Archeoparc in Schnalstal

Schnalstal

Hotels Archeoparc in Schnalstal
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Erlebnismuseum - Der ArcheoParc ist auf 1.500 Meter Höhe beim Dorf Unser Frau in Schnals gelegen. Vom Museumsgebäude und vom Freiareal aus ist das Tisenjoch, die Fundstelle des Mannes aus dem Eis, sichtbar. Südtirols erstes archäologisches Aktivmuseum fällt schon durch sein ungewöhnliches Gebäude auf. Dem Haus - von den jungsteinzeitlichen Holzbauten inspiriert - fällt die Aufgabe zu, den fiktiven Aufgang durch das Tisental zur Fundstelle Tisenjoch zu umhüllen. Entlang des Weges werden Themen von den ältesten menschlichen Spuren im Alpenraum bis zum Mann aus dem Eis und seiner Lebens- und Wirtschaftsweise dargestellt. Im umgebenden Freigelände ist der Lebensraum mit den alten Getreidesorten im Versuchsfeld, Häusern nach originalen Befunden, Fischteich, und vielem mehr, aufgebaut.
Die Zeit vor 5.300 Jahren - Der Mann aus dem Eis lebte zwischen 3.350 und 3.100 v.Chr., also in einer Zeit, in der in Europa die erste Nutzung von Metall - nämlich Kupfer - nachweisbar ist. Lockte erst die Tierwelt - vor allem der Steinbock - den Menschen in den Alpenraum, war es nun auch das Kupfer. Der südliche Alpenraum stand im Einfluß der sogenannten Remedello-Kultur mit dem Zentrum in der Poebene. Weitreichende kulturelle Verbindungen über die Alpen hinweg offenbaren sich im Sog der Forschungen rund um den Mann aus dem Eis und zeugen von der Wichtigkeit des Alpenraumes - aus als Vermittler zwischen Nord und Süd.
Der Mann aus dem Eis - 1991 - Der schmelzende Gletscher am Tisenjoch gibt den Körper des vor 5.300 Jahren von einem Pfeil verletzten Mannes frei. Sein Grab im Eis bewahrt ihn vor dem Zerfall - eine natürliche Mumifizierung. Wie sein Leib blieben auch Kleider und Geräte, Waffen und Werkzeuge, alles was er bei sich trug, erhalten. Heute können wir uns, dank dem Fund, das Leben am Ende der jungsteinzeit viel besser vorstellen.
Sein Lebensraum - Dass der Mann aus dem Eis aus unserer Gegend kam, beweisen die bei ihm gefundenen Holzarten. Birke, Eibe, Hopfenbuche, Berberitze, Schlehdorn sind neben anderen typischen Gewächsen im Freigelände angepflanzt. Im Versuchsfeld wachsen die alten Getreidesorten, deren Verwendung die Untersuchung des Magens bewies. Aber auch die Jagd, besonders auf den steinbock, hat zur Ernährung beigetragen. (Einige besondere Gastbetriebe im Schnalstal bieten Gerichte wie zu Ötzi's Zeiten an!) Die Jäger und Hirten der Steinzeit waren viel unterwegs. Ihre Spuren, zum Beispiel die sagenhaften Schalensteine, sind heute noch anzutreffen. An den archäologischen Wanderwegen (Ausgangspunkt ArcheoParc) im Schnalstal und in den Vinschgau finden wir - neben anderen Urzeitstätten - mehrere davon. Panoramakarten und Kurzbeschreibungen geben die Wege und Fundorte mit unserem Logo und Kupferstelen gekennzeichnet vor.

Wohnen können Sie in Schnals, in Hotels, Agritourismusbetrieben (Ferien auf dem Bauernhof), Residence (Ferienwohnanlagen), Hütten, Bed & Breakfast, Zimmervermietungen, Ferienwohnungen/-häusern, Campingplätzen und Feriendörfen.