu erzählen, seine Beziehung zum Meer, zu den Tieren und Pflanzen, zu seinen Bewohnern, indem er sich heute mit all seiner Faszination dem Blick des aufmerksamen und sensiblen Besuchers darbietet.
Der Naturpark Monte San Bartolo erhebt sich über die flachen Strände der Romagna und der Marken wie ein welliges Aufeinanderfolgen von zum Meerhin absinkenden Ausläufern und kleinen Tälern, hier und da unterbrochen von überhängeden Wänden, die von einer in waagerechter Stellung liegenden Stratifikation oder von einer das Erdreich stützenden Schicht gehalten werden. Das sich Abwechseln der sandigen Bänke, der mergelhaltigen und tonerdenen Schichten fällt, sofern es nicht von den Stellungen gestützt ist, flacher gegen das Meer ab und mischt sich mit den antiken Erdrutschen, die das Kliff bedecken. Die Gipfel von Monte Castellaro oder Monte Brisighella erreichen nahezu eine Höhe von 200 m, erlauben aber einen weiten Ausblick auf die Küste und das Meer. Die überhängenden Kliffs des Parks bilden eine für unsere mit Sandstränden ausgestatteten Küsten ungewöhnliche Meerlandschaft, die ein Besucher, der von der Küste der Romagna oder Pesaros kommt, nicht erwartet.
Das zum Meer gerichtete Kliff weist geologisch sehr interessante Aspekte auf, mit fossilen Fischen und seltenen, linsenförmigen oder faserigen Gipskristallen wie dem Serikolit. Am Fuß des Kliffs läuft ein schmaler Strand aus Kies und Kieselsteinen entlang, der aus dem Abbruch und dem Abrutschen der darüberliegenden Wände stammt. Unter den Ufergesteinen fällt das goldene Gelb der ausgewaschenen Kiesel auf, die rundlich sind und oft eine kuriose Form aufweisen. Dies ist das Ergebnis einer besonderen Litogenese, die Sandmaterialien chemisch in diese sphäroidischen Formen aggregiert. Der Kieselsteinstrand beherbergt besondere und seltene marine Biokenosen aus dem Küstenbereich. In der Vergangenheit dagegen wurde er als bequeme Kiesgrube und Steinbruch für Bodenbeläge benutzt, wobei die abgebauten Materialien direkt auf Kähne verladen wurden. Historische Dokumente bezeugen, daß diese Tätigkeit einige hundert Jahre lang andauerte, mit einem Materialexport Richtung Ravenna, Rimini und anderer Küstenstädte, um erst im Schutze der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Ende zu finden.
Die alten Kopfsteinpflaster in der Stadt Pesaro und in der Umgebung des Parks waren damals in der Tat aus diesen Steinen hergestellt. Der Naturpark von San Bartolo weist sehr eindrucksvolle Naturaspekte auf, unter ihnen die Blüte des spanischen Ginsters (Spartium junceum), der im Mai die zur Meerseite gelegenen Hügelhänge in einem Mantel aus goldenem Gelb hüllt, das Kliff mit ausgedehnten Schilfrohrfeldern (Arundo pliniana), die sich einheitlich bis zum Ufer erstrecken, die Küste aus Kieselsteinen, die oft einen schmalen Streifen unter den steilen Wänden bildet. Infolge jahrhundertelanger Benutzung seitens des Menschen präsentiert die Vegetation sich vorallem in den Anfangsstadien. Wenn sich auch in den kleinen Tälern langsam recht entfaltete Waldformationen ansiedeln, sind im Hinterland einige kleine Wälder vorhanden, die auch aufgrund des Vorhandenseins von Zerreichen (Quercus cerris) interessant sind. Wenn es sich auch aufgrund des noch gemäßigten Klimas nicht um die mediterrane Macchia handeln kann, gibt es Beispiele von mediterranen Gattungen wie der Kreuzdornstaude (Rhamnus alaternus), dem Oleaster (Phyllirea media) und der Liliengewächse (Smilax aspera).

Wohnen können Sie in Naturpark des Monte San Bartolo, in Hotels, Agritourismusbetrieben (Ferien auf dem Bauernhof), Residence (Ferienwohnanlagen), Bed & Breakfast, Zimmervermietungen, Ferienwohnungen/-häusern, Campingplätzen und Feriendörfen.


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