Radicofani

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Val d'Orcia
UNESCO-Welterbe


Gerade der steile Anstieg hinauf zur Festung und zum nahegelegenen Ort Callemala (ein wenig tiefer verglichen mit dem heutigen Ort), verlieh Radicofani und seinem Herrscher, Ghino di Tacco, der auch bei Boccaccio und Dante vorkommt, seine Bedeutung. Radicofani, auf einem Hügel von fast 900 Metern ü.M. errichtet, war über Jahrhunderte eine der bedeutendsten befestigten Städte Italiens. Außer der Via Cassia kontrollierte der Ort für lange Zeit die Grenze zwischen Latium, Umbrien und der Toskana und somit die Machteinflussgebiete von Siena, Grosseto, Perugia, Orvieto und Viterbo. Die Festung sieht man bereits von Weitem und sie thront mächtig über dem Ort. Sie entstand im dreizehnten Jahrhundert, wurde im Jahre 1565 renoviert und im siebzehnten Jahrhundert teilweise zerstört.
Nach der Restaurierung in den neunziger Jahren kann man einen interessanten Rundgang unternehmen und die Bollwerke San Rocco, San Pietro und San Giovanni aus dem sechzehnten Jahrhundert besichtigen. Dann gibt es die Mauern der Verteidigungsgräben und den weitgehend rekonstruierten Cassero und den Turm mit der Zitadelle, in dem ein Museum untergebracht ist. Von der Terrasse auf der Turmspitze, die 37 Meter hoch ist, schweift der Blick weit über das Land. Äußerst beeindruckend ist das Panorama in Richtung Tuscia Viterbese, mit einem schönen Blick auf den Bolsenersee, Val di Chiana und Umbrien. Nur nach Westen ist die Sicht etwas eingeschränkt durch den Amiata. An besonders klareren Tagen sieht man die einzelnen Gebirgszüge des Zentralapennins. Bevor man zum Ort herabsteigt, lohnt sich ein Spaziergang in dem Kiefernwald, der die Burg umgibt.
Hier stößt man auf Bögen, Gewölbe und Brunnen, die teilweise von der Vegetation überwuchert sind. Zur Festung kann man mit dem Auto hinauffahren, oder aber man geht zu Fuß (etwa 20 min.). Auch der Ort selbst lohnt eine ausgiebige Erkundung. Das bedeutendste Baudenkmal ist die romanische Kirche San Pietro, aus dem XIII. Jahrhundert, die im letzten Krieg beschädigt und im Jahre 1946 wieder restauriert wurde. Im Innern, mit seinen niedrigen, gotischen Bögen, befinden sich eine herrliche Robbianische Terrakotta-Sammlung und Holzstatuen. Die Madonna mit Kind von Francesco di Valdambrino sticht besonders hervor. Hinter der Kirche ist ein Platz, dessen Panorama nach Süden dem der Festung gleichkommt. An der Hauptstraße steht die Kirche der Heiligen Agata, der Schutzpatronin von Radicofani.
Der Altar ist mit einem großes Antependium aus Robbianischer Terracotta geschmückt und in der Sakristei wird eine Holzstatue jüngeren Datums aufbewahrt. Mit dem Palazzo Pretorio (Gerichtsgebäude) sind die Baudenkmäler vollständig. In diesem Gebäude mit zahlreichen antiken Steinwappen an der Fassade ist heute die Schule untergebracht. In den Gärten von Maccione findet man eine Statue, die Ghino di Tacco darstellt. Auf der alten Via Cassia, die den Ort umrundet, liegt das Postgebäude, eine schöne Medicivilla. die von Ferdinand I. als Jagdhaus errichtet und später als Gasthof und Zollhaus für die Reisenden diente Unter anderen verweilten hier François Montaigne, Charles Dickens und die Päpste Pius VI. und Pius VII. Genau gegenüber steht ein wunderschöner Steinbrunnen, mit einem großen, auffälligen Wappen der Medici.
Von Radicofani empfiehlt sich, nicht gleich zur Via Cassia zurückzufahren, sondern den Weg erst einmal in Richtung Norden, oben auf dem Kamm, entlang der Hügelkette zwischen dem Orciatal und dem Tal des kleinen Flusses Formone fortzuseten. Die gesamte Strecke bietet ein herrliches Panorama auf den Amiata, der von hier seine typische trapezförmige Silhouette zeigt. Hinter dem Sattel der Conie geht es nach rechts ab, und die Strasse führt entlang beeindruckender Kalkabbrüche, die sich abwechseln mit bewirtschafteten Hügeln und tiefen Einschnitten.


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