Nationalpark des Toskanischen Archipels

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Flora und Vegetation
Die Hauptfaktoren, die die Vegetation und die Flora des Toskanischen Archipels beeinflussen, sind das mediterrane Klima (charakterisiert durch eine erhöhte Trockenheit im Sommer, verbunden mit einer hohen Sonneneinstrahlung und häufigen Winden vom Meer), der Inselcharakter und die früher vorhandenen Landverbindungen mit der italienischen Halbinsel und dem sardisch-korsischen System, ebenso wie die seit dem Altertum auftretenden Begleiterscheinungen des Einwirkens des Menschen auf die Natur. Es überwiegen immergrüne Pflanzen mit lederartigen Blättern, die von einer widerstandsfähigen, kaum durchlässigen Epidermis geschützt werden, oder Pflanzen mit winzigen Blättern, die manchmal in Dornen verwandelt sind, oder Pflanzen ohne Blätter, wie zum Beispiel der Ginster. Von den großen Steineichenwäldern, die früher die Inseln des Archipels bedeckten, sind heute nur noch wenige Reste auf Elba, Giglio und Gorgona übriggeblieben, während einzelne Bäume auf Giannutri, Capraia und Montecristo vorzufinden sind. Die orographische und höhenbedingte Vielschichtigkeit der Insel Elba hat die Erhaltung des Bestands an Kastanienwäldern bestehend aus Esskastanien (Castanea sativa) begünstigt; in den kühleren Tälern wächst der nunmehr selten gewordene Farn (Osmunda regalis); in den höheren Lagen und vor allem auf dem Monte Capanne ist die Eibe (Taxus baccata) und die europäische Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) anzutreffen. Auf Capraia und Elba kommen die Korkeiche (Quercus suber) und die Flaumeiche (Q. pubescens) vor, während auf Gorgona und auf Elba Haine der Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), der Schirmkiefer (P. pinea) und der Strandkiefer (P. pinaster) verbreitet sind. Die häufigste pflanzliche Formation im Nationalpark ist die wohlriechende mediterrane Macchia, ein buschähnlicher Bewuchs von 2-5 Metern Höhe, bei dem folgende Arten vorherrschend sind: der Erdbeerbaum (Arbutus unedo) und der Immergrüne Kreuzdorn (Rhamnus alaternus), der Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), der Phönizische Wacholder (Juniperus phoenicea), die Myrte (Myrtus communis), die verschiedenen Heidekrautgewächse (Erica arborea und E. scoparia), der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) und die Schmalblättrige Steinlinde (Phyllirea angustifolia und P. latifolia). Auf den Lichtungen und Schneisen sind oft der Schopflavendel (Lavandula stoechas), die Italienische Immortelle (Helichrysum italicum) und die sehr bunten Zistrosengewächse (Cistus incanus, C. salvifolius und C. monspeliensis) zu finden. Auf den besonders sonnigen Hängen überwiegen die prächtigen Pfriemen- und Dornginster (Calycotome spinosa und Spartium junceum). Die geographische Isolation hat zum Entstehen vieler Endemismen beigetragen: Auf Elba sind die Kornblume des Monte Capanne (Centaurea ilvensis, Centaurea aetalie), das Veilchen (Viola corsica ilvensis) und die Strauchnelke (Limonium ilvae) endemisch; auf Capraia kommen die Flockenblumen (Centaurea gymnocarpa) und die Gelbe Orchidee (Orchis provincialis capraria) endemisch vor, während das Leinkraut (Linaria capraria) überall im Archipel, aber nur hier anzutreffen ist. Auf Elba gibt es noch Mikrolebensräume, die auf den anderen Inseln des Archipels selten geworden sind. Auf Felsen oder in den kaum noch existierenden feuchten Zonen finden wir typische Gebirgspflanzenarten wie die Lilie (Lilium bulbiferum croceum) oder sub-mediterrane Pflanzen wie die Ginsterart "Genista desoleana Valsecchi". Spektakulär sind die Blüten des Wasserhahnenfußes (Ranunculus aquatilis) im "Stagnone di Capraia", dem einzigen natürlichen See des gesamten Nationalparks, an dessen Ufern auch Schilf (Juncus articulatus) und die Poleiminze (Mentha pulegium) wachsen. Im gesamten Bereich des Archipels gibt es sehr viele wilde Orchideenarten, die Wiesen und Wälder mit ihren zarten, schönen Blüten bedecken.

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