Nationalpark des Toskanischen Archipels

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Die geologische Beschaffenheit der Inseln
Die geologische Geschichte des Toskanischen Archipels beginnt vor ca. 230-240 Millionen Jahren, obwohl das Gestein der Halbinsel Calamita auf Elba von einem Fragment des afrikanischen Kontinents abstammt, der ca. 400-500 Millionen Jahre alt ist. Bei der Entstehung der Inseln des Archipels spielten Magmatismus und Vulkanismus eine große Rolle. Das vulkanische Capraia entstand vor ca. 9 Millionen Jahren durch eine Reihe von Eruptionen, welche in der prächtigen Cala Rossa zu erkennen sind, die vom Torre dello Zenobito überragt wird. Gorgona besteht aus metamorphem Gestein, das sich aus der Umwandlung von bereits vorher vorhandenen Formationen ergab. Auf Montecristo sowie auch fast überall auf Giglio herrscht ausschließlich Granit vor. Die gänzlich flache Insel Pianosa hingegen besteht aus sedimentären Gesteinen und verfestigten Muschelschalenansammlungen mit eingeschlossenen Meeresfossilien. Das zerklüftete Giannutri entstand aus sedimentären dolomitischen Kalken, die denen des Apennin ähnlich sind. Die Insel Elba ist vom geomorphologischen Gesichtspunkt her äußerst vielseitig: sie zeigt sich gebirgig im westlichen Teil mit der Masse des Capanne, des höchsten Gipfels des Archipels (1018 m), und ist im Osten von den Erhebungen "Cima del Monte" und "Calamita" beherrscht, wo Gneis und Marmor auftreten. Die flache Zentralebene, welche am stärksten besiedelt ist, ist angeschwemmt und besteht aus Tonerde, Sandstein und Kalken. Die aus Granodioriten und Granit bestehenden Gebiete der Insel Elba gehen auf das Eindringen zweier großer Magmaströme zurück, die sich in geringer Tiefe abgekühlt haben und nachträglich an die Erdoberfläche hochgeschoben wurden. Die Freilegung der westlichen Intrusion hat den Monte Capanne entstehen lassen und dessen Granite mit ihrem Netz von Pegmatitadern an die Oberfläche gebracht, in denen man wunderbare Kristallisationen von Turmalin, Aquamarin und Quarz findet. Der östliche Magmakörper kam in tieferen Lagen zum Stillstand und wird von Schiefer und Kalkstein überlagert. Die berühmten Eisenerze, die die Geschichte, Wirtschaft und Landschaft der Insel so sehr geprägt haben, kommen im Osten der Insel vor. Die Insel Elba ist eine der bekanntesten und berühmtesten mineralogischen und erzgeschichtlichen Gegenden der Welt, "....nicht nur die eisenhaltigen Gebiete......sondern ganz Elba...ist ein grandioses Freilichtmuseum" (B. Lotti). Die Oligisten- oder Pyritkristalle aus Rio, der Ilvait und Magnetit der Calamita, die verschiedenfarbigen Turmaline und der Beryll aus San Piero und Sant' Ilario wie auch viele der ca. 150 Mineralienarten der Insel sind in den wichtigsten naturwissenschaftlichen Museen der Welt ausgestellt. Besonders schöne Exemplare der zahlreichen elbanischen Mineralien, der kupferhaltigen (Azurit, Malachit, Cuprit, Chrysokoll), der eisenhaltigen (Hämatit, Magnetit, Ilavait, Limonit und Pyrit), der aus den Pegmatiten stammenden (Turmalin, Beryll, Quarz, Orthoklas), dazu Granate, verschiedene Arten von Gips sowie Kalzite kann man in den mineralogischen Museen der Universitäten Pisa und Florenz sowie im Museum Tonietti in Rio Marina und im Museum Ricci in Rio Elba bewundern. Diese außerordentlichen wissenschaftlichen und kulturellen Schätze sollen durch die Schaffung des Nationalparks des Toskanischen Archipels aufgewertet werden und sind Gegenstand des Interesses der UNESCO geworden durch die Aufnahme der mineralogisch interessanten Gebiete Elbas in die provisorische "World Heritage List" für geologisch erhaltenswerte Gebiete: "Zum Schutz und zur Aufwertung dieses einzigartigen Gutes der Menschheit, das eine versiegende und unersetzbare Quelle ist für jene touristischen Aktivitäten, die heute den ökonomischen Aufschwung des Archipels sichern". Vergil, Strabonus, Diodorus Sicolo und andere klassische Autoren haben die Arbeiten im Eisenerzbergbau und in den Granitsteinbrüchen im griechischen Aethalia und im römischen Ilva beschrieben. Auch wenn sich im Laufe der Zeit verschiedene Veränderungen ergaben, setzten sich die Bergbauarbeiten in den Erzgebieten und der Granitzone bis in die heutige Zeit fort und prägten auf unverkennbare Weise Landschaft, Geschichte und Tradition dieses kleinen, aber wunderbaren Teils des Planeten.

Wohnen können Sie in Insel Elba, in Hotels, Agritourismusbetrieben (Ferien auf dem Bauernhof), Residence (Ferienwohnanlagen), Bed & Breakfast, Zimmervermietungen, Ferienwohnungen/-häusern, Campingplätzen und Feriendörfen.