Vulcano

Hotels Vulcano
- Restaurants - Typische Produkte - Service-Leistungen -
Die Auswurftütigkeit des Fossa- Kraters war gewaltig, mit mehr oder weniger langen Unterbrechungen, schon seit den Anfängen der geschichtlichen Epoche. Thucydides gibt uns gegen Ende des 5.Jahrh. v. Ch. die ersten Nachrichten davon.
In der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Ch. scheint dieser Vulkan eine starke Explosionstätigkeit gehabt zu haben, und zahlreich waren die Eruptionen in den darauffolgenden Jahrhunderten, von denen wir Kunde haben. Ausbrüche mit explosivem Charakter fanden im Jahr 44 v. Chr., dann in den Jahren 1444, 1550, 1626, 1727-1739, 1771-1786, 1812-1831, 1873-1879 und 1886-1890 statt. Im Jahr 1771 gab es eine heftige Tätigkeit, während der der Obsidianausfluss, nach den "Pietre Cotte" genannt, stattfand, den man heute auf der nordwestlichen Seite beobachten kann.
Die jüngste Tätigkeitsperiode begann am 3. August 1888 und endete am 22. März 1890. Während dieser Eruptionszeit fand ein Auswurf von altem Gestein mit grossen Ausmassen statt und auch ein Auswurf von Geschossen, die "Brotkrusten Bomben" genannt wurden. Seit jener Zeit hat Vulcano nur noch eine Fumarol-Tätigkeit, die sich auf den Konus Fossa und auf das Innere seines Kraters beschränkt.
Von 1913 bis 1923 fanden bei den Fumarolen der Konusaussenseite 4 reichliche Ausgüsse von flüssigem Schwefel statt. In der Nähe der Felsen am Levante-Hafen gibt es eine andere Gegend mit Fumarolen, zwischen einem alten vulkanischen Gebilde, das zum grossen Teil abgebaut ist.
1915 haben sich in Lentia um einem Lavaausguss weitere Fumarolen gebildet, die allerdings ein kurzes Leben hatten. Auch in den 3 Vulkantrichtern von Vulcanello gab es bis zum vorigen Jahrhundert eine Schwefelausbruchtätigkeit, welche heute vollkommen eingestellt ist. In der Gegend der Fumarolen des Levante-Hafens hat man sehr interessante Erscheinungen. An einigen Stellen ist der Boden mit einer Silizium-Kreide Schicht bedeckt, welche durch dünne Risse gebrochen ist. Wo diese Risse zusammenkommen, erheben sich kleine Trichter, von dessen Spitzen stark pfeifende Gase ausstraemen. In dieser Gegend ist auch eine sumpfige Ebene, wo oft der Schlamm durch das mit Wucht ausströmende Gas in die Höhe gejagt wird. In den Sommermonaten kleidet sich der Boden mit schönen und abwechslungsreichen Farben.
Es handelt sich um eine Effloreszenz von Eisen- und Aluminiumsulfat, das aus dem Boden herausschwitzt (als Sublimation der Fumarolen). Diese Erscheinung verschwindet bei Niederschlägen. Rund um die Klippen und vor dem Strand gibt es das Phänomen des durch die Unterwasser-Fumarolen hervogerufenen Gurgelns; auf den Meeresgrunde sieht man grosse Ablagerungen von kolloidalem Schwefel, in der Form von dünnen, flockigen Fäden, die dem Meer ein milchiges Aussehen verleihen.