Impruneta

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Die technische Revolution (in der zweiten Hälfte des XIX. Jh beschleunigt), hat die Terrakottaproduktion wesentlich verändert: aus einer kunst-handwerklichen Arbeit wurde ein industrielle Massenanfertigung. Aber auch heute noch gibt es in Impruneta viele Betriebe, die mit den alten Methoden arbeiten und auch innerhalb großer Industrien gibt es oft eine Abteilung für besondere Manufaktur, die auch fremde Projekte realisiert. Eine typische traditionelle Brennerei, wie sie in Archiven beschrieben wird, war aus verschiedenen Elementen zusammengestellt: mit einem äußeren Bogengang, der die bereits geformten Gegenstände aufnahm, um sie hier vor dem Brand trocknen zu lassen. Der Ofen ist ein besonderer Ort innerhalb der Brennerei: ein Raum, mit oft faßförmigem Gewölbe. Unter dem Fußboden befindet sich der Feuerraum, der die Hitze in die darübergelegene Kammer abgibt. Der mit Backsteinen zweiter Wahl "zugemauerte" Ofen erlaubt noch den Einblick, um den Brennvorgang kontrollieren zu können. Während das Brennen von der technischen Seite her der heikelste Moment ist, ist die kreativste Arbeit des Handwerkers der Übergang von dem mit Wasser vermengten Rohton bis zur langsam entstehenden Form. In dieser Phase entscheiden sich die Charakteristika der Gegenstände (auch die nicht rein künstlerischen): ihre Linie, Weite, die Länge des Halses, eventuelle Verzierungen: für letztere verwendet man (in der traditionellen Produktion) Punzen, Formen, Zahnrädchen und mehr. Die Brennereien Imprunetas haben über Jahrhunderte den Bauern-und Arbeiterhaushälten elementare Gebrauchsgegenstände geliefert, insbesondere die Tonkrüge, in denen Öl und Wasser aufbewahrt wurden, von denen unzählige Tyren, Größen und figurative Varianten bekannt sind. Neben diesem "alltäglichen" Produktcharakter gab es stets auch den "nobleren", der auf die Dekorationsbedürfnisse der Villen und Gärten der gehobeneren Klassen abzielte: Statuen (Tiere, Putten, Mädchen), Maskarone, Fialen ecc. Die größten Produktionsmengen ergeben sich allerdings im Baumaterial (Dachziegel, Flachziegel, Backsteine, Bodenfliesen), die für einen sehr weiten Markt bestimmt sind. Die Brennereien Imprunetas haben auch hier ihr besonderes Fingerspitzengefühl bewiesen (neben Brunelleschis Flachziegeln sind die berühmten "soppani" achtenswert: flache Dachziegel, die nette und ausgefeilte Dekorationen aufwiesen, die für die Innenauskleidung der Dächer vor allem zwischen dem XVI. und XIX. Jh im florentinischen Gebiet verwendet wurden). Das Gebiet Imprunetas war in überwiegender Mehrheit bis zum zweiten Weltkrieg von Bauern bevölkert, aber anders als in anderen Orten, war es stets durch die Minderheit der Töpfer bestimmt worden, und zwar in der Landschaft, in den Bräuchen, in der Bauweise, sogar in der Gastronomie. Während heute die Bauerswelt in der Agrarwirtschaft untergegangen ist, ist die Welt der Töpfereien und der Menschen die darin arbeiten, trotz aller unausweichlichen und tiefen Veränderungen, kennzeichnend für Impruneta und bleibt seine Berufung.

Auch im Tourismussektor ist Impruneta in der Lage, alle Ihre Bedürfnisse zufrieden zu stellen. Dabei bewahrt der Ort stets seine Traditionen und seine natürliche Gastfreundschaft.