Nationalpark des Toskanischen Archipels

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Die Fauna
Typisch für die Inseln ist die Präsenz von Endemismen, auch wenn die Zahl der hier vorkommenden Arten geringer ist als die auf dem nahen Kontinent. Die Erhaltung des natürlichen Lebensraums in diesen spezifischen Fällen erfordert Schutzmaßnahmen, da Flora und Fauna durch eine Abnahme der biologischen Vielfalt stark gefährdet sind. Von den typischen Endemismen kann man folgende aufzählen: die gastropoden Mollusken "Oxychilus pilula" und "Tacheocampylaea tacheoides" Capraias sowie der "Oxychilus gorgonianus" Gorgonas. Wichtige Arten sind außerdem der Schmetterling "Coenonympha elbana", die Grille "Rhacocleis tyrrhenica", die Eidechse "Podarcis muralis colosii" und die Aspisviper "Vipera aspis francisciredi" auf Elba; die Eidechsen "P. muralis insulanica" und "P. muralis muellerlorenzi" auf Pianosa und die Aspisviper "Vipera aspis montecristi" auf Montecristo. Interessant ist, dass der Korsische Zeisig (Serinus citrinella corsicana), die Braunelle (Prunella collaris), der Tyrrhenische Laubfrosch (Hyla sarda), der Ophistoglossa (Discoglossus sardus) und der Tyrrhenische Gecko oder die kleine Tarantel (Phyllodactylus europaeus) hier heimisch sind. Die auf den tyrrhenischen Inseln lebenden Landsäugetiere entsprechen ansonsten den für die mediterranen Lebensräume typischen Arten. Weit verbreitet ist eine Marderart, die anderswo sehr selten angetroffen wird: der Marder "Martes martes" ist ein Bewohner der Wälder der Insel Elba. Verbreitet ist auch der Wildhase (Oryctolagus cuniculus) auf Capraia und Giglio. Da auf Elba seit Anfang des 19. Jahrhunderts das Maremma-Wildschwein ausgestorben ist, wurde vor ca. 30 Jahren das mitteleuropäische Wildschwein (Sus scrofa) eingeführt, das sich wahrscheinlich dann mit dem Hausschwein gekreuzt hat. Diese sich schnell vermehrende Spezies hat sich auf Elba - wo es keine natürlichen Feinde gibt - maßlos vermehrt, und ist dadurch ein wirkliches Problem für den Schutz der Endemismen, der Flora und der Landwirtschaft geworden. Derzeit werden Dezimierungsversuche unternommen, um die Anzahl dieser Tiere auf ein tragbares Niveau zu senken. Auch auf Montecristo hat die steigende Zahl der Wildziegen (Capra aegagrus hircus) zu Problemen bei der Bewahrung der geschützten Zone geführt. Der sardische Mufflon (Ovis musimon) wurde auf Elba und Capraia eingeführt, was ebenfalls nicht wenige Schwierigkeiten verursacht hat. Die toskanischen Inseln stellen eine große Wanderbrücke zwischen Nordmitteleuropa und dem afrikanischen Kontinent dar: In den Zeiten, wenn Zugvögel die Insel überqueren, lassen sich zahlreiche Arten beobachten. Alle für den mediterranen Lebensraum typischen Vogelarten nisten und überwintern auf den Klippen, in der Macchia und in den Wäldern aller Inseln. Der Toskanische Archipel ist in der Tat eines der beliebtesten Ziele der Ornithologen ganz Europas. Von den Lebensräumen, die am meisten besiedelt sind, verdienen folgende, besonders hervorgehoben zu werden: die Klippen der Cala Maestra auf Gorgona; die Palmaiola-Inseln, Cerboli und die Isola dei Topi; Cala Scirocco und Cala Grande auf Montecristo; Capo d'Enfola auf Elba; die Ostküste von Punta del Capel Rosso auf Giglio; Punta del Trattoio auf Capraia. Besonders bemerkenswert für Elba und Capraia ist, dass der Wanderfalke (Falco peregrinus brookei), einer der schnellsten Raubvögel, hier nistet. Ornithologisch Interessierte können in den felsigen Gegenden von Giglio und Capraia den Mauerspecht (Tichodroma muraria) und auf Giannutri verschiedene Arten von Schwalben, darunter den Mauersegler und den seltenen Fahlsegler (Apus pallidus), beobachten. Auf allen Inseln des Archipels gibt es Kolonien von Gelbschnabelsturmtauchern (Calonectris diomedea) und Schwarzschnabelsturmtauchern (Puffinus puffinus) und von Silbermöwen (Larus argentatus). Eine Seltenheit ist das Rothuhn (Alectoris rufa), das auf Elba und Pianosa vorkommt. Zum Park zählen darüber hinaus auch einige der größten Kolonien der äußerst seltenen Korallenmöwe, von der sich etwa ein Drittel des weltweiten Bestandes auf den toskanischen Inseln fortpflanzt: Dieser seltene Vogel, über einer sich brechenden Welle fliegend, wurde als Symbol für den Nationalpark des Toskanischen Archipels ausgewählt.

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