Montalbano Elicona

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Die historischen Ursprünge des Stadtkerns von Montalbano sind ungefähr in die Zeit um das Jahr 1000 herum einzuordnen. In der normannischen und der nachfolgenden Stauferepoche wurde die Stadt Domänenbesitz. Stauferkaiser Friedrich II. schenkte ihn der Gemahlin Konstanze von Aragonien und wählte ihn zu einem der kaiserlichen Wohnsitze. Unter König Manfred wurde Montalbano in den Rang der Grafschaft erhoben, eine Periode beträchtlichen Glanzes für das Städtchen. In jene Zeit gehören die Reste des Turms TORRE DEL FONDACO, die beim Komplex von Argimusco besichtigt werden können. Nach dem Ende der Stauferzeit knüpfte Montalbano seine Blüte an König Friedrich II. von Aragonien, dem auch die Realisierung der renovierten BURG auf der vorher bestehenden Anlage zu verdanken ist. Die alten hohenstaufischen Mauern der Burg wurden zur Fassadenmauer der neuen Palast-Burg und die Feste von Montalbano ist heute in Sizilien der einzige erhaltene Königspalast aus dem 14. Jh.. Der aragonische Herrscher ruhte sich auf seinen Reisen nach Palermo häufig in Montalbano aus, in Begleitung seines Leibarztes Arnaldo di Villanova. Diese gesunden Aufenthalte schienen dem Monarchen ein ausgezeichnetes Heilmittel gegen seine Gicht zu sein, die (laut Arnaldo) dank des "Heilwassers" der (noch heute zu besichtigenden) Quelle FONTE DEL TIRONE heilbar war. Nach dem Tode von König Friedrich ging die Domäne von Montalbano an den Sohn, den Herzog von Randazzo, um später Lehensgut der Familie Bonanno Colonna zu werden. Dies bis zum Ende des 17. Jh.. In der Zwischenzeit haben einige Gebäude im Herzen der Altstadt, obwohl die städtebauliche Anordnung der Stadt beinahe unverändert blieb, die faszinierende Eleganz des sizilianischen Barocks angenommen. Man denke nur an das bewegliche PORTALE BALLARINO und an die zahlreichen anderen Portale der Patrizierpaläste, die noch heute sichtbar sind. Auch die Kirche CHIESA MADRE selbst ist nicht immun gegenüber Renovierungen vor dem, zur Zeit des und nach dem Barock geblieben (und ist durch das Werk von Künstlern im Kaliber des Gagini und des Caravaggionacheiferers Ponce de Leon bereichert worden). Montalbano, um zur Geschichte zurückzukehren, ging in den ersten Jahren des 19. Jh. an die Jesuiten, in deren Händen es bis zum Jahre 1860, bzw. bis zum Übergang zur Staatsdomäne, blieb. Die letzte Tappe bestand schließlich, im definitiv vereinten Italien, in der Gründung der Gemeinde.