Oristano

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Bauern, Stallburschen und Knechte, die manchmal erfahrener waren als ihre Herren, durften nur außerhalb der Stadtmauern wetteifern. Erst in der Richterzeit, als Gilden und Zünfte am Stadtregiment teilnahmen, entwickelte sich der Wettkampf allmählich zu einem wahrhaften Volksspiel, von Bauern-und Schreinerzünften organisiert. Ab dieser Zeit findet er am letzten Faschingssonntag und am folgen-den Diensttag jedes Jahres statt. Im komplexen Ritual des Spieles sind christliche undheidnische Züge verschmolzen: heidnisch sind Klänge und Töne, Gesänge und Tänze, so wie auch die üppigen Festmahle; christlich sind die Hinweise auf einheimische Heilige. Die Aufführung des Wettkampfes besteht aus drei Teilen: Bekleidung - Umzug - Turnier
Die Bekleidung beginnt gegen 2 Uhr nachmittags im Haus des Vorsitzenden der Zunft. Hier muß "su Cumpoidori", der Leiter des Laufes, auf einen niedrigen Tisch steigen; er wird von einigen Jungfrauen in alter Tracht mit ritterlichen Kleidern angezogen. Am Ende der Zeremonie wird er auf den Armen bis zu seinem Pferd vor das Haus getragen. Hier segnet er das Volk mit einem Strauß Violen, während ihm die Jung frauen Korn und Blumen hinwerfen und die alte Aufseherin der Jungfrauen "Santu Giuanni" (den Heiligen Johannes) um Segen und Beistand bittet. Der Umzug: Trompeter, Trommler, Mitglieder der Zunft und maskierte Ritter ziehen durch die Straßen der Stadt und halten vor dem Richterpalast. Das Turnier: Es ist der Mittelpunkt des ganzen Festes. Die Trommeln schlagen, die Ritter laufen um den Platz herum und "Su Cumpoidori" führt den Kampf gegen seinen Gegner.