Umbrien

Geschichte und ihre Spuren

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Durch die wenigen noch verbliebenen Dokumente - darunter die Schriften des griechischen Historikers und Geographen Strabo, der im Zeitalter des Augustus lebte - kann man sich ein Bild über ihre schon sehr fortschrittliche Kultur machen, eine Kultur, die von den mächtigen etruskischen Nachbarn stark beeinflußt war und deren politischer Aufbau aus autonomen Stadtstaaten - die wiederum untereinander einen Staatenbund gebildet haben dürften - bestand. Einen Hinweis darauf liefert das wohl bedeutendste Dokument über die umbrische Kultur, die Eugubinischen Tafeln, sieben Bronzetafeln aus der Zeit zwischen dem II. und III. Jahrhundert vor Christus. Auf diesen werden sakrale Zeremonien und Riten dargestellt und zum Teil in etruskischen, zum Teil in lateinischen Schriftzeichen beschrieben. Gefunden wurden diese Tafeln in Gubbio; sie werden heute im dortigen Palazzo dei Consoli (Konsulenpalast) aufbewahrt. Die Etrusker waren in zahlreichen Gebieten Umbriens, insbesondere rechtsseitig des Tibers stark vertreten. In Perugia kann man noch heute in der Etruskischen Felsgruft (Grabmal der Volumner, des San Mano sowie der Cutu) den Spuren der Etrusker folgen. Orvieto wurde als das antike etruskische Volsinii identifiziert. Die Funde aus den Städten und den nahen Nekropolen werden im "Museo Fondazione Claudio Faina" und im Dommuseum (Museo dell'Opera del Duomo) aufbewahrt. Die umbrische Kultur geht jedoch ihrem Niedergang entgegen, als sie mit Rom in Berührung kommt. Einige Städte wie Otricoli versuchen zunächst den Weg der Einzelbündnisse einzuschlagen, andere wiederum treten dem Bund mit Samnitern, Galliern/Senonen und Etruskern bei, werden aber in der entscheidenden Schlacht von Sentinum von den Römern 295 v.Chr. geschlagen.