UmbrienGeschichte und ihre Spuren
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Geschichte und ihre Spuren
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Als Schnittstelle zwischen Nord und Süd, zwischen Adria und Tyrrhenischem
Meer gelegen, kann Umbrien auf eine mehr als drei jahrtausend alte
Geschichte zurückblicken. Prähistorische Funde, zum Großteil im
Archäologischen Museum von Perugia aufbewahrt, sind ein Hinweis auf eine
Besiedlung in der Altsteinzeit und Jungsteinzeit. Aus dem Flußbett des
Chiascio und Tibers, aus dem Gebiet um Norcia und den Ortschaften am
Trasimenischen See stammen behauene Steine und Pfeilspitzen. Die als
Venus vom Trasimenischen See bekannte kleine Statue in der Form einer
Rundplastik geht zurück auf die Anfänge der Altsteinzeit und das Grabmal
von Poggio Aquilino in Marsciano - nahe bei Perugia - auf die Jungsteinzeit. In
den Nekropolen von Monteleone di Spoleto wurden Spuren von
Einäscherungsstätten aus der Ubergangszeit zwischen Bronze- und Eisenzeit
gefunden.
Zu Beginn des ersten Jahrtausends vor Christus brachte eine
Völkerwanderung eine Stammesgruppe in dieser Gegend Zentralitaliens, die
Osco-Umbrer, die sich bereits fest niederlieáen und ein Gebiet besiedelten,
das über die heutigen Grenzen Umbriens weit hinausreicht. Vermutlich
erstreckte sich ihr Reich von der Adria bis zum oberen und mittleren Tal
rechtsseitig des Tibers und reichte vielleicht sogar bis hin zum Tyrrhenischen
Meer. Die ersten Ansiedlungen entstanden in Otricoli, Amelia, Terni, Narni,
Todi, Spoleto, Nocera, Foligno, Assisi, Bettona, Gualdo Tadino, Gubbio und
City di Castello. Unter dem Druck anderer Völker wie der Sabiner im Süden,
der Picener im Osten, der Etrusker und Gallier/Senonen, die sich nördlich des
Tibers im sogenannten Ager Gallicus niederlieáen, wurden die Umbrer auf ein
kleineres Gebiet zurückgedrängt.











