Stromboli

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Die Insel ragt aus Tiefen von 1100-1200 m empor, sodass die Gesamthöhe des Konus zwischen 2026 und 2126 liegt. Sein Gipfel, Serra Vancori genannt (926 m über Meereshöhe) ist ein Uberbleibsel eines alten Kraters und besteht aus andesitischer Lava. 200 m unter diesem Gipfel öffnet sich der jetzt aktive Krater. Er ist im Osten und im Westen durch Lavatärme und Lavakämme begrenzt; der östliche Kamm, Filo del Fuoco genannt, der westliche Filo di Baraona. Die vier morphologischen Einheiten, die die Insel bilden, sind der alte Stratovulkan (Paleostromboli) von Serra Vancori im Süden der Gipfel (918 m) 500 m nördlich des Stratovulkans, der gegenwärtige Krater mit fünf speienden Offnungen, 300 m nordlich (Neostromboli) des Gipfels, und der Neck von Strombolicchio, ein Nebenkegel.
Das vulkanische System von Stromboli liegt am Schnittpunkt von zwei Verwerfungen, von denen eine durch Lipari und Panarea in Richtung SW-NO durchzieht und die andere die zwei Unterseegebirge in Richtung OW weniger als 1000 m tief westlich von Stromboli durchzieht. In der Kratersole sind Lavaausbruchs-mündungen zu sehen, deren Anzahi sich dauernd ändert. Die Tätigkeit dieser Mündungen besteht im Auswurf von Lavastücken und glühender Schlacke, begleitet durch mehr oder weniger heftige Explosionen, oder Dampf und Lavaausfluss.
Oft sind diese Mündungen gleichzeitig tätig, wenen auch mit ungleicher Heftigkeit, jedoch besteht die normale Tätigkeit des Vulkans in einem mässigen Schlackenauswurf, der besonders bei Nacht ein unvergessliches Bild bietet. Diese beschränkte Tätigkeit des Vulkans wird ab und zu durch kurze aber heftige Explosionen unterbrochen, die mit Magmaauswurf enden, der an der sogenannten Sciara del Fuoco, den Abhang entlang herunterfliesst. Diese Lavaausgüsse bilden keine Gefahr für die Einwohner der Insel, weil sie den Feuerkanal langfliessen ohne sich ausbreiten zu können, weil durch die Felsenkämme abgegrenzt.
Die bedeutendsten Eruptionen haben in den Jahren 1891, 1907, 1915, 1919, 1930 (besonders zerstörerisch), 1936, 1954, 1955, 1956, 1959 und 1966 stattgefunden. Manche Schriftsteller haben früher behauptet, Stromboli habe keinen Lavaausfluss und dem Vulkan lediglich explosive Tätigkeit zuerkannt, sodass von ihm in der vulkanischen Fachsprache die Bezeichnung "Stromboliana" abgeleitet wurde. Jedoch bestätigen die Registrierungen der Tätigkeit, dass dieser Vulkan nicht allein explosiven Charakter hat, sondern auch Lavaauswurf, der oft auch länger anhält. Die Tätigkeit von Stromboli weicht von derer der Vulkane mit Auswurf basischen Magmas kaum ab, da die Mündungen stets offen sind, und daher kann man annehmen, dass zu jeder Zeit eine beschränkte Auswurftätigkeit und eine grössere Explosions-Tätigkeit vorhanden war. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Stromboli gerade infolge der beiden Auswurfformen als einer der aktivsten Vulkane der Welt angesehen werden kann.