Orvieto

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Auf Grund dieser Politit wird Orvieto rechtmässig nie zu einem Teil des römischen Staates, auch wenn es diesem spater de facto angehört. Die Stadt erreicht ihren politischen wie auch künstlerischen Höhepunkt im 13. und 14. Jahrhundert. In der Gemeinde hat das Bürgertum die Kontrolle der öffentlichen Einrichtungen, und der Ubergang von einem von Adligen und Stadtobersten geleiteten Konsultat zu einem von den "populares" verwalteten System erfolgt im Jahre 1250 durch die Einsetzung des Capitano del Popolo, einer Art Volksführer. In dieser Zeit erreicht das Stadtgebiet auch seine grösste Ausdehnung: es erstreckt sich vom Monte Amiata bis zum Tibertal und vom Tiber bis zum Meer, einschliesslich Orbetello. Zusammen mit cier Demokratisierung der Gemeindepolitik und der religiösen Gärung in der Stadt erfolgt eine städtebauliche Umwandlung durch die Anlage von Plätzen und sen Bau öffentlicher und privater Gebäude. Zwischen 1210 und 1270 wird der Palazzo Comunale im Herzen der Stadt errichtet, im Jahre 1281 werden auf Geheiss des Capitano del Popolo Neri della Greca die Häuser um den Palazzo del Popolo abgerissen, um einem Platz anzulegen, der gross genug ist, um Volksversammlungen abzuhalten und um gleichzeitig einen neuen Palazzo zu bauen. In der zweiten Hälfte des 13. Jhdt. werden dann auch in veschiedenen Zeitabstanden die päpstlichen Paläste errichtet, zunächst der Palast von Urban IV. (1262-1264), dann der von Martin IV. (1271-1284), der mit dem alten Bischofssitz verbunden wird, und daraufhin auch der Palazzo Soliano oder von Bonifaz VIII (1297-1304). In all diesen Bauten werden perfekte architektonische Lösungen erzielt, die für Orvieto typisch sind und schon vorher in der Abtei Ber Hl. Severo und Martirio zum Ausdruck gekommen waren. Fast zur gleichen Zeit werden an den abschiissigen Stellen, "ripe" genannt, nach den Sitten der Freien Gemeinden Kirchen und Klöster der Bettelorden errichtet. In den Jahren von 1240 bis 1266 die Kirche und das Kloster des Hl.Franziskus, wo Ciregor IX die Totenmesse für Heinrich von England liest und wo Bonifaz VIII im Jahre 1297 Ludwig IX. König der Franzosen, heiligspricht; im Jahre 1260 die Kirche und das Kloster der Servi di Maria. Auch andere Kirchen im Stadtbereich haben eine grosse Bedeutung für das Leben von Orvieto, darunter die Kirche des Hl. Andreas, die eigentliche Stadtkirche, wo Innozenz III im Jahre 1216 einen Kreuzzug aurief (der jedoch nie zur Durchführung gelangte), wo Honorius III. im Jahre 1217 Peter von Artois zum König von Jerusalem krönte, wo Martin IV. zum Papst gewahlt wurde und die späteren Päpste Nikolaus IV. und Bonifaz VIII. die Kardinalswurcie erhielten. Diese beiden Jahrhunderte können nicht als Zeit politischer Stabilität angesehen wer- den, zumal auch die Gemeindeordnung stinding Anderungen und Wechseln unterworfen isr, die auf Machtkämpfe zwischen den verschidenen Faktionen zurückzuführen sind. Die beiden rivalisierenden Familien, die sich zu Beginn des 13. Jhdt. besonders hervortun, wovon man auch in Dantes Göttlicher Komödie ein Echo findet, die Monaldeschi auf Seiten der Welfen und die Filippeschi auf Seiten der Gibellinen, spalten die Stadt in zwei Parteien, die ständing miteinander im Kampf liegen: die von der Gemeide verhängten Strafen, sowohl gegen Personen als auch gegen deren Eigentum, geben uns Nachricht davon.