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Deodat de Dolomieu und die bleichen Berge.
Die Dolomiten sind einmalig in der Welt, Dolomitgestein aber - benannt nach
dem französischen Forscher Deodat de
Dolomieu, der vor etwa 200 Jahren seine geologischen Untersuchungen
unternahm - findet sich in mehreren Weltgegenden,
nirgendwo jedoch in so beeindruckender Gestalt wie hier.
Irgendwann vor 200 Millionen Jahren: Vulkane spucken
gewaltige Lavaströme aus, die zu rötlichen Porphyr-Felsen erstarren. Nach
weiteren Millionen Jahren beginnt das Festland zu
sinken, bis es unter den Spiegel jenes Urmeeres gelangt, das
Tethys genannt wird. Schwemmsande, Tone und Gips lagern sich
ab, Myriaden kalkhaltiger Skelette und Schalen kleinster Lebewesen häufen
sich in Millionen von Jahren - Schicht über Schicht - zu wahren Kalkbergen
an. Schichten aus Mergeln und bunten
Kieselerden lagern sich darüber.
Millionen Jahre später führt die Gebirgsfaltung der Alpen
zu gewaltigen Verwerfungen und Verschiebungen. Im Quartär
schließlich sind es die Gletscher, die der Landschaft ein neues
Bild geben. Aber erst Verwitterung und Erosion im Laufe der
Jahre haben die Dolomiten so geschaffen, wie sie heute sind.
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