San Benedetto del Tronto

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Wenig später, im Jahr 1245, erhält Ascoli von Kaiser Friedrich II. den Küstenbereich zwischen dem Ragnola und dem Tronto, um dort einen befestigten Hafen anzulegen; das wird zum auslösenden Moment für eine Reihe dramatischer Auseinandersetzungen zwischen den Städten Ascoli und Fermo: die wiederholten Kriege bezogen auch San Benedetto und eine Reihe weiterer Kastelle des Raumes Fermo mit ein. Außer den kriegerischen Auseinandersetzungen plagen auch die Pest und zahlreiche Invasionen von Seiten der Türken und der Sarazenen den Ort, der daraufhin fast vollständig aufgegeben wird. Später muss er mit Flüchtlingen aus Albanien und der Romagna und Familien aus dem nördlichen Teil der Marken oder umgebenden Gemeinden wieder neu besiedelt werden. Ab 1650 dehnt sich der Ort, der anfangs bequem innerhalb der Stadtmauern Platz fand, in Richtung Strand aus: die ersten Häuser werden in der Nähe einer kleinen Kirche, die Sant'Antonio geweiht und auch als Madonna della Spiaggia bekannt ist, errichtet. Schließlich entstehen 1754 die Vororte Sant'Antonio und Marina. 1860 befreien die Alpenjäger den Ort von der politischen Herrschaft des Papstes. Porto d'Ascoli, anfangs als Ortsteil angeschlossen, wird 1961 San Benedetto eingegliedert. Erst seit wenigen Jahren darf der Ort aufgrund eines Erlasses des Staatspräsidenten den Titel "Stadt" führen.
San Benedetto del Tronto ist heute ein im nationalen Maßstab wichtiges Fischerei- und Touristenzentrum. Die Hafentätigkeit, die seit Jahrhunderten von grundlegender Wichtigkeit für den Ort ist, erlebt mit dem Jahr 1912 ihren Wendepunkt: der Stapellauf eines motorgetriebenen Fischfängers hat einen Veränderungsprozess hinsichtlich des Antriebs der Boote in Gang gesetzt, der bis zu den heutigen Hochsee- Fischkuttern geführt hat. Außer den Neuheiten, was das Antriebssystem der Boote angeht, gibt es auch Modernisierungen in den anderen Bereichen, die direkt mit der Arbeit auf See verbunden sind: bei den Werften, der Hanfverarbeitung, der Herstellung von Kabeln und Netzen, dem Bau von Bootsmotoren und Bordinstrumenten, der Vermarktung des Fanges und den Kühlketten für den Fischtransport. Der Hafen und der Fischmarkt von San Benedetto, beide von Anfang des XIX. Jahrhunderts, wurden beträchtlich ausgebaut, und den mit dem Fischfang verbundenen Aktivitäten wurde erheblich mehr Platz eingeräumt: Nicht umsonst ist der Bereich San Benedetto einer der aktivsten landesweit was Fischverabeitung und -vermarktung angeht. Von großer lokaler wirtschaftlicher Bedeutung sind außerdem Verarbeitung und Handel in den Bereichen Obst und Gemüse. Diesen Aktivitäten verdankt unsere Stadt den vorderen Platz landesweit hinsichtlich Umsatzvolumen und beschäftigten Arbeitskräften. Vor kurzem wurde in San Benedetto das erste von 10 Centri Agroalimentari d'Italia eingerichtet -Stützpfeiler des Lebensmittel-Großhandels unseres Landes. Der Tourismus hat als Resource in San Benedetto schon Tradition: die ersten Hotelbetriebe gehen auf das Ende des XIX. Jahrhunderts zurück, und aus der gleichen Zeit stammt auch die erste Badeanstalt. Nur wenig später wurden zahlreiche kommunale Initiaven gestartet, um die verschiedenen örtlichen Strukturen zu verbessern. Im Jahr 1931 beauftragte die lokale Azienda di Soggiorno den jungen Ingenieur Luigi Onorati damit, das ästhetische und touristische Erscheinungsbild an der Bahnlinie in der Nachbarschaft der heutigen Viale Secondo Moretti zu verbessern. So kam die ausladende Allee am Meer zustande, die einst als unverhältnismäßig angesehen wurde und heute zu den majestätischsten und schönsten in ganz Italien zählt. Die öffentlichen Arbeiten, die San Benedetto ein freundliches und anziehendes Äußeres verleihen sollen, haben damit allerdings erst ihren Anfang genommen: der Ort wurde mit Arbeiten von Künstlern vom Schlage eines Kostabi, Nespolo, Salvo oder verschönt und dazu wurde der herrliche Palazzo Azzurro, das Symbol des lokalen Tourismus restauriert. Der Baudiente zuerst als Sitz für die Azienda di Soggiorno, war später eines der bekanntesten Tanzlokale an der Adria und wird heute für Ausstellungen und Happenings genutzt - gelegen ist er inmitten eines öffentlichen Parks mit einer üppigen, farbenprächtigen Vegetation. Aus touristischer Sicht interessant war schließlich auch die Anlage eines 4 km langen Radweges die Küste entlang, dann die beiden Plattformen am Meer und schließlich die komplette Neuanlage von Viale Secondo Moretti, dem "corso" der Stadt. Es gibt eine Großzahl von Beherbergungsbetrieben und viele Möglichkeiten, Sport zu treiben und auszuspannen - eben das, was das klassische "Strandleben" ausmacht: Besuchern und Einheimischen stehen der Touristen-Hafen, der Nautikclub, Tennisverein, Sporthalle, Hockey- und Eislaufanlagen sowie das Bocciodrom, Schwimmbäder und die Leichtathletikbahn zur Verfügung. San Benedetto besitzt des weiteren ein hochmodernes Kongress- und Kulturzentrum: eine Anlage mit Räumlichkeiten für die verschiedensten Veranstaltungen, Treffen und Theateraufführungen.