UmbrienNatur und Landschaft
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Die Flüsse, die fast alle in den Tiber münden, haben in diese
Gebirgslandschaft enge tiefe Schluchten und Rinnen gegraben, wie z.B. das
Tal des Flusses Nera, der größte Nebenfluß des Tibers. In diesen münden die
Flüsse Sordo, Corno und Velino, der sich wiederum in Form eines riesigen
Wasserfalls (Cascata delle Marmore) in den Nerafluß ergißt. Am Fuße des
Monte Corno, des Monte Caperno und des Monte dell'Eco erstreckt sich der
Lago di Piediluco, der von den Gewässern des Neraflusses gespeist wird. Die
steilen, das Land zerklüftenden Furchen und Rillen im Südwesten stehen in
herbem Kontrast zu den kuppelförmigen Gipfeln der mit Gras bewachsenen
Bergrücken, zu den tektonischkarstischen Hochebenen wie dem Piano
Grande di Castelluccio nahe Norcia und zu den weitläufigen Seen. Weniger
karg sind die Berge im Norden, wo sich die Schwemmlandbecken von
Gubbio und Gualdo Tadino öffnen und weiter nach dem Westen hin in das
aus Hügeln und Ebenen bestehende Tal des Tibers übergehen. Hier werden
noch die unterschiedlichsten Kulturen und Anbauformen betrieben,
angefangen bei dem bereits seit Jahrhunderten üblichen Tabakanbau, der
schon im Jahre
1575 in San Giustino eingeführt wurde und nun vorwiegend in der Umgebung
von City di Castello betrieben wird, bis hin zum Weinbau und, in jüngerer Zeit,
zum Anbau von Tomaten und Paprika. In Richtung der Toskana liegt
schließlich der Trasimenische See, umgeben von einer lieblichen, mit
Weinreben und Oliven bewachsenen Landschaft.
In Richtung Süden
wiederum erstrecken sich die weichen Hügel des unteren Apennin mit seinen
weitläufigen Ebenen, deren Erdreich von den vielen Intensivkulturen heute
ausgezehrt ist.
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